Leserückblick Januar 2016

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Gelesen:

– Helen MacDonald – H wie Habicht
Nach dem Tod ihres Vaters erfüllt sich Helen einen lange gehegten Traum, sie holt sich einen Falken. Auch wenn die Falknerei mich bisher nicht sonderlich reizte, die Autorin schafft es, jeden Schritt der Arbeit mit dem Tier so interessant darzustellen, dass ich immer am Ball blieb. Und jetzt endlich eine meiner Leselücken füllen und T. H. White lesen möchte, auf den sie sich immer wieder bezieht. Denn auch White hatte einen Falken, aber keine Ahnung, wie er mit so einem sensiblen Tier umgehen sollte. Seine Lebensgeschichte ist in kurzen Einschüben immer wieder Thema, neben der Verarbeitung der Trauer um ihren Vater. Ein wunderbares Buch.

– Jonathan Franzen – Unschuld
Nach 200 Seiten gab ich auf, weil mich einfach nicht interessierte, wie es weitergeht. Die Protagonisten blieben mir fremd, ihre Motive ebenso, ich wollte nicht weiterlesen und habe es gelassen. Schade, “Die Korrekturen” mochte ich sehr. Weiterlesen

Leserückblick Dezember 2015

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Der Dezember begann lesetechnisch so schwach wie der November endete. Aus den gleichen Gründen, die Fortbildung und Leben eben. Weihnachten braucht ja auch die eine oder andere Vorbereitung. Aber dann kam der Urlaub und mit dem Urlaub kam die Lesezeit.

Gelesen:

– John Niven – Old School
Wunderbare Roadstory um vier ältere Damen, die beschließen, ihrem Leben nochmal eine Kehrtwende zu verpassen. Und mal eben eine Bank ausrauben. John Nivens gewohnt schwarzer Humor mit ungewohnten Charakteren, aber auch die hat er großartig in Szene gesetzt. Ethel ist und bleibt mein Liebling. Für alle, die was zum Lachen möchten, wenn es durchaus mal etwas böser sein darf.

– Thees Uhlmann – Sophia, der Tod und ich
Der Tod läutet, jetzt sind es nur noch drei Minuten zu leben. Doch dann läutet es noch einmal und die Ex-Freundin steht vor der Tür. Moment, das geht doch gar nicht, er war doch gerade dabei zu sterben! Auch der Tod ist verwirrt, aber macht das Beste daraus. Die drei gehen erst einmal in eine Kneipe… Ein ganz besondere Mischung, viel Stoff zum nachdenken, aber immer gewürzt mit einem Lachen. Mit einem äußerst sympathischen Tod, der eben seinen Job macht. Kandidat zum Lieblingsbuch 2015. Weiterlesen

Leserückblick Oktober 2015

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Gelesen:

Rebecca Gablé – Der Palast der Meere
Band Fünf der Waringham-Reihe und noch immer grandios. Geschichte unterhaltsam verpackt, ohne dabei an Niveau zu verlieren, das schafft Frau Gablé immer wieder, auch in diesem Fall. Der fünfte Band der Waringhams spielt zur Regierungzeit von Königin Elizabeth I., erzählt aus der Sicht von Eleanor von Waringham, die als Spionin im Dienst ihrer Majestät steht. Dazwischen folgt man Eleanors Bruder Isaac bei seinen Abenteuern auf See, der erst mal eher unfreiwillig in die neue Welt aufbricht, aber schnell am Seefahrerleben Gefallen findet. 1000 Seiten Geschichte, die viel zu schnell weggeschmökert sind.

Ratih Kumala – Das Zigarettenmädchen
Drei Söhne auf der Suche nach der Vergangenheit ihres Vaters. Die Geschichte einer Zigarettenfabrik und auch die Geschichte Indonesiens. Eine Familiengschichte, die einem nebenbei die Geschichte eines Landes nahebringt, über die viel zu lange geschwiegen wurde. Weiterlesen

Leserückblick September 2015

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Gelesen:

– Tad Williams – Spät dran am Jüngsten Tag, Bobby Dollar III
Dritter und leider letzter Teil der Bobby Dollar Reihe, wunderbare Urban Fantasy mit genau dem richtigen Schuss Humor für meinen Geschmack, mit einer ordentlichen Portion Spannung. Ich werde Bobby vermissen.

– David Small – Stiche
Die wahre Geschichte eines Jungen, der von seinem Vater mit Röntgenstrahlen behandelt wurde, weil das damals so üblich war. Als er dank der Behandlung Krebs bekam, erfuhr er das per Zufall, seine Eltern hielten es nicht für nötig, ihm das mitzuteilen. Bei der Behandlung der Geschwulst verliert er seine Stimme. Eine bedrückende Graphic Novel über Eltern, die nicht lieben konnten.

Anthony Ryan – Der Herr des Turmes, Rabenschatten II
High Fantasy, wie sie besser nicht sein könnte. Vaelin Al Sorna wünscht sich eigentlich nur Ruhe und Frieden, nach etlichen geschlagenen Schlachten. Weiterlesen

Leserückblick August 2015

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Nicht erschrecken, ich hatte Urlaub. 😉

Flix – Schöne Töchter
Ein großartiger Comic über das Leben, auf jeweils gerade mal einer Seite erzählt Flix ganze Romane. Auch für Nicht-Comicleser unbedingt eine Empfehlung.

Markus Heitz – Seelensterben, Exkarnation 2
Die gelungene Fortsetzung, auch wenn die Besetzung den Leser inzwischen ziemlich fordert, weil doch sehr viele Charaktere aus anderen Büchern auftauchen. Trotzdem wieder ein Pageturner und eben einfach Heitz, super spannend und nichts für empfindliche Seelen.

Michael Punke – Der Totgeglaubte
Wer Indianergeschichten und Lederstrumpf mochte, sollte hier unbedingt reinschauen. Die wahre Geschichte eines Trappers, der nach dem Angriff eines Grizzlys für tot geglaubt mitten in der Wildnis liegen gelassen wurde und durch harten Willen und mit ein bisschen Glück überlebt. Weiterlesen

Leserückblick Juli 2015

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Der Juli war ein Monat voller Buch-Highlights, eines schöner als das andere. Wahrscheinlich habe ich deshalb auch das eine abgebrochen, das mich nicht wirklich begeistern konnte, die Messlatte hing hoch.

Gelesen:

– Anne Kanis – Nichts als ein Garten
Die Geschichte einer Sängerin, die von der großen Karriere träumt, während sie in der Rathauskantine Kaffee ausschenkt und auf Firmenfeiern singt. Aber auch die Geschichte einer Kindheit in der DDR und der Veränderungen nach der Wende. Wunderschön geschrieben, einmal angefangen nicht mehr wegzulegen.

– Markus Heitz – AERA
Wöchentlich erscheinende eBook Serie, Dark Fiction mit viel Spannung und der grandiosen Idee, die Götter einfach mal auf der Welt auftauchen zu lassen. Götter, die gefälligst Aufmerksamkeit wollen. Dazwischen ein Atheist als Ermittler von Interpol. Das bringt Spaß. Mein Zwischenfazit lest ihr hier. Weiterlesen

Leserückblick Juni 2015

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Im Juni habe ich endlich mal wieder mehr Bücher zu Ende gelesen, die meisten unterliegen aber leider noch der Pressesperrfrist. Deshalb mal wieder ein eher kurzer Rückblick auf den letzten Lesemonat. Zu den beendeten Büchern kommen noch 46 angelesene, ich freue mich jetzt endlich die Zeit zu haben, die gefundenen Schätze in Ruhe zu lesen.

Gelesen:

– Michael Robotham – Bis Du stirbst
Robotham schafft es immer wieder, mich zu begeistern, noch hat mich keiner seiner Thriller enttäuscht. Er blickt in seelische Abgründe und packt sie in fesselnde Thriller, immer wieder grandios. Weiterlesen

Leserückblick Mai 2015

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Dieser Rückblick wird für meine Verhältnisse extrem kurz. Was nicht daran liegt, dass ich nicht gelesen hätte. Aber Mai ist der Monat der Vorschauen und Herbstnovitäten, da lese ich vieles erst einmal nur an. Was mir davon gut gefällt, wird später in Ruhe ganz gelesen. Deshalb kommen zu den aufgezählten Büchern noch 58 angelesene mit insgesamt 3503 Seiten dazu, die ich hier aber nicht alle aufzählen werde.

Gelesen:

– Jeremiah Pearson – Die Täuferin
Angefangen, weil es zum Teil in Würzburg spielt. Abgebrochen, weil es mir zu sehr Standardhistorienschinken war. Die lese ich nur selten wirklich gerne.

– Loisel & Tripp – Das Nest 7, Charleston
Langsam aber sicher geht es auf das Ende der Reihe zu, der Herbst ist schon da. Wieder ein wunderschöner Band aus dieser Comicreihe, die in einem kanadischen Dorf zu Beginn des letzten Jahrhunderts spielt.

– Barbara Yelin – Irmina
Bedrückend und beeindruckend. Die Geschichte einer jungen Deutschen, die in London eine Ausbildung macht, der Krieg zwingt sie aber zurück nach Deutschland. Sie wäre so gerne selbständig, hat ihren eigenen Kopf, keine Eigenschaften einer guten deutschen Ehefrau zu dieser Zeit. Das ist Irmina.

– Terry Pratchett – Dralle Drachen
Diese Kurzgeschichten hätte man besser in der Schublade verstauben lassen, statt sie auf Erstlesergröße zwanghaft zu einem Buch zu machen. Mehr dazu demnächst in der Rezension.

– Boulet & Pénélope Bagieu – Wie ein leeres Blatt
Durch Zufall gefunden und es war noch besser, als ich erhofft hatte. Eloise sitzt auf einer Parkbank und erinnert sich an nichts. Überhaupt nichts. Nicht ihren Namen, wo sie wohnt, wer sie ist und wie sie überhaupt hierher kommt. Sie macht sich auf die Suche, nach sich selbst. Wunderbar umgesetzt, zum mitlachen und mitweinen in einem.

Leserückblick April 2015

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Jasper Fforde – Die letzte Drachentöterin
In einer Welt, in der die Magie langsam verschwindet, gibt es auch nur noch einen letzten Drachen. Ebenso wie die letzte Drachentöterin, die den Drachen eigentlich gar nicht töten will. Wunderbar schräge Geschichte im Fforde-Stil.

Vera Brosgol – Anya’s Ghost
Wenn Deine beste Freundin seit Jahren tot ist und Du zu spät merkst, dass sie ihre ganz eigenen Vorstellungen von eurer Freundschaft hat… Mehrfach ausgeszeichnete Graphic Novel, mit stark steigendem Gruselfaktor, großartig!

Dörte Hansen – Altes Land
Wie die Vergangenheit immer auch in die Gegenwart hineinreicht. Es ist schwer, die Fesseln des Erlebten abzulegen. So ergeht es auch den Frauen in dieser Geschichte, um das Überleben im Krieg, das Leben danach und wie es sich unerwartet doch noch ändern kann. Emotional und berührend, aber ohne Kitsch, eine wunderschöne Geschichte. Weiterlesen