Archive for Ich lese gerade…

Dreckige Lektüre

KillyourFriends

“Kill your Friends” ist nicht mein erstes Buch von John Niven, zum Glück. Ich glaube, ich hätte mich an die anderen danach nicht mehr heran getraut. Sein Schreibstil ist ja mir als direkt bekannt, die eine oder andere heftige Szene gab es auch mal bei “Straight White Male” oder “Gott bewahre”. Aber hier besteht scheinbar das ganze Buch nur aus solchen Szenen.

Dreckig ohne Ende, Drogen, Sex und zur Erholung mal Alkohol, in der Musikbranche scheint es wirklich derb zuzugehen. Das schlimme daran ist, man kann sich sehr gut vorstellen, dass es wirklich so zugeht. Auf die Verfilmung bin ich sehr gespannt, die wird entweder sehr gekürzt und weichgespült, oder erhält eine Freigabe ab 18 Jahren. Und trotzdem macht das Buch Spaß. Fragt mich jetzt nicht warum, das muss ich noch mit mir selbst aushandeln.

Zwischendurch lese dann noch am Nachschub von Sebastian Niedlich, passend zur Jahreszeit, “Der Tode, der Hase, die Unsinkbare und Ich”. Der Hase ist natürlich der Osterhase. Der hilft allerdings nur bedingt, “Kill your Friends” aus den Gehirnwindungen zu bekommen. Dieser Osterhase ist so ganz anders, als man ihn sich vorstellt. Mehr erzähle ich euch davon nicht, lest auf jeden Fall erst “Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens”, mit dem ich schon sehr viel Spaß hatte. Die Rezension dazu veröffentliche ich demnächst.

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Frauen und Bücher

FrauenBuecher1

Seit langem mal wieder ein Beitrag in der Rubrik “ich lese gerade”. Weil mir dieses Buch so gut gefällt, dass ich euch nicht auf die Rezension warten lassen wollte.

“Frauen und Bücher” erzählt über das Lesen und was es für Frauen bedeuten kann. Es beginnt im 18. Jahrhundert, als Frauen Bücher gerade erst für sich entdeckten. Und mit ihnen eine ungeahnte Freiheit fanden, zumindest zwischen den Buchdeckeln und in ihren Gedanken. Zu oft waren sie gefangen in den Konventionen. Doch ein paar bewundernswerte Frauen haben sich von diesen Zwängen befreit, nicht nur aber auch wegen der Bücher. Die sie lehrten, selbständig zu denken, selbständig sein zu wollen. » Read more

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Schwere Entscheidungen

dreierleiklein

Gerade ist es wirklich schwer, sich für eine Lektüre zu entscheiden. Habe ich es doch tatsächlich geschafft, gleich drei gute Bücher auf einmal anzufangen.

“Die dunklen Gassen des Himmels” von Tad Williams stand schon lange im Terminkalender, am Mittwoch ist er endlich erschienen und wurde natürlich sofort begonnen. Die ersten Seiten sind vielversprechend, ich musste heute Morgen etwas schneller auf die Arbeit laufen, weil ich am Buch hängen blieb.

Eigentlich dienstlich hatte ich “Die Jünger Jesu” von Leonhard Frank begonnen. Im Herbst startet die Aktion “Würzburg liest ein Buch” zu eben diesem Buch, da wir als Buchhandlung beteiligt sind, sollte ich es auch gelesen haben. Ganz ehrlich, ich ging ja kritisch dran. Und kam gleich beim ersten Anlesen später ins Bett als geplant, weil ich mich festgelesen hatte. Die Sprache ist etwas ungewohnt, aber es fesselt mit einer unglaublichen Atmosphäre. Manche Szenen verfolgen mich noch stundenlang.

Als ob die beiden nicht schon reichen würden, um chronisch mit allem zu spät dran zu sein, musste ich auf Skoobe auch noch “Die Frauen, die er kannte” von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt anfangen. Eigentlich wollte ich nur mal reinlesen, um zu wissen, was daran so gut sein soll. Jetzt klebe ich fest, ohne genau sagen zu können, was da so einen Sog entwickelt. Die gelungene Mischung aus allem wahrscheinlich.

