Home › Category Archives › Bücherwelt

Emily liest jetzt auch elektronisch

Kurz vor Weihnachten habe ich mir einen lange gehegten Traum erfüllt, ein E-Book-Reader zog ein. Diesen Herbst kamen einige neue Modelle auf den Markt, die Preise für die Geräte sinken auch. Weihnachten stand vor der Tür, also gönnte ich mir endlich einen E-Book-Reader. Nachdem ich etliche Tests gelesen und auch einige Geräte in der Hand hatte, fiel meine Entscheidung auf den Kobo Touch.

Nicht nur, weil er einen so nett anlächelt, wenn man ihn weckt. Klar war, dass ich einen E-Ink-Reader möchte. Weil nur mit dem E-Ink-Display das Lesen wirklich angenehm für die Augen ist. Kein Flimmern, keine die Augen ermüdende Hintergrundbeleuchtung wie bei einem LCD Display. Wenn es zu dunkel wird, brauche ich eine Lampe. Wie bei einem echten Buch eben auch. Dafür kann ich aber auch draußen im Sonnenschein lesen, mit einem LCD-Display sieht man im Sonnenlicht nichts mehr. Der Akku hält auch wesentlich länger, mindestens vier Wochen, wenn man nicht 24 Stunden durch liest.

Wichtig war mir außerdem ein Touchscreen. Nachdem ich mich einmal mit einem Steuerkreuz durch einen Shop navigiert hatte war mir klar: so etwas kommt mir nicht ins Haus. Von meinem Smartphone bin ich es gewohnt, mich mittels Bildschirm-Berührung überall durch zu klicken. Das sollte bitte auch der E-Book-Reader bieten.

Damit fiel der Kindle von Amazon schon aus, die günstige Variante gibt es nur ohne Touchscreen. Abgesehen davon, lasse ich mir nicht gerne vorschreiben, wo ich meine E-Books kaufe. Wer den Kindle hat, muss bei Amazon einkaufen. Mit dem Kobo Touch oder dem Sony PRS-T1, die jetzt beide in der engeren Wahl waren, kann ich überall einkaufen. Außer bei Amazon. Amazon hat sein eigenes Format gestrickt, dass nur der Kindle lesen kann. Standard ist außerhalb von Amazonien das Epub-Format. Auf dem Rechner wird das kostenlose Programm Adobe Digital Editions installiert, man bekommt eine Adobe ID, die man auch im Reader eingibt, schon kann man problemlos Bücher vom Rechner auf den Reader überspielen.

Meistens zumindest, die Software von Sony hat mit dem DRM-Schutz der Dateien öfter Probleme. Was für mich den Ausschlag für den Kobo Touch gab. Beim Kobo ist auch schon ein Shop installiert, wenn ich ein W-LAN zur Verfügung habe, kann ich also jederzeit auch ohne Anschluss an den Rechner Bücher einkaufen. Ein Browser steht mir auch zur Verfügung, um mal eben Google oder Wikipedia zu befragen ganz praktisch. Eine Besonderheit des Kobo ist Reading Life, neben Lesestatistiken gibt es hier Preise in den verschiedensten Kategorien zu gewinnen. Eine Spielerei, aber eine nette. Sudoku-Freunde können zwischendurch auch mal eben ein Zahlenrätsel auf dem Kobo lösen. Die Software wird immer wieder mal upgedatet, so kann man inzwischen zum Beispiel Lesezeichen kommentieren.

Nach drei Wochen testen und lesen bin ich immer noch sehr zufrieden mit meiner Wahl. Dank des E-Book-Readers habe ich jetzt auch endlich einen Bibliotheksausweis für unsere Stadtbücherei. Bisher war es mir immer zu umständlich, dort Bücher auszuleihen, weil das mit meinen Arbeitszeiten schwierig war. Außerdem bin ich etwas eigen mit Büchern, die schon durch zig Hände gingen. Aber es gibt hier auch eine virtuelle Stadtbücherei, in der ich mir ganz bequem von zu Hause aus E-Books und auch andere Medien ausleihen kann. Ein toller Service, den ich inzwischen auch fleißig nutze.

Das ist jetzt wohl mein längster Blog-Beitrag seit langem, obwohl ich noch längst nicht alles erzählt habe. Ich war anfangs skeptisch, ob mir das lesen ohne Papier denn überhaupt Spaß machen würde. Inzwischen wünsche ich mir bei einem dickeren Buch, ich hätte es als E-Book. Der Kobo ist angenehm leicht, lässt sich locker mit einer Hand halten und durch antippen des Bildschirms umblättern. Lese ich im Bett ohne Brille, stelle ich die Schrift etwas größer, schon liest es sich viel angenehmer. Auf Reisen kommen keine 4 kg Bücher mehr mit, weil ich mich nicht entscheiden konnte. Meine Regale freuen sich, die nächsten Umzugshelfer auch. Ich bin glücklich mit meinem kleinen Kobo. :)

Buchsaitens Blogparade zum Jahresende

 

