Belletristik Besprechungen

John Updike – Die Hexen von Eastwick

22. Dezember 2009

HexenEastwick

Drei geschiedene Frauen, die nach der Trennung besondere Fähigkeiten entwickeln. Sie können hexen. Jede Woche treffen sie sich zu ihrem kleinen Hexenzirkel und vertreiben sich die Zeit mit eher spielerischen Hexereien. Die Zeit, die ihnen neben der Eroberung jedes zu habenden (oder auch nicht zu habenden) Mannes in Eastwick noch bleibt. Da zieht ein interessanter, „leicht“ exzentrischer Mann in den Ort. Natürlich wollen alle drei ihn gerne erobern, doch keine würde es vor ihren Freundinnen offen zugeben. Bald geht es hoch her, im vom Meer umfluteten Landsitz des Umworbenen.

Es ist ein sprachgewaltiges Buch, auf das man sich einlassen muss. Die Handlung hatte für mich allerdings einige Längen. Das Hexenthema wurde oft auf mehreren Seiten überreizt, wenn zum Beispiel ewig ein Tennisspiel beschrieben wird, in dem der Ball sich in alles mögliche verwandelt. Zur Handlung hatte das nicht beigetragen und hätte kürzer ausfallen können. Allgemein hätte das Buch auch ohne die Hexerei funktioniert. Mit dem hier gezeigten Frauenbild hatte ich ein Problem. Alle Singlefrauen sind ständig auf der Jagd nach dem nächsten Mann, egal ob der verheiratet ist oder nicht. Die drei reichen sich die Männer teilweise regelrecht durch. Sorry, aber so ist die Welt einfach nicht. Auch wenn so mancher Mann sie sich vielleicht so wünscht.

Begeistert war ich nicht von dem Buch, der Nachfolger „Die Witwen von Eastwick“ ist von meiner Wunschliste gestrichen. Es war ok, nicht wirklich schlecht, aber mehr muss ich davon nicht lesen.

2 Kommentare

  • Antworten Soleil 25. Dezember 2009 von 19:42

    Der Film läuft gerade im TV 😉
    Das Buch habe ich mir vor einigen Monaten schon besorgt, nachdem ich einen Artikel im buecher-Magazin zum Autor gelesen habe. Außerdem war ich neugierig, wie man das in einem Buch umsetzt.
    Aber nachdem ich nun schon des öfteren gelesen habe, wie laaang das Buch stellenweise ist, trau ich mich nicht recht ran.
    Danke für Deine Rezi!

  • Antworten Emily 26. Dezember 2009 von 16:01

    @Soleil: mach es einfach wie ich, nimm es als einzige Lektüre mit auf eine Zugfahrt. Man kann Teile davon ganz gut querlesen. 😉

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