Das Wochenende werde ich wohl damit verbringen, alle drei zu beenden.

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Mein Abschied vom Tal

TalJagd

 

Vor einer ganzen Weile begann mit “Das Tal Season 1″ von Krystyna Kuhn eine Reihe, die mich fesselte. Die vier Bände der ersten Season las ich jeweils am Stück, Spannung pur. Doch langsam wuchs der Wunsch nach Auflösung, im Tal des Grace Colleges geht viel rätselhaftes vor, kaum jemand scheint rein zufällig auf diesem College zu sein. Schon vor ein paar Jahren kam es zu einer Reihe von Todesfällen, jetzt geht es damit wieder los. Der Plot für eine richtig gute Mystery Thriller Reihe.

Und doch nehme ich mit “Die Jagd”, Band Drei aus Season 2, endgültig Abschied vom Tal. Schon Band 1 der zweiten Season ließ mich entäuscht zurück. Immer noch kein bisschen Auflösung, nur immer noch mehr Rätsel. “Der Fluch” ließ ich dann schon aus, “Die Jagd” konnte ich mir ausleihen und gab der Reihe damit noch einmal eine Chance. Vergebens. Bei der Lektüre habe ich 100 Seiten mittendrin übersprungen und scheinbar nichts verpasst. Wieder Schema X, ein bisschen Vergangenheit aufdecken, die große Gefahr noch ein wenig näher kommen lassen, aber nur nicht verraten, war mit dem Tal überhaupt los ist. » Read more

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Eindeutig kriminell

Momentan geht es bei meiner Lektüre wieder sehr kriminell zu. Nach “Dein Wille geschehe” von Michael Robotham, das wieder sehr großartig war, folgt schon der nächste Krimi. Zwischendurch habe ich nur mal eben “Silber” von Kerstin Gier gelesen, aber davon darf ich euch erst frühestens in drei Tagen erzählen.

Weiter geht es jetzt mit “Bußestunde” von Arne Dahl. Der Abschluss seiner Reihe um das A-Team. Auch wenn es schon die nächste, genauso gute, Reihe gibt und einige bekannte Gesichter dem Leser dort erhalten bleiben, ein seltsames Gefühl. Abschiede von guten Reihen sind nie schön. Vielleicht lag es deshalb schon ein paar Tage hier, bevor es jetzt endlich gelesen wird.

Als Hörbuch folge ich auch einem Kriminellen, auf der Reise durch seine Vergangenheit. Ich höre immer noch “Knapp am Herz vorbei” von J. R.  Moehringer und genieße jede Minute, viele sind nicht mehr übrig.

Mal sehen, wie lange diese kriminelle Phase anhält, und was danach folgt. Gerade hätte ich auch Lust auf den nächste Harry Dresden, immerhin eine Mischung aus Fantasy und Krimi.

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Wunder und Herzen

Hört sich kitschiger an, als es ist. Am Sonntag habe ich am Stück “Ein Jahr voller Wunder” von Karen Thompson Walker gelesen. Was passiert, wenn die Welt sich plötzlich langsamer dreht und die Tage länger werden? Das ganze aus der Sicht einer elfjährigen, die zusätzlich noch die üblichen Teenagerprobleme hat. Sehr schönes Buch.

Danach durfte es wieder etwas brutaler werden. “The Walking Dead” von Robert Kirkman habe ich ziemlich schnell nur noch quer gelesen. Meistens war es doch nur dasselbe, flüchten vor Zombies, kämpfen gegen Zombies, flüchten vor Zombies… ihr ahnt wie es weiter geht. Die Comics bieten viel mehr Tiefe und Hintergrund, ich werde dabei bleiben.

Also wurde es doch der Thriller, “Dein Wille geschehe” von Michael Robotham ist die aktuelle Lektüre. Damit lese ich mich nach “Der Insider” und “Todeswunsch” zwar rückwärts durch die O’Loughlin Reihe, das tut der Spannung aber keinen Abbruch.

Gehört wird gerade “Knapp am Herz vorbei” von J. R. Moehringer und es ist mal wieder eines der Hörbücher, für die ich alles um mich herum vergesse. Die Geschichte des Bankräubers Willie Sutton, der nach 17 Jahren aus der Haft entlassen wird und sich an seine Vergangenheit erinnert. Toll gelesen, tolle Geschichte, ich bin begeistert!