Momentan fehlt mir meistens die Zeit, um an Blogparaden teilzunehmen. Die Blogparade zum Jahresende von Buchsaiten lasse ich mir aber nicht entgehen, weil es immer wieder Spaß macht, die gelesenen Bücher des Jahres Revue passieren zu lassen. Hier also ihre Fragen und meine Antworten darauf:

* Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

“Mein fahler Freund” von Isaac Marion. Als ich den Klappentext las, befürchtete ich eine weitere Liebeschmonzette im Gruselgewand. Aber weit gefehlt, “Mein fahler Freund” ist viel mehr als ein Standard-Zombieroman oder ein Liebes-Roman. Dieser Roman enthält Hirn und Herzblut, aber in Form von erstaunlicher emotionaler und thematischer Tiefe, die ich in einem Zombiebuch so nie erwartet hätte. Wer erwartet von einem Zombie, der sich gerade mal an die Anfangsbuchstaben seines Namens erinnern kann, schon philosophische Anwandlungen?
* Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)

“Das Labyrinth der träumenden Bücher” von Walter Moers. Ein Buch, dass mal die Leserschaft teilt. Die einen sind ebenso begeistert wie von “Die Stadt der träumenden Bücher”, die anderen sind enttäuscht von einem überlangen Vorwort. Denn mehr ist dieses Buch nicht, der Titel ist irreführend. Ich hatte mich auf eine weitere abenteuerliche Reise ins Labyrinth der Bücher gefreut und wurde mit einem Aufguss des ersten Teils abgespeißt. Vieles ist Wiederholung, nur wenig neues findet sich hier. Positiv war nur die, wie gewohnt, liebevolle Gestaltung des Buches.

 

* Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Gianrico Carofiglio mit “In ihrer dunkelsten Stunde”. Seit langem mal wieder ein Ausflug in die italienische Krimi-Szene und dabei einem äußerst charismatischem Protagonisten begegnet. Der mich schnell in seinen Bann schlug. Gepaart mit einem interessanten Fall und einigen bemerkenswerten Charakteren. Die bereits erschienenen Bücher des Autors liegen schon bereit und werden nicht lange auf dem SUB warten müssen.

* Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

“Die Insel der besonderen Kinder” von Ransom Riggs. Das Cover passt wunderbar zum Buch, das darauf abgebildete Mädchen spielt eine wichtige Rolle darin. Gleichzeitig ist es ebenso geheimnisvoll und leicht unheimlich, wie die Geschichte selbst. Ein Cover, das einen nach dem Lesen des Buches sofort wieder in die Geschichte zurück holt.

* Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2012 lesen und warum?

Band 9 der Reihe “Das Lied von Eis und Feuer” von George R. R. Martin. Eine der besten aktuellen Fantasy-Reihen, großartige High Fantasy mit allem was dazu gehört. Ohne Schwarz-Weiß-Malerei, mit komplexen Charakteren und einer düsteren Welt voller verschiedenster Völker. Auf die Fortsetzung mussten wir lange warten, im Mai 2012 wird “Der Sohn des Greifen” endlich erscheinen.

Überraschungspost

Nina von Libromanie hat ein Überraschungspaket verlost und ich hatte Glück :) Sogar doppelt Glück. Zum einen, dass ich überhaupt gewonnen habe, zum anderen, dass die Post sich wirklich angestrengt hat und es noch am 24. Dezember ankam.

Im Päckchen fanden sich gleich zwei liebevoll eingepackte Geschenke und einiges an Süßkram. Lecker! Der Weihnachtsmann war von der langen und leicht hektischen Reise etwas geplättet, geschmeckt hat er trotzdem.

 

Weil es ja kein wirkliches Weihnachtsgeschenk war, wurden die Geschenke gleich geöffnet. Nina hat an die Folgen der Süßigkeiten gedacht und eine Zahnpasta mit eingepackt. Aber keine Standard-Zahnpasta, sondern ganz besondere, die sie von ihrem Italien-Kurztrip mitgebracht hatte. Warum sie diese Zahnpasta so toll findet, hat sie auf Libromanie erzählt. Ich werde sie demnächst testen, sie sieht auf jeden Fall schon mal besonders gut aus.

Bei einer Verlosung auf einem Bücherblog muss man natürlich auch mit einem Buch als Gewinn rechnen, zu Weihnachten auch mal mit weihnachtlicher Lektüre. “Es ist ein Elch entsprungen” von Andreas Steinhöfel kannte ich tatsächlich noch nicht. Das habe ich dank Nina aber noch am heiligen Abend geändert. Und mich bei der Lektüre sehr amüsiert, ein tolles Buch für Kinder ab 8, auch wenn sie nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben.

Vielen Dank liebe Nina, das war ein tolles Überraschungspäckchen! :)

Geschenk und gute Tat in einem

 

21 bekannte Autoren, aus den verschiedensten Genres, haben sich für ein karitatives Projekt zusammengetan und die Anthologie “Weihnachtsglanz” veröffentlicht. Der Erlös aus den Verkäufen dieses E-Books (4,99 €) geht zur einen Hälfte an “Writers in Prison”, zur anderen an “Trauer Fuchsbau”. Eine schöne Gelegenheit, gleich zweifach Freude zu bereiten. Egal ob man sich selbst oder jemand anderen damit beschenkt, eine Hilfe für andere ist es allemal.

Folgende Autoren haben sich mit einer Kurzgeschichte beteiligt:

Abstimmung beim Lovelybooks Leserpreis

 
Lovelybooks sucht wieder die Lieblingsbücher des Jahres und ihr dürft abstimmen. In zehn verschiedenen Kategorien wird der Preis in Gold, Silber und Bronze vergeben. Über 5.000 Leser haben 1.700 Bücher nominiert, die am häufigsten nominierten stehen jetzt zur Wahl. Noch bis zum 27. November könnt ihr eure Stimme abgeben, am 28. November werden dann die Gewinnerbücher bekannt gegeben.

In manchen Kategorien fiel mir die Wahl wirklich schwer, weil es so viele gute Bücher gab. In anderen stand für mich sofort fest, wen ich wähle. Ich wünsche euch viel Spaß beim abstimmen, 2011 hatte wirklich viele tolle Bücher zu bieten.

Zur Abstimmung geht es hier: Lovelybooks Leserpreis Abstimmung

Buchhandelsgeschichten, die das Leben schreibt

Wer neugierig ist, womit ich so meine Brötchen verdiene und was man da alles erlebt, der kann es jetzt auf “Ich mach was mit Büchern” von Leander Wattig nachlesen. Dort veröffentliche ich seit einer kleinen Weile Geschichten aus dem Leben einer Buchhändlerin. Alle garantiert so geschehen wie erzählt, versprochen. ;)

BuCon ist auch wieder

Wie jedes Jahr, seit jetzt schon über zwanzig Jahren, findet am Buchmessen Samstag (15.10.2011) in Dreieich bei Frankfurt die BuCon statt. Wer sowieso schon in Frankfurt ist und Fantasy oder Science Fiction mag, sollte unbedingt vorbei schauen.

Eine ganze Reihe von Autoren ist vor Ort und liest. Das Programm lässt einen so manches mal hadern, ob man im Maschinenraum oder doch lieber im Transporterraum vorbei schauen sollte. Spätestens wenn Tom Finn und Gesa Schwartz gleichzeitig lesen, müsste ich mich teilen. Leider kann ich dieses Jahr nicht vorbei kommen.

Gekrönt wird die Veranstaltung am Abend mit der Verleihung des “Deutschen Phantastik Preises 2011″

Vorgeschmack auf “Saeculum”

Wer “Erebos” gelesen hat und nicht mehr zur Seite legen konnte, kann sich freuen. Bald kommt Nachschub, am 2. November erscheint “Saeculum” von Ursula Poznanski im Loewe Verlag.

Ich bin schon sehr gespannt was uns erwartet. “Saeculum” spielt in der Rollenspiel-Szene, die mir nicht ganz fremd ist. Ein Rollenspiel mitten im Wald läuft anders als erwartet. Plötzlich wird aus dem Spiel bitterer Ernst. Der Trailer macht Lust auf mehr, lange müssen wir ja zum Glück nicht mehr warten.


“Saeculum”
Ursula Poznanski

Loewe Verlag, ISBN 9783785570289
14,95 €

Frankfurter Buchmesse 2011

Übermorgen ist es schon wieder so weit, die Frankfurter Buchmesse öffnet ihre Pforten. Vom 12. bis zum 16. Oktober trifft sich die Bücherwelt in Frankfurt am Main. Samstag und Sonntag besteht dann auch für Nicht-Fachbesucher die Möglichkeit, einen Tag mitten im Trubel rund um unsere Lieblinge zu verbringen.

Längst ist nicht mehr nur das gedruckte Buch dort zu finden, E-Book-Leser und Hörbuch-Hörer werden ebenso fündig wie die Bücherwürmer, die lieber Papier in Händen halten.

Ehrengast ist dieses Jahr Island. Dessen Literatur mir eigentlich nur im Krimibereich immer wieder positiv auffällt. Mal sehen, ob ich meinen Horizont erweitern und andere interessante Autoren finden kann.

Fahrt ihr zur Buchmesse? Welche Veranstaltungen stehen auf eurem Terminplan? Ich werde am Freitag dort sein und auf jeden Fall am Twittagessen (@buchgefluester) teilnehmen. Ist noch jemand von euch dabei?

Noch jemand in der Wildnis

Vor ein paar Wochen hatte ich hier ein doppelt gesendetes Exemplar von Gina Mayers “Die Wildnis in mir” verlost. Kalliope von “Es wird gelesen” hatte das Losglück getroffen.

Jetzt ist ihre Rezension dazu online, wie ihr das Buch gefallen hatte, könnt ihr hier lesen. Oder ihr lest das Buch gleich selbst. ;)