Besprechungen Krimis und Thriller

Keigo Higashino – Ich habe ihn getötet

26. Juli 2016

Ichhabeihngetoetet

Makoto Hodaka ist ein bekannter Drehbuchautor, dessen Erfolg einen Anstoß gebrauchen könnte. Den will er ihm mit einer Heirat verpassen, die gerade sehr beliebte Lyrikerin Miwako hat er sich dafür ausgesucht. Doch auf dem Weg zum Traualter fällt Hodaka tot um. Es gibt mindestens drei Menschen, die Makoto Hodaka den Tod wünschen würden, seine Weste war alles andere als rein. Aber wer von ihnen war es tatsächlich? Inspektor Kaga ermittelt. Und der Leser rätselt mit.

„Ich habe ihn getötet“ wird aus der Sicht von drei Menschen erzählt, immer im Wechsel. Miwakos Bruder Takahiro Kanbayashi ist nicht glücklich mit der Wahl des Bräutigams und gibt die Hand seiner Schwester nur ungerne her. Naoyuki Suruga ist der Assistent von Makoto Hodaka und teilt mehr mit ihm, als nur die Arbeit an den Drehbücheren, wenn auch unfreiwillig. Kaori Yukizasa ist die Lektorin von Miwako und Makoto, über sie haben die beiden sich kennengelernt. Was Kaori schnell bereute.

Alle drei hätten gute Gründe, Hodaka in ein frühes Grab zu schicken. Hatten sie auch die Gelegenheit dazu? Inspektor Kaga rätselt und der Leser rätselt mit. Stück für Stück fügt sich das Puzzle zusammen, bis das letzte Detail verrät, wer der Mörder war.

Nach „Böse Absichten“ war das mein zweiter Krimi von Keigo Higashino. Hatte ich anfangs noch etwas Probleme mit den japanischen Namen und dem schlicht anderen Stil, habe ich mich inzwischen voll und ganz eingelesen und liebe seine Krimis. Wer intelligente Kriminalgeschichten mag, bei denen man sich mit dem Inspektor auf die Sucht nach dem Täter begibt, statt durch Blut und Leichenteile zu waten, der ist hier richtig. Die Charaktere, ihre Beziehungen untereinander und ihre Reaktionen aufeinander stehen im Mittelpunkt. Kleinste Details sind wichtig, um am Ende die Lösung zu finden.

"buchhandel.de/

Ich habe ihn getötet – Keigo Higashino
Deutsch von Ursula Gräfe
352 Seiten, Klett-Cotta Verlag
ISBN 9783608983067, 14,95 €
Softcover

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eBook
ISBN 9783608109283, 11,99 €

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2 Kommentare

  • Antworten wortsonate 27. Juli 2016 von 11:25

    Das mag ich an den japanische Autoren, einerseits die Schlichtheit, auf der anderen Seite erzählen sie viel von ihrer Generation in den Handlungen. Der Krimi kommt auf die Leseliste.

    • Antworten Papiergeflüster 27. Juli 2016 von 13:30

      Ich muss zugeben, dass ich die japanische Literatur gerade erst für mich entdecke. Aber genau das mag ich auch sehr daran. Es muss nicht immer laut sein, die leise Erzählkunst gefällt mir momentan sehr.

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