Archiv für Emily

Eindeutig kriminell

Momentan geht es bei meiner Lektüre wieder sehr kriminell zu. Nach “Dein Wille geschehe” von Michael Robotham, das wieder sehr großartig war, folgt schon der nächste Krimi. Zwischendurch habe ich nur mal eben “Silber” von Kerstin Gier gelesen, aber davon darf ich euch erst frühestens in drei Tagen erzählen.

Weiter geht es jetzt mit “Bußestunde” von Arne Dahl. Der Abschluss seiner Reihe um das A-Team. Auch wenn es schon die nächste, genauso gute, Reihe gibt und einige bekannte Gesichter dem Leser dort erhalten bleiben, ein seltsames Gefühl. Abschiede von guten Reihen sind nie schön. Vielleicht lag es deshalb schon ein paar Tage hier, bevor es jetzt endlich gelesen wird.

Als Hörbuch folge ich auch einem Kriminellen, auf der Reise durch seine Vergangenheit. Ich höre immer noch “Knapp am Herz vorbei” von J. R.  Moehringer und genieße jede Minute, viele sind nicht mehr übrig.

Mal sehen, wie lange diese kriminelle Phase anhält, und was danach folgt. Gerade hätte ich auch Lust auf den nächste Harry Dresden, immerhin eine Mischung aus Fantasy und Krimi.

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Jojo Moyes – Ein ganzes halbes Jahr

GanzeshalbesJahr

Louisa arbeitet in einem kleinen englischen Ort im Café und ist damit glücklich. Sie fällt mit ihrem etwas anderen Modegeschmack zwar auf, aber das stört sie nicht. Ihre Welt ist klein, aber so wie sie es sich wünscht. Bis sie eines Tages ihren Job verliert. Es gibt nicht viele Alternativen für sie im Ort, also bewirbt sie sich um die Stelle als Pflegehilfe bei einem Tetraplegiker. Einem Mann, der ab dem Hals abwärts bewegungsunfähig ist. Ohne zu ahnen, was aus diesem Job werden könnte.

Will war vom Glück verwöhnt. Er hat seinen Traumjob, verdient Geld ohne Ende, kann sich ein Leben voller Abenteuerurlaube und Aktionismus leisten. Bis er unverschuldet einen Unfall hat, der ihn an den Rollstuhl fesselt. Er kann nur noch den Kopf unde eine Hand minimal bewegen. Für jemanden, der so aktiv war wie er, ein unvorstellbares Leben voller Schmerzen und Entbehrungen. Doch dann lernt er Lou kennen.

„Ein ganzes halbes Jahr“ ist ein sehr berührender Roman, leichte Zwischenlektüre, die einen emotional gerade gegen Ende aber ganz schön ran nimmt. Zu Beginn war ich noch etwas enttäuscht, dachte mir, dass die Idee zu diesem Roman sicher nach dem Film „Ziemlich beste Freunde“ entstand, die Parallelen sind am Anfang ziemlich offensichtlich. Aber dann befreit „Ein ganzes halbes Jahr“ sich davon und entwickelt seine ganz eigene Geschichte.

Eine Geschichte, die einen nachdenklich werden lässt. Zu vielen Themen, die ich hier nicht erwähnen möchte, weil ich damit zuviel voraus nehmen würde. Will und Louisa werden so realistisch gezeichnet, mit Kanten und Ecken, diese Geschichte könnte wirklich ein paar Häuser weiter passieren.

Ein wunderschönes Buch, zu dem man sich unbedingt ein Päckchen Tempos bereit legen sollte.

Ein ganzes halbes Jahr – Jojo Moyes
520 Seiten, Rowohlt Verlag
ISBN 9783499267031, 14,99
Paperback

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Wunder und Herzen

Hört sich kitschiger an, als es ist. Am Sonntag habe ich am Stück “Ein Jahr voller Wunder” von Karen Thompson Walker gelesen. Was passiert, wenn die Welt sich plötzlich langsamer dreht und die Tage länger werden? Das ganze aus der Sicht einer elfjährigen, die zusätzlich noch die üblichen Teenagerprobleme hat. Sehr schönes Buch.

Danach durfte es wieder etwas brutaler werden. “The Walking Dead” von Robert Kirkman habe ich ziemlich schnell nur noch quer gelesen. Meistens war es doch nur dasselbe, flüchten vor Zombies, kämpfen gegen Zombies, flüchten vor Zombies… ihr ahnt wie es weiter geht. Die Comics bieten viel mehr Tiefe und Hintergrund, ich werde dabei bleiben.