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Regenzeit ist Lesezeit

Auch wenn es ganz schön ist, guten Gewissens auf der Couch zu bleiben und zu lesen, so langsam könnte der Regen mal aufhören. Sich endlich mal in den Garten setzen zu können und dort lesen, das wäre toll.

Damit ihr wisst, dass ich nicht nur von Standardregen schreibe. Hier säuft gerade alles ab. Ein großes Festival am Mainufer musste geschlossen werden, weil spätestens morgen früh alles unter Wasser steht, den Stadtstrand erwischt es schon früher. Die Wetter-App meldet “Markantes Wetter – Dauerregen. Eventuell übergehend in Unwetterwarnung”. Ich gehe gar nicht mehr ohne Regenjacke aus dem Haus, seit zwei Wochen. Es nervt einfach nur noch.

Natürlich wurde die Zeit genutzt, “Verkaufen an Adam & Eva” von Diana Jaffé wurde zum Beispiel gelesen. Ein Buchtipp für alle, die im Verkauf tätig sind, egal wie lange schon. Ich habe mir ein paar Tipps mitgenommen, die ich jetzt unauffällig an den männlichen Kunden testen werde. Mit den weiblichen bin ich dank Geschlechtsgleichheit sowieso auf einer Wellenlänge. In ein paar Punkten habe ich mich wirklich ertappt gefühlt. Einige Dinge lassen sich übrigens auch gut in der Beziehung anwenden. ;)

Dann habe ich mich doch mal wieder von einer Dystopie überzeugen lassen, weil ich den Autor Dan Wells gerne lese. Leider fand ich “Partials I – Der Aufbruch” eher enttäuschend. Gute Idee, aber viel zu oberflächlich abgearbeitet. Und Logikfehler. Ich hasse dicke Logikfehler! Man hatte den Eindruck, dass es ein viel dickeres Buch hätte werden sollen und jemand sehr ungeschickt mit der Schere daran ging.

Um so mehr genieße ich gerade “Sturmnacht” von Jim Butcher, den ersten Teil der Reihe “Die dunklen Fälle des Harry Dresden”. Ein genialder Urban Fantasy Krimi, der genau meinen Humor trifft und verdammt spannend ist. Zum Glück gibt es momentan schon 12 Bände, übrigens bei “Feder & Schwert” erschienen. Ein Verlag, in dem ich immer wieder großartige Perlen entdecke.

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Buchfresserchen

Endlich mal wieder Zeit zum lesen! Diese Woche habe ich Urlaub und dank des miesen Wetters kann ich ruhigen Gewissens auf der Couch bleiben und Bücher verschlingen. Das führt zu einem enormen Bücherverschleiß, ein tolles Gefühl, nachdem lesen eine ganze Weile zu kurz kam.

Beendet habe ich “Gold” von Chris Cleave und “Das mechanische Herz” von Dru Pagliassotti. Danach innerhalb von zwei Tagen “Ein ganzes halbes Jahr” von Jojo Moyes gelesen, das als leichte Zwischendurchlektüre sehr schön und furchtbar traurig war.

Danach stand eigentlich mit “Der Sohn des Greifen” von George R. R. Martin ein Buch auf dem Plan, das ich schon sehr lange hier stehen habe. Mich aber immer nicht überwinden konnte, weil ich die ersten Bände noch in der alten Übersetzung gelesen hatte. Die ersten 200 Seiten habe ich jetzt endlich gelesen und ertappe mich ständig dabei, die eingedeutschten Namen zurück zu übersetzen. Wie kommt man nur auf die selten dämliche Idee, mitten in einer Reihe plötzlich alle Eigennamen zu übersetzen, die man vorher 8 Bände lang auf Englisch ließ? Das ist für alle treuen Stammleser, die die Reihe erst zu dem machten, was sie heute ist, ein Schlag ins Gesicht. Dank der komplett neuen Cover, die wirklich schön sind, aber keine Ähnlichkeit mit dem Anfang der Reihe haben, sieht es nicht nur im Regal unschön aus, es liest sich auch noch sehr schwer. Ich komme einfach nicht richtig rein.

