Besprechungen Phantastik

Die Untoten – Oliver Dierssen & Ole Christiansen (Hrsg.) (E-Book)

25. Januar 2012

 

Sieben Kurzgeschichten, die eines gemeinsam haben: den Untod. Wer dabei gleich an Zombies denkt, liegt nur zum Teil richtig. Auch die haben ihren Platz in dieser Kurzgeschichtensammlung aus den Federn vieler, bekannter Autoren gefunden. Aber es gibt noch wesentlich mehr Möglichkeiten des untoten Daseins.

Bernhard Hennen lässt in „Stürmische Zeiten“ eine Wiedergängerin der besonderen Art auftauchen, stürmisch eben. Thomas Plischke lässt einen Künstler „In Wort und Bild“ mehr als realistische Bilder zeichnen. Oliver Dierssens „Akerbeltz“ erinnert vom Schreibstil sehr an „Fledermausland“, aber mit ganz anderen Akteuren. „Ein kleiner Tod“ von Viktoria Schlederer führt den Leser erst einmal auf eine falsche Fährte, um am Ende mit einer düsteren Überraschung aufzuwarten. Jonas Wolf hat ein klassisches Fantasy-Setting mit einem klassischen Zombiefilm gemischt, das Ergebnis ist bissig. 125 Seiten mit 7 ganz unterschiedlichen Geschichten, eine unterhaltsamer als die andere.

Erschienen ist diese Kurzgeschichtensammlung im Nerdpol Verlag, einem noch sehr jungen Projekt der Autoren Oliver Dierssen und Ole Christiansen. Die den Kurzgeschichten neue Wege eröffnen wollen, nämlich den des E-Books. So kommt es, dass man „Die Untoten“ für gerade mal 2,99 € als E-Book erstehen kann. Sie beschreiben den Nerdpol selbst als „Der Verlag für die kurze, digitale Phantastik“. Das auch kurz gut sein kann, haben sie gleich mit ihrer ersten Publikation bewiesen.

Die Untoten – Oliver Dierssen & Ole Christiansen (Hrsg.)
125 Seiten, Nerdpol Verlag
ASIN B006NY730C, 2,99
E-Book

2 Kommentare

  • Antworten Seychella 28. Januar 2012 von 08:58

    Wie gruselig bzw. blutig sind die Geschichten denn? Irgendwie hoffe ich jetzt ja, dass du mir sagst, dass sie nichts für mich sind – dann bräuchte ich mich nämlich nicht mit dem Gedanken an einen Reader herumplagen. 😉

    • Antworten Emily 29. Januar 2012 von 12:33

      @Seychella: Die meisten Geschichten sind eher lustig, aber mit ziemlich schwarzem Humor. 😉 Ganz ohne Blut geht es natürlich meistens nicht zu, gruselig fand ich eigentlich die wenigsten. Aber das hängt ja immer sehr vom Leser ab, wie hartgesotten er ist. Du musst Dir ja nicht gleich einen Reader kaufen um die Geschichten zu lesen, geht auch am Rechner. Da die Geschichten kurz sind, und wenn Du Dir noch unsicher bist, wäre das vielleicht eine Idee?

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