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Es wird wild

Auch bei den “Albae” von Markus Heitz geht es nicht sehr friedlich zu. Aber ich mache jetzt noch einen kleinen Ausflug in die Wildnis in Afrika im Jahr 1900. Gina Mayer hat ein neues Buch geschrieben, diesmal ein Jugendroman. “Die Wildnis in mir” erzählt von der 16jährigen Henrietta, die mit ihrer Mutter nach Afrika auswandert.

Schon nach den ersten Seiten ist mir Henrietta sehr sympathisch und ans Herz gewachsen. Auch wenn sie mich mit ihrer Handlungsweise manchmal an das verwöhnte Nesthäkchen erinnert. Verwöhnt ist Henrietta allerdings beileibe nicht, seit ihr Vater starb leben sie und ihre Mutter in Armut. In Afrika erhoffen sie sich ein neues und besseres Leben.

Auch wenn es als Jugendbuch bezeichnet wird und die Protagonistin gerade mal 16 ist, würde ich das Buch auch Erwachsenen empfehlen. Der Schreibstil passt für beide Lesergruppen gleichermaßen.

Ziemlich fantastisch

Unfantastisch im Sinne des Genres war meine Bus- und Pausenlektüre, nämlich “Alles inklusive” von Doris Dörrie. Fantastisch im Sinne von “ich hatte viel Spaß damit” war sie aber alle mal. Es war mein erstes Buch dieser Autorin, aber sicher nicht das letzte.

“Die letzten Gerechten” von Paul Hoffman gehören zur Fantasy, fand ich aber nicht wirklich fantastisch. Nach 200 Seiten habe ich jetzt aufgegeben. Der erste Band, “Die linke Hand Gottes”, hatte mich schon nicht vollständig überzeugt. Die Fortsetzung begann zwar sehr gut, ließ aber leider auch schnell wieder nach. Es sind viele gute Ideen drin, aber dazwischen auch zuviele lange und zähe Stellen. Wirklich genervt hat mich die Verwendung bekannter Städte- und Ländernamen, aber nicht in der bekannten geographischen Lage. Oder kann man seit neuestem den Rhein von Frankfurt aus hoch fahren um nach Spanien zu gelangen? In diesem Buch schon. Aber ohne mich.

Statt dessen gibt es jetzt endlich den lange erwarteten zweiten Band der Albae “Vernichtender Hass” von Markus Heitz. Mit den Büchern von Mahet hatte ich bisher noch immer viel Spaß, das wird sicher auch dieses Mal nicht anders sein. Erst Recht, nachdem uns versprochen wurde, dass dieses Buch nicht mehr zu “milde” für Albae sei. Der erste Band war ein wenig zu zahm, im Vergleich zu dem, wie man die beiden in “Die Zwerge” kennen gelernt hatte. Oder ich bin inzwischen zu abgehärtet von seinen Büchern. ;)

Kunterbunt querbeet

Gerade lese ich mal wieder zu viele Bücher auf einmal. “Die letzten Gerechten” von Paul Hoffman fingen sehr gut an, endlich wurde mal ein wenig erklärt. Aber gerade zieht es sich doch wieder ein wenig.

In “Mission Clockwork” von Arthur Slade wollte ich ja nur mal kurz reinschauen. Weil es mich interessiert, wie Steampunk im Jugendbuchbereich umgesetzt wird. Da wurde ich von einer sehr spannenden Geschichte und ausgefallenen Charakteren überrascht, jetzt kann ich es nicht mehr zur Seite legen.

“Rotkehlchen” von Jo Nesbø hatte ich auf einer Reise angefangen, aber parallel dazu “Erlösung” von Jussi Adler-Olsen gelesen. Dabei ist es mir zum ersten Mal passiert, dass ich tatsächlich mit Parallel-Lektüre durcheinander kam. Zwei skandinavische Krimis mit jeweils zwei Zeitebenen waren dann wohl doch zu viel des Guten. Wird demnächst fertig gelesen.

“I shall wear midnight” von Terry Pratchett ist wie von ihm gewohnt sehr gut. Aber bisher eher etwas schwere, im Sinne von traurige und bedrückende, Kost. Dafür muss ich erst in die richtige Stimmung kommen. Sein Humor ist natürlich noch immer da, aber Tiffany ist erwachsen geworden und muss mit allerhand fertig werden.

Gehört wird seit gestern “Ein König für Deutschland” von Andreas Eschbach. Es fängt sehr spannend an, mal sehen wie es weitergeht.

“Nichtlustig, das dicke Cartoonbuch” von Joscha Sauer zählt eigentlich nicht als Parallelbuch. Comics und Cartoons lese ich im Bett, weil ich damit besser abschalten kann. Dieses ist gerade mein Nachttischbuch. Es tut einfach gut, mit einem breiten Grinsen im Gesicht einzuschlafen.

Es geht weiter

Vielen Dank für all die lieben Kommentare zu meiner Urlaubsankündigung! Der Urlaub hat wirklich gut getan, gegen Ende haben die Tippfinger auch wieder gekribbelt und es wurden ein paar Rezensionen geschrieben. Gelesen habe ich im Vergleich zu früheren Urlauben relativ wenig, aber immer noch genug. ;) Statt dessen war ich viel unterwegs, mal nach Osten, mal nach Westen. Wenn ich nicht in der Weltgeschichte umher gereist bin, gab es Konzerte, Theateraufführungen und endlich mal wieder den lange vermissten Bloggerstammtisch in Würzburg.

Ganz ohne Bücher ging es aber natürlich doch nicht.

“Blutspiele” von Iris Johansen habe ich relativ schnell wieder abgebrochen. Hellseherei oder Kommunkation mit Geistern, und dann auch noch die Übertragung dieser Fähigkeit auf andere Menschen, das hat in einem klassischen Krimi für mich nichts zu suchen. Entweder ein Mystery-Thriller oder ein Krimi, aber nicht beides. Vielleicht bin ich auch einfach mit den falschen Erwartungen daran gegangen.

“Die linke Hand Gottes” von Paul Hoffman lag schon eine Weile auf dem SUB, ich wollte es immer lesen und kam dann doch nicht dazu. Jetzt kam der benötigte Tritt in den Allerwertesten, der zweite Band der Reihe. Also habe ich endlich den ersten gelesen und richtig schöne epische Fantasy vorgefunden. Mit ein paar kleinen Schönheitsfehlern für mich, aber die lest ihr dann in der Rezension.

“Erebos” von U. Poznanski war sehr spannend und wurde innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Ein packender Jugendthriller über die Macht, die ein Computerspiel ausüben kann. Nicht nur in der virtuellen, auch in der realen Welt.

“Mind Control” von Tom Finn hat mich mal wieder in die Welt der Justifiers entführt. Die vielen Anspielungen auf real existierende Personen und andere Justifiers Bände haben dem sowieso schon spannenden Band noch das I-Tüpfelchen aufgesetzt.

“Mordsgouda” von Annette Birschel hat sich als perfekte Balkonlektüre entpuppt. In einem Rutsch durchgelesen und dafür einen Sonnenbrand kassiert. Sehr sympathische Beschreibung der Holländer und der doch ganz eigenen Lebensart unserer Nachbarn.

“Bookanizer” von Susanne Bohne habe ich nur quergelesen, weil ich meine Chick-Lit Phase schon eine Weile hinter mir habe. Humor, Niveau und Schreibstil waren aber überzeugend, wer zum Beispiel die Romane von Kerstin Gier mag, hat hiermit sicher auch seinen Spaß.

“Sorry, ihr Hotel ist abgebrannt” von Stephan Ort und Antje Blinda habe ich erst nach meinen Reisen gelesen. Mich dabei amüsiert und gefreut, dass es mir besser ergangen ist. Ja, manchmal tut ein wenig Schadenfreude ganz gut. ;)

Das war der Bücherteil meines Urlaubs. :) Die Rezensionen dazu folgen in den nächsten Wochen.

Im Krimifieber

Den zweiten Band von Jussi Adler-Olsen habe ich gerade fertig gehört, den dritten werde ich mir gleich morgen runter laden. “Schändung” gefiel mir noch um einiges besser als “Erbarmen”. Jetzt bin ich auf “Erlösung” gespannt. Das Ermittler-Team ist mir richtig ans Herz gewachsen, was habe ich in der letzten halben Stunde um sie gebangt.

Dank der Hörbücher bin ich jetzt auch lesetechnisch wieder krimineller geworden. Eigentlich lese ich noch an den letzten Seiten von “Wo die alten Damen wohnen”, von Pascale Gautier. Das mir auch sehr gut gefällt, die alten Damen bringen einen zum nachdenken. Das ältere Menschen oft etwas schrullig und schwierig werden, haben wir alle schon erlebt. Die Damen zeigen dem Leser diese Welt von der anderen Seite. Warum sind sie wohl so geworden? Alt sein ist nicht immer leicht. Ein ruhiges Buch mit viel Charme, bei dem man aber auch immer wieder ein freches Alte-Damen-Lächeln blitzen sieht.

Parallel dazu beginne ich gleich mit “Blutspiele” von Iris Johansen. Der Klappentext klang gut, Rezensionen schaue ich mir vorher absichtlich nicht an. Ich lasse mich jetzt mal von einer, mir bisher ganz fremden, Autorin überraschen.

Von “Emerald” überrascht

Als ich den Klappentext zu “Emerald” von John Stephens las, war ich nicht wirklich überzeugt, dass es ein Buch für mich sein könnte. Es klang doch sehr nach Standard. Drei Geschwisterkinder, schweres Schicksal, großes Abenteuer. Nach einigen positiven Rezensionen habe ich dann doch mal einen Blick hinein geworfen. Seit dem klebe ich an den Seiten fest…

Die Geschwister erinnern mich wirklich sehr an die drei aus Narnia. Die große Schwester, die auf die anderen achtet, der mittlere Bruder, bedacht und der Gelehrte, die jüngere Schwester, ein kleiner Wildfang. Aber es stört mich überhaupt nicht, weil die Geschichte um ihr Geheimnis, von dem sie selbst nichts ahnen, so spannend ist. Von der ersten Seite an war ich gefesselt, kann mich dem wunderbar atmosphärischen Schreibstil kaum entziehen. Deshalb werde ich jetzt auch weiter lesen statt zu schreiben. ;)

Jeden Tag kann Dienstag sein

Wie das gehen soll? Zum Beispiel mit den Dienstagsfrauen. ;) Unglaublicherweise hatte ich tatsächlich schon wieder Losglück und habe beim KiWi Verlag das Buch “Die Dienstagsfrauen” von Monika Peetz und die DVD dazu gewonnen. Das Buch ist sogar signiert, von der Autorin und den Schaupielerinnen.

Das Buch ist mir in letzter Zeit immer wieder begegnet, ich war mir aber nicht sicher, ob es wirklich etwas für mich ist. Jetzt weiß ich, dass ich beinahe was verpasst hätte! Das Buch hatte ich gleich als Buslektüre eingepackt, weil es so schön handlich ist. Allerdings konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen, als ich wieder aus dem Bus ausgestiegen war. Erst landete ich damit auf dem Balkon, dann las ich beim Essen weiter…

Ein richtig schöner Sommerschmöker über Freundschaft und Wege. Wege zu sich selbst, zur Ehrlichkeit, zum eigenen Glück. Vielen Dank an den Kiepenheuer & Witsch Verlag, der mir diese tollen Lesestunden beschert hat! Die DVD schaue ich mir erst an, wenn das erste Lesegefühl vergangen ist. Als kleine Auffrischung.

Feurige Leserunde

Heute beginnt die Leserunde zu Ann-Kathrin Karschnicks “Die Feuerritter – Kampf um Teinemaa”. In letzter Zeit habe ich nur an wenigen Leserunden teilgenommen, weil die Terminfindung meist Monate im Voraus geschieht und ich nicht so lange warten wollte, bis ich ein Buch lesen kann. Auf diese Leserunde freue ich mich allerdings sehr, weil ich nicht nur die Autorin kenne, sondern auch einige der Mitlesenden. Man schreibt doch gleich ganz anders, wenn man den Menschen hinter den Posts kennt.

Zum Buch kann ich euch nicht viel sagen. Auf den Fantasy-Days hatte ich eine Lesung dazu gehört und es mir anschließend gekauft, seit dem aber nicht mehr auf den Klappentext geschaut. Ich lasse mich jetzt einfach überraschen.

Kriminelles Nordlicht

Die Skandinavier verbreiten sich immer mehr in der Krimilandschaft, auch ich habe jetzt mit einem weiteren Bekanntschaft gemacht. Jussi Adler-Olsens erster Band um Kommisar Carl Morck “Erbarmen” ist bei mir eingezogen und wird auch schon verschlungen.

In den letzten Monaten bin ich immer wieder mal über den Namen des Autors gestolpert, bei den meisten war die Begeisterung über seine Bücher groß. Dass es “Erbarmen” jetzt als Taschenbuch gibt, hat den entscheidenden Ausschlag gegeben. Carl Morck kehrt nach einer längeren Pause wegen eines traumatischen Einsatzes wieder in den Dienst zurück, und soll sich um Fälle kümmern, die seine Kollegen ungelöst zu den Akten legen mussten. Vor fünf Jahren verschwand eine junge Politikerin spurlos, wahrscheinlich ist sie ertrunken. Ihre Leiche wurde aber nie gefunden. Sprang sie selbst in den Tod oder half jemand nach? Schnell zeigt sich, dass viel mehr hinter der Sache steckt, als man anfangs ahnt.

Bisher gefällt es mir sehr gut, der Schreibstil ist angenehm, es flutscht einfach so weg. Die Spannung wird immer auf einem angenehmen Level gehalten, der einen ganz von selbst weiter lesen lässt. Ich hoffe nur, dass die Auflösung nicht die ist, die ich seit 100 Seiten schon im Hinterkopf habe. Das würde mich doch sehr enttäuschen. In 200 Seiten werde ich es wissen.

Andere Götter

Lektüremäßig geht es bei mir immer noch göttlich zu, diesmal aber keine griechischen Götter. Mama Maschine und Großväterchen Uhr haben in “Die Götter von Whitechapel” von S. M. Peters einen Teil Londons in ihre Gewalt gebracht. Sie beherrschen die Menschen, sind fast allgegenwärtig. Ihre Diener sind mehr Maschine als Mensch, angetrieben von Öfen in der Brust anstelle von Herzen.

Ein richtig schöner Steampunk-Roman, wenn man erst einmal hinein gefunden hat. Die ersten Seiten haben es mir nicht leicht gemacht. Es tauchten sehr viele Personen auf einmal auf, lange blieb unklar, wer auf wessen Seite ist und worum es überhaupt geht. Kurz bevor ich das Buch schon aufgeben wollte, hat es mich dann aber gepackt, jetzt kann ich mich kaum noch davon lösen.