Daher hatte Gianrico Carofiglio es auch nicht wirklich schwer, mich in der Lektüre zu unterbrechen. “In der Brandung” habe ich dann gleich mal innerhalb eines Tages ausgelesen, trotz Einkaufsbummel und Stammtisch am Abend.

Ein überraschend früher erschienenes Buch lässt mich weiter Abstand vom “Sohn des Greifen” halten. “Ein Wispern unter Baker Street” von Ben Aaronovitch war für Juni angekündigt, traf aber schon gestern in der Buchhandlung ein und wurde gleich von mir abgeholt. Dafür besucht man die Kollegen doch gerne mal im Urlaub. Die ersten Kapitel sind schon gelesen, wer die ersten beiden Bände mochte, sollte noch vor dem Wochenende los laufen und sich dieses Buch besorgen, es ist wieder großartig!

Bettlektüre ist dank beleuchtetem E-Book Reader “Partials I, Der Aufbruch” von Dan Wells. Die ersten Seiten waren etwas sehr rätselhaft, jetzt hat es mich gepackt. Auch wenn ich Dystopien nach der Masse eigentlich nicht mehr sehen mag, für besonders gute mache ich natürlich noch Ausnahmen.

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Auf vielen Pfaden

Schon immer habe ich mehrer Bücher parallel gelesen. Meistens liegt in fast jedem Zimmer eines, an dem ich gerade lese. Dank E-Book Reader und Smartphone sind es noch mehr geworden.

Momentan lese ich mal wieder drei Bücher gleichzeitig, auf Papier ist es “Gold” von Chris Cleave. Sein “Little Bee” hatte mich begeistert, das Thema von “Gold” schien eigentlich nicht so wirklich mein Thema zu sein: Sport. Aber das täuscht, von der ersten Seite an hat es mich erwischt, er trifft mal wieder den Nerv mit seiner Geschichte.

Letztes Wochenende war ich viel im Zug unterwegs und habe auf dem Kobo “Das mechanische Herz” von Dru Pagliassotti angefangen. Eindeutig Phantastik, darin aber schwer einem Genre einzuordnen. Egal was es ist, es ist großartig. Tolle Charaktere und eine faszinierende Welt gemixt mit einem spannenden Thriller. Deshalb wird es auch weiter gelesen, wenn ich nicht reise.

Auf Skoobe lese ich gerade “Das Festmahl des John Saturnall” von Lawrence Norfolk. Ich wusste gar nicht so recht, was mich erwartet. Der historische Roman hat mich aber schnell überzeugt und wird auf jeden Fall auch hier weiter gelesen.

Gerade zu Ende gehört habe ich “Hyddenworld II – Das Erwachen” von William Horwood. Wieder einmal ein Fantasy-Roman aus der Schmiede der Hobbit Presse von Klett Cotta, mit denen man eigentlich nichts falsch machen kann, wenn man gerne gut gemachte und auch mal anspruchsvollere Fantasy mag.

Manchmal fällt es schwer, sich zu entscheiden: Buch, Tablet mit Skoobe oder doch klein Kobo? Meistens entscheidet es sich alleine dadurch, was davon gerade in greifbarer Nähe liegt.

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Piper für zwischendurch

PiperUhr

Für die Arbeit lese ich immer mal wieder auch Kinder- und Jugendbücher. Sehr gerne sogar, das ist meistens eine sehr entspannte Zwischendurchlektüre. Seit gestern lese ich “Piper und das Rätsel der letzten Uhr” von Christoph Marzi und freue mich schon darauf, gleich wieder damit im Lesesessel verschwinden zu dürfen.

Piper muss für einige Tage zu ihrem Onkel ziehen. Dort ist es furchtbar langweilig, sie würde sogar lieber zur Schule gehen, als hier ihre Zeit zu verbringen. Aber dann landet sie im Septemberland und das Abenteuer beginnt.

Hier hat Christoph Marzi wieder seine Stärken versammelt: eine liebenswerte Protagonistin, wunderschöne Sprache und eine fantasievolle Welt, die voller spannender Abenteuer steckt. Diesmal schon für junge Leser ab 9 Jahren, aber ich genieße es gerade auch sehr.

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