Besprechungen Krimis und Thriller

Arne Dahl – Totenmesse

1. September 2010

Die A-Gruppe, auch als Spezialeinheit für Gewaltverbrechen von internationalem Charakter bekannt, ermittelt wieder. Obwohl Paul Hjelm inzwischen nicht mehr zur Truppe gehört, ist er auch dieses Mal involviert. Denn bei dem Banküberfall, den die A-Gruppe bearbeitet, gehört seine Ex-Frau zu den Geiseln. Die Bankräuber drohen halb Stockholm in die Luft zu jagen. Doch schon bald stellt sich heraus, dass viel mehr dahinter steckt. Plötzlich sind verschiedene Geheimdienste in den Fall verstrickt, ehemalige und aktive Spione tauchen auf, der kalte Krieg scheint noch nicht vorbei. Was hat all das mit einem alten Notizbuch zu tun?

Wieder einmal hat Arne Dahl viele verschiedene Rätsel zu einem wunderbaren Netz gewebt, aus dem sich langsam, Stück für Stück, die einzelnen Stränge aufdröseln und die ganze Geschichte erst verständlich wird. Ich bewundere ihn immer wieder dafür, wie er es schafft so komplexe Geschichten ohne logische Fehler und mit soviel Spannung zu gestalten.

„Totenmesse“ ist bereits der achte Band aus der Reihe um die Ermittler der A-Gruppe. Bisher gefielen mir alle sehr gut. „Ungeschoren“ war mit starkem Bezug auf den „Sommernachtstraum“ fast etwas zu mystisch, „Totenmesse“ ist wieder bodenständiger und einfach ein typischer Dahl. Wer die Bände davor mochte, kann hiermit nichts falsch machen. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte unbedingt mit dem ersten Band, „Misterioso“, beginnen, da die Entwicklung der Gruppenmitglieder ein wichtiger Teil der Bücher ist.

Für Freunde skandinavischer Krimis quasi ein Muss, Arne Dahl schreibt einfach famose Bücher, die man vor lauter Spannung erst nach dem letzten Punkt wieder aus der Hand legen kann.

Totenmesse – Arne Dahl
416 Seiten, Piper
ISBN 9783492259002, 9,95 €

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