Belletristik Besprechungen

Joanne Harris – Himmlische Wunder

7. Januar 2009

himmlischewunder

„Himmlische Wunder“ ist die Fortsetzung zu „Chocolat“ und spielt vier bis fünf Jahre später als dieses Buch. In „Chocolat“ eröffnete Vianne eine Chocolaterie in einem kleinen Dorf, in dem sie mit ihren fast magisch wirkenden süßen Verführungen für Aufruhr sorgte. Dort traf sie auch Roux, der auf einem Boot lebt und nie lange an einem Ort verweilt.
Vianne und Anouk leben inzwischen zusammen mit der kleinen Rosette, die Roux verblüffend ähnlich sieht, in Paris. Sie haben eine abenteuerliche Reise hinter sich, immer weiter getrieben vom Wind, der sie nicht zur Ruhe kommen lies. Nach einem Unfall mussten sie auch den letzten Ort, an dem sie sich sehr wohl fühlten, verlassen. Vianne hatte seit diesem Vorfall beschlossen, dass sie nun ein ganz normales und unauffälliges Leben führen werden, zuliebe ihrer Kinder, die eine gute Schulbildung bekommen sollen und nicht das Zigeunerleben führen, das sie als Kind führte. Auch hier hat sie in Montmatre eine kleine Chocolaterie, doch sie stellt die Pralinen nicht mehr selbst her, es ist ein regelrecht langweiliger kleiner Laden, passend zu dem unauffälligen und langweiligen Leben, das sie nun führen.
Doch dann taucht Zozie auf und gefährdet dieses Leben. Vianne muss sich entscheiden und kämpfen.

Ein sehr schönes Wohlfühlbuch, das mir meine lange Zugreise sehr angenehm gestaltet hat. Dafür war es perfekt geeignet, es lässt einen in diese ganz eigene Welt abtauchen, man kann das französische Flair regelrecht erleben, die Chocolaterie vor sich sehen und die leckersten Schokoladen riechen und schmecken. Damit ist das Buch auch sehr passend zur Weihnachtszeit, in der man ja sowieso meist etwas mehr der verführerischen Süßigkeiten genießt als sonst. Die Handlung ist nicht in dem Sinne spannend, dass sie einen atemlos umblättern lässt, aber immer möchte man wissen wie es weiter geht. Längen gab es für mich nicht, obwohl das Buch mit 500 Seiten nicht wirklich dünn ist.

Wer sich einfach mal für ein paar Stunden in eine Welt aus Magie und ganz besonderen Freundschaften begeben und kiloweise Schokolade ohne Kalorien genießen möchte, der sollte zu diesem Buch greifen.

Wenn man gerne Musik beim Lesen hört, kann ich zu dieser Lektüre den Soundtrack von „Die fabelhafte Welt der Amélie“ empfehlen, der einfach perfekt zum Gefühl dieses Buches gepasst hat.

2 Kommentare

  • Antworten Chil 11. Januar 2009 von 18:46

    Hallo Likimeya,

    schöne Rezension! Ich überlege ja schon lange, ob ich mir das Buch kaufen soll, bisher hatte ich immer Angst, dass die Fortsetzung allzu platt ausgefallen ist. “Chocolat” fand ich einfach wunderbar und dank deiner Rezension ist das Buch auf meiner Wunschliste wieder weiter nach oben gerückt!

    Übrigens noch ein Hinweis in eigener Sache: Ich bin mit meinem Blog “Lesen oder lassen” von blogigo auch auf blogspot umgezogen. Du findest mich jetzt unter blattclaus.blogspot.com. Vielleicht magst du ja den Link zu mir ändern? Liebe Grüße, wir sehen uns auf unseren Blogs oder im Forum *gg*
    Chil

  • Antworten Emily 11. Januar 2009 von 21:01

    Hallo Chil,

    vielen Dank für das Kompliment.

    Den Link habe ich natürlich auch gleich angepasst.

    Bis bald mal wieder, im Blog oder im Forum. 😉

    Emily

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