Besprechungen Phantastik

Anonymus – Das Buch ohne Staben

30. September 2010

Auch 18 Jahre nach der verhängnisvollen Nacht, die ihn zum Massenmörder werden ließ, findet Bourbon Kid keine Ruhe. Einige Vampire sind hinter ihm her, oder eher hinter seinem Blut. Denn ohne es zu wissen, hat Bourbon Kid einen ganz speziellen Urahn. Dumm gelaufen, dass die Werwölfe, die eigentlich Bourbon Kid entführen sollten, seinen Bruder erwischen. Bourbon Kids Rache ist blutig. Unaufhaltsam nimmt er sich die Mörder seines Bruders vor und lässt ihnen ein grausames Schicksal angedeