Besprechungen Krimis und Thriller

Arne Dahl – Neid

31. März 2014

Neid

Der dritte Fall für die Opcop-Gruppe, die noch immer inoffiziell ermittelt. In Amsterdam beobachten sie eine Gruppe, die wahrscheinlich tief im internationalen Menschenhandel steckt. Menschen werden regelrecht versklavt und müssen als Bettler, über ganz Europa strategisch verteilt, ihr Geld bei ihren Herren abliefern. In Stockholm wird in der Zwischenzeit ein angesehener Wissenschaftler auf offener Straße regelrecht abgeschlachtet. Woran hat er gearbeitet, dass er dafür sterben musste?

Arne Dahl hat in „Neid“ wieder einige wichtige Themen aufgegriffen. Menschenhandel, erneuerbare Energien und ihre Möglichkeiten werden ebenso thematisiert wie die aktuellen politischen Umstände in Griechenland. All das im Hintergrund einer spannenden Thrillerhandlung, bei der am Ende mal wieder alles nahtlos ineinander passt.

Wie üblich, musste ich gegen Ende die verschiedenen Fäden mal kurz Revue passieren lassen um sie zu sortieren, aber Dahl schafft es immer wieder, dass keiner verloren geht oder krampfhaft mit einem anderen verwoben wird, wie von selbst ergibt sich das Gesamtbild. Hier gekrönt von einem wirklich großartigen Showdown, bei dem man das Buch keine Sekunde aus der Hand legen kann.

Arne Dahls Thriller sind keine leichte Kost für nebenbei, aber das macht sie für mich auch zu etwas ganz Besonderem. Wer gute Unterhaltung mit Niveau sucht, ist hier richtig aufgehoben.

Neid – Arne Dahl
Deutsch von Kerstin Schöps
510 Seiten, Piper Verlag
ISBN 9783492055376, 16,99 €
Broschur

Leseprobe

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2 Kommentare

  • Antworten Sebastian 1. April 2014 von 19:32

    Hast du zufällig auch schon mal einen gehört?
    Ich habe ja grad den ersten, also Gier gehört und fand ihn schon gut, aber…
    Gibt es im Buch ein Personenregister? Dahl ist scheinbar der George R.R. Martin des Krimis in Beruf auf Personal. Da musste ich schon manches Mal überlegen, wer das jetzt gerade war und wo er gerade
    dran war…

    • Antworten Papiergeflüster 1. April 2014 von 19:54

      @Sebastian: Gehört habe ich noch keinen, da ist es wahrscheinlich wirklich schwieriger, all die Leute auseinander zu halten. Bei der Opcop Reihe sind es wirklich viele, ich könnte nicht immer alle ihren Heimatländern zuordnen. 😉 Ich hatte aber den Vorteil, schon vorher die Reihe mit der A-Gruppe zu lesen, ein paar Leute der Besetzung kamen mit, die kennt man dann schon.

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