Besprechungen Phantastik

Gesa Schwartz – Das Erbe des Lichts, Grim II

6. Mai 2011

Grausame Morde geschehen in Paris. Den Opfern fehlen die Augen, auch ihr Blut ist bis auf den letzten Tropfen verschwunden. Vampire sind es nicht, wer ermordet die unschuldigen Menschen in den Straßen der Metropole? Da solche Geschehnisse auch Auswirkungen auf die Anderwelt haben, untersucht Grim als Präsident der Obersten Gargoyle Polizei die Morde und stößt bald auf eine uralte, dunkle Macht. Der Senat Ghrogonias beschließt, die Menschen alleine gegen diese Gefahr antreten zu lassen. Schließlich kamen bisher keine Ghrogonier zu Schaden. Doch Grim ahnt, dass nicht nur die Menschenwelt in Gefahr ist. Schon bald stellt sich heraus, dass er Recht hat. Ist es schon zu spät, die Welten vor der Macht des Wesens zu schützen, das sie sich zu Eigen machen will?

„Das Erbe des Lichts“ ist der zweite Band um Mia und den Gargoyle Grim. Ein Paar, wie es ungleicher kaum sein könnte. Im Vordergrund steht allerdings nicht die Liebesbeziehung der beiden, sondern die Rettung der Welt. Während der vielen Abenteuer, die unsere Helden hier bestehen müssen, lässt Gesa Schwartz allerhand Märchen- und Sagengestalten aus den verschiedensten Gegenden zum Leben erwachen. Baba Yaga trifft auf Gestalten die an Tolkiens Erzählungen angelehnt sind, auch die Wesen aus Hans Christian Andersens Märchen sind hier nicht nur Geschichte. Ein bunter Reigen verschiedenster Mythengestalten, der den Leser von der ersten Seite an fesselt.

Wem „Das Siegel des Feuers“, der erste Band zu Grim, gefiel, der kann bedenkenlos auch zu „Das Erbe des Lichts“ greifen. Die Fortsetzung ist um einiges düsterer als der Beginn der Reihe, die Charaktere bekommen hier aber auch noch einmal einiges mehr an Tiefe. So wuchs mir zum Beispiel der Kobold Remis im Laufe dieser Geschichte wirklich ans Herz.

Eine gelungene Fortsetzung voller spannender Abenteuer und schillernder Gestalten, die schon jetzt Lust auf den nächsten Band macht. Der Abschied von Grim und seinen Freunden fiel schwer, ich hoffe man sieht sich bald wieder.

Das Erbe des Lichts, Grim II – Gesa Schwartz
717 Seiten, LYX
ISBN 9783802583049, 19,99 €
Hardcover

3 Kommentare

  • Antworten animasoul 6. Mai 2011 von 19:27

    Hmm, ich trau mich irgendwie nicht. Den ersten fand ich nicht schlecht, aber auch nicht wirklich überzeugend…. Aber dafür die Covergestaltungen umso schöner. Ein richtiger Hingucker sind die jedenfalls.

    Geht die Geschichte auch wieder so schleppend voran oder hält sich dies hier beim zweiten Band etwas in Grenzen?

    LG
    animasoul

    • Antworten Emily 8. Mai 2011 von 13:49

      @animasoul: Schleppend empfand ich die Geschichte gar nicht, sie stolpern von einem Abenteuer gleich ins nächste, es ist eigentlich immer was los. Es wird auch nicht mehr soviel erläutert wie im ersten Band, was mich da auch nicht gestört hatte. Aber vielleicht war es das, was Du als schleppend empfunden hattest? Dann ist es im zweiten Band anders. 😉 Ist für mich schwierig zu sagen, da ich den ersten auch schon sehr gut fand.

  • Antworten animasoul 8. Mai 2011 von 20:57

    Irgendwie hatte mich die Protagonistin gestört. Sie war irgendwie zu durchscheinend und nicht sehr prägnant. Grim im Gegensatz zu welterfahren. Eine Kombination – insbesondere auf den Altersunterschied – den man sich bei den beiden auch recht schwer in einer Beziehung vorstellen kann. Auch fand ich, dass die Gefühle, die angeblich zwischen den beiden entstanden sein sollten, nicht sehr klar rübergekommen sind. Vielmehr hat man den Eindruck, die beiden sind einfach nur gute Freunde, aber mehr nicht.

    Auch traf mich im erstne Band schon so die Frage, ob sich denn niemand Gedanken über ihr plötzliches Verschwinden gemacht. Freunde scheint sie ja – wenn überhaupt – nicht sonderlich viele gehabt zu haben. Zudem war ja da auch die Italienreise gewesen und es wäre schon interessant gewesen, zu wissen, warum die sich untereinander verstehen. Sprechen die Gargoyles ihre eigene Sprache? Oder sprechen die alle von Natur aus eine Einheitssprache? Schließlich konnte Mia ja auch mit den anderen – sprich den italienischen Gargoyles – kommunizieren.

    Hat dich das nicht gestört??

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