Also wurde es doch der Thriller, “Dein Wille geschehe” von Michael Robotham ist die aktuelle Lektüre. Damit lese ich mich nach “Der Insider” und “Todeswunsch” zwar rückwärts durch die O’Loughlin Reihe, das tut der Spannung aber keinen Abbruch.

Gehört wird gerade “Knapp am Herz vorbei” von J. R. Moehringer und es ist mal wieder eines der Hörbücher, für die ich alles um mich herum vergesse. Die Geschichte des Bankräubers Willie Sutton, der nach 17 Jahren aus der Haft entlassen wird und sich an seine Vergangenheit erinnert. Toll gelesen, tolle Geschichte, ich bin begeistert!

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John Niven – Das Gebot der Rache

GebotRache

Donnie Miller lebt mit seiner erfolgreichen Frau Sammy und Sohn Walt in Kanada, an seine Vergangenheit in Schottland verschwendet er kaum noch einen Gedanken. Er lebt seit Jahren hier, ist ein Teil des kleinen Ortes. Bis eines Tages sein Hund grausam verstümmelt und ermordet wird. Wer könnte einem Tier so etwas antun? Warum gerade seinem Hund? In Donnie werden Erinnerungen wach, er hat Angst um seine Familie. Zu Recht, wie er bald erfahren muss. Denn es gibt da etwas in seiner Vergangenheit, tief begraben, aber nie ganz vergessen.

Bisher kannte ich von John Niven nur den Humor, jetzt weiß ich, dass er auch verdammt gute Thriller schreibt. Eiskalt und knallhart, wer den am Ende noch gemütlich beiseite legen kann, ist mehr als hart gesotten. Niven schafft es, in zwei Handlungssträngen parallel die Spannung immer weiter zu steigern, bis man sich am Schluss kaum entscheiden kann, in welchem der beiden man jetzt gerne wissen würde, wie es weiter geht.

Empfehlung für alle, die nicht zimperlich sind und gerne harte, schnelle Thriller lesen. Dieser hier nimmt seine Leser mit auf einen Höllentrip der Gefühle.

Das Gebot der Rache – John Niven
304 Seiten, Heyne Hardcore
ISBN 9783453675841, 19,99 €
Gebunden

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Monatsrückblick Mai 2013

Der Mai fing lesetechnisch ziemlich mies an, dank einer Woche Urlaub mit Regen konnte ich aber noch gut aufholen und komme immerhin auf 3300 gelesene Seiten.

Gelesen:

- Chris Cleave – Gold

Die fesselnde Geschichte zweier befreundeter Sportlerinnen. Die kurz vor dem großen Ziel entscheiden müssen, was für sie wirklich zählt.

- Jojo Moyes – Ein ganzes halbes Jahr

Erst war ich etwas enttäuscht, weil es sich wie die Liebesgeschichten-Version von “Ziemlich beste Freunde” las. Aber dann entwickelte die Geschichte ihre eigene Dynamik, am Ende heulte ich wie ein Schlosshund. Fazit: schöne leichte Liebesgeschichte für nebenbei.

- Dru Pagliassotti – Das mechanische Herz

Ein Steampunk-Krimi mit tollen Charakteren, sehr spannend! Empfehlung für alle, bei denen es auch mal in einer anderen Welt spannend sein darf.

- Gianrico Carofiglio – In der Brandung

Viel mehr als ein Krimi, die Geschichte eines Polizisten, der jahrelang verdeckt im Drogen-Milieu arbeitete. Bis das ständige Doppelspiel ihn zusammenbrechen ließ.

- Ben Aaronovitch – Ein Wispern unter Baker Street

Der sehr gelungene dritte Teil um den Magierlehrling und Polizisten Peter Grant. Ein Mann wird tod in einer U-Bahnstation aufgefunden. Was lauert im Londoner Untergrund?

- Dan Wells – Partials I, Aufbruch

Leider etwas enttäuscht, den Autor lese ich sehr gerne. Aber bei dieser Dystopie wurde eine sehr gute Idee lieblos und oberflächlich abgehandelt. Als ob es ein wesentlich dickeres Buch hätte werden sollen, dann aber unfachmännisch gekürzt wurde.

- Diana Jaffé – Verkaufen an Adam und Eva

Sehr lesenswert für alle, die im Verkauf tätig sind. Hilfreiche Tipps, wie man auch mit dem anderen Geschlecht im Verkaufsgespräch erfolgreich ist. Fühlte mich ab und an ertappt, werde einige Dinge unauffällig an den männlichen Kunden testen.

- Jim Butcher – Sturmnacht (Die dunklen Fälle des Harry Dresden)

Großartiger Urban-Fantasy-Krimi, der genau meinen Humor trifft, noch dazu spannend. Nachschub wird so bald wie möglich bestellt, zum Glück ist es eine nicht ganz kleine Reihe.

Gehört:

- William Horwood – Hyddenworld II, Das Erwachen

Wunderschön geschriebene High Fantasy, bei der ich kaum die Fortsetzung erwarten kann.

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Regenzeit ist Lesezeit

Auch wenn es ganz schön ist, guten Gewissens auf der Couch zu bleiben und zu lesen, so langsam könnte der Regen mal aufhören. Sich endlich mal in den Garten setzen zu können und dort lesen, das wäre toll.

Damit ihr wisst, dass ich nicht nur von Standardregen schreibe. Hier säuft gerade alles ab. Ein großes Festival am Mainufer musste geschlossen werden, weil spätestens morgen früh alles unter Wasser steht, den Stadtstrand erwischt es schon früher. Die Wetter-App meldet “Markantes Wetter – Dauerregen. Eventuell übergehend in Unwetterwarnung”. Ich gehe gar nicht mehr ohne Regenjacke aus dem Haus, seit zwei Wochen. Es nervt einfach nur noch.

Natürlich wurde die Zeit genutzt, “Verkaufen an Adam & Eva” von Diana Jaffé wurde zum Beispiel gelesen. Ein Buchtipp für alle, die im Verkauf tätig sind, egal wie lange schon. Ich habe mir ein paar Tipps mitgenommen, die ich jetzt unauffällig an den männlichen Kunden testen werde. Mit den weiblichen bin ich dank Geschlechtsgleichheit sowieso auf einer Wellenlänge. In ein paar Punkten habe ich mich wirklich ertappt gefühlt. Einige Dinge lassen sich übrigens auch gut in der Beziehung anwenden. ;)

Dann habe ich mich doch mal wieder von einer Dystopie überzeugen lassen, weil ich den Autor Dan Wells gerne lese. Leider fand ich “Partials I – Der Aufbruch” eher enttäuschend. Gute Idee, aber viel zu oberflächlich abgearbeitet. Und Logikfehler. Ich hasse dicke Logikfehler! Man hatte den Eindruck, dass es ein viel dickeres Buch hätte werden sollen und jemand sehr ungeschickt mit der Schere daran ging.

Um so mehr genieße ich gerade “Sturmnacht” von Jim Butcher, den ersten Teil der Reihe “Die dunklen Fälle des Harry Dresden”. Ein genialder Urban Fantasy Krimi, der genau meinen Humor trifft und verdammt spannend ist. Zum Glück gibt es momentan schon 12 Bände, übrigens bei “Feder & Schwert” erschienen. Ein Verlag, in dem ich immer wieder großartige Perlen entdecke.

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Kaja Evert – Flügel aus Asche

FluegelAsche

 Adeen ist Schreiber in der Akademie von Rashija. Dort muss er Tag für Tag Zauber kopieren, die er selbst nicht anwenden kann. Mit denen aber die Magier die harte Herrschaft ihres Herrn durchsetzen. Kein Aufbegehren wird geduldet, selbst kleinste Vergehen hart bestraft. Dazu zählen schon der Besitz oder das Herstellen eines Bildes. Für Schönheit ist hier kein Platz. Doch dann gerät Adeen an eine Gruppe von Rebellen, die nicht nur Bilder retten wollen. Sie haben einen noch viel verwegeneren Plan. In dem Adeen schon bald eine wichtige Rolle spielt, mit einer Macht, von der er bisher selbst noch nichts ahnte.

„Flügel aus Asche“ ist das gelungene Debut der Autorin Kaja Evert. Auch wenn die Grundidee „Rebellion gegen bösen Herrscher“ nicht neu ist, die von ihre gezeichnete Welt ist faszinierend. Es gibt keine weitschweifende Erklärung, zusammen mit Adeen ist der Leser von Anfang an mitten im Geschehen. Viele Charaktere bleiben lange undurchsichtig, auf wessen Seite stehen sie? Was den Spannungsbogen ständig straff hält, ohne ihn zu überreizen. Weiterlesen

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William Horwood – Hyddenworld II, Das Erwachen (Hörbuch)

HyddenworldII

Jack und Katherine kehren gerade noch rechtzeitig aus Hyddenworld zurück, dass ihre Tochter Judith zuhause geboren wird. Doch sie ist kein normales Kind, Judith ist die Schildmaid. Ein schweres Los, vom ersten Tag ihres Lebens an. Nicht nur, weil eine große Aufgabe vor ihr liegt. Die vier Steine der Jahreszeiten müssen wieder im Amulett zusammen kommen, um die Erde zu retten. Erdbeben und Überschwemmungen sind die ersten Anzeichen, dass ihre Zeit naht. Doch nicht nur in der Menschenwelt wird es unruhig, auch in Hyddenworld. Mehrere Parteien haben ihre ganz eigenen Interessen an den Steinen, gleichgültig, was ihre eigentliche Aufgabe ist.

Auch vom zweiten Teil der Reihe Hyddenworld bin ich wieder begeistert. Wer viel Fantasy liest, stößt unwiderruflich immer wieder auf die gleichen Geschichten. Auch diese hier beinhaltet bekannte Facetten, aber mit wunderbarer Sprache und faszinierenden Charakteren zu etwas ganz neuem verwoben. Es gibt hier keine klassischen Helden, nur ganz normale Menschen und Hydden. Die ihre Pflicht tun, auch wenn ihnen ein Leben in der Bibliothek lieber wäre, als das nächste lebensgefährliche Abenteuer.

„Hyddenworld“ ist einerseits klassische Fantasy, andererseits etwas ganz Besonderes. Wie so viele gute Fantasybücher bei Hobbit Presse von Klett Cotta erschienen, einem Verlag, der in der Phantastik für sprachlich wie inhaltlich besondere Bücher steht.

Der Sprecher Jona Mues setzt viele der Charakter so gut um, dass ich kein Problem damit hatte, von vielen schon ein Bild zu haben. Den ersten Band hatte ich gelesen, diesen zweiten gehört. Seine Interpretation stimmte zum Glück mit meiner eigenen Vorstellung meist überein. Gerade bei den weiblichen Charakteren fand ich sie Stimme zwar oft leicht lächerlich, aber das ist meistens der Fall, wenn Männer versuchen weiblich zu sprechen. Ein Vorteil an von Frauen gesprochenen Hörbüchern, die versuchen nur selten, besonders männlich zu klingen.

Hörbuchtipp für alle, die gerne in fantastische Welten abtauchen, aber unbedingt vorher den ersten Band „Hyddenworld, Der Frühling“ hören oder lesen, sonst bleibt vieles unverständlich.

Hörbuch

Hyddenworld II, Das Erwachen
Autor William Horwood
Sprecher Jona Mues
Länge 16 Stunden 18 Minuten (ungekürzt)
Genre: Fantasy

Hörprobe und Downloadmöglichkeit bei Audible (Preis 29,95 €)

Im Flexi-Abo für 9,95 €

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Gianrico Carofiglio – In der Brandung

InderBrandung

Roberto Marías lebte jahrelang ein provisorisches Leben, spielte immer eine Rolle. Als verdeckter Ermittler war er im Drogenmilieu unterwegs. Bis er sich selbst verlor und wegen psychischer Probleme vom Dienst freigestellt wurde. Dann lernt er Emma kennen, die ebenso wie er in Behandlung ist. Eines Tages bittet Emmas Sohn Giacomo ihn um Hilfe, eine Freundin ist in großer Not.

„In der Brandung“ wird als Krimi eingeordnet, was ich allerdings nicht unterschreiben würde. Es ist die Geschichte eines Polizisten, die aber viel mehr ist als nur seine Fälle. Als Leser begleitet man Roberto auf dem Weg zur Wahrheit. Zu Beginn berichtet er beim Psychiater noch stolz von seinen ersten Fällen und den großen Fischen, die er in seiner Karriere hinter Gitter brachte. Doch immer mehr kommt die Erkenntnis, was das jahrelange Rollenspiel mit ihm angerichtet hat, wie es ihn fast zerbrochen hat. Bis er sich selbst einen schlimmsten Erinnerungen stellen muss, die er lieber verdrängt hätte.

Gianrico Carofiglio verfügt über viel Insiderwissen, was man seinen Büchern auch anmerkt. Er fesselt seine Leser mit diesen Szenen, während er gleichzeitig seine beeindruckend tiefgründigen Charaktere zeichnet, uns an ihrer Entwicklung teilhaben lässt. „In der Brandung“ handelt an vielen Stellen von Vätern und Söhnen, Väter die mehr oder weniger freiwillig gehen und ihre Söhne alleine lassen. Kein einfaches Thema, das Carofiglio mit Fingerspitzengefühl aber ohne Samthandschuhe angepackt hat.

Es ist schwer zu beschreiben, was an seinen Büchern so fesselt. Wer gerne Bücher mit Hauptfiguren liest, die nicht nur stereotype Klischees abarbeiten, sondern sich entwickeln und gleichzeitig interessante Informationen zur Mafia und ihren Machenschaften aufdecken, sollte unbedingt mal reinschauen. „In der Brandung“ eignet sich perfekt für einen Einstieg, weil es das erste Buch mit Roberto Marías ist.

In der Brandung – Gianrico Carofiglio
285 Seiten, Goldmann Verlag
ISBN 9783442312269, 17,99 €
Gebunden

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Buchfresserchen

Endlich mal wieder Zeit zum lesen! Diese Woche habe ich Urlaub und dank des miesen Wetters kann ich ruhigen Gewissens auf der Couch bleiben und Bücher verschlingen. Das führt zu einem enormen Bücherverschleiß, ein tolles Gefühl, nachdem lesen eine ganze Weile zu kurz kam.

Beendet habe ich “Gold” von Chris Cleave und “Das mechanische Herz” von Dru Pagliassotti. Danach innerhalb von zwei Tagen “Ein ganzes halbes Jahr” von Jojo Moyes gelesen, das als leichte Zwischendurchlektüre sehr schön und furchtbar traurig war.

Danach stand eigentlich mit “Der Sohn des Greifen” von George R. R. Martin ein Buch auf dem Plan, das ich schon sehr lange hier stehen habe. Mich aber immer nicht überwinden konnte, weil ich die ersten Bände noch in der alten Übersetzung gelesen hatte. Die ersten 200 Seiten habe ich jetzt endlich gelesen und ertappe mich ständig dabei, die eingedeutschten Namen zurück zu übersetzen. Wie kommt man nur auf die selten dämliche Idee, mitten in einer Reihe plötzlich alle Eigennamen zu übersetzen, die man vorher 8 Bände lang auf Englisch ließ? Das ist für alle treuen Stammleser, die die Reihe erst zu dem machten, was sie heute ist, ein Schlag ins Gesicht. Dank der komplett neuen Cover, die wirklich schön sind, aber keine Ähnlichkeit mit dem Anfang der Reihe haben, sieht es nicht nur im Regal unschön aus, es liest sich auch noch sehr schwer. Ich komme einfach nicht richtig rein.

Daher hatte Gianrico Carofiglio es auch nicht wirklich schwer, mich in der Lektüre zu unterbrechen. “In der Brandung” habe ich dann gleich mal innerhalb eines Tages ausgelesen, trotz Einkaufsbummel und Stammtisch am Abend.

Ein überraschend früher erschienenes Buch lässt mich weiter Abstand vom “Sohn des Greifen” halten. “Ein Wispern unter Baker Street” von Ben Aaronovitch war für Juni angekündigt, traf aber schon gestern in der Buchhandlung ein und wurde gleich von mir abgeholt. Dafür besucht man die Kollegen doch gerne mal im Urlaub. Die ersten Kapitel sind schon gelesen, wer die ersten beiden Bände mochte, sollte noch vor dem Wochenende los laufen und sich dieses Buch besorgen, es ist wieder großartig!

Bettlektüre ist dank beleuchtetem E-Book Reader “Partials I, Der Aufbruch” von Dan Wells. Die ersten Seiten waren etwas sehr rätselhaft, jetzt hat es mich gepackt. Auch wenn ich Dystopien nach der Masse eigentlich nicht mehr sehen mag, für besonders gute mache ich natürlich noch Ausnahmen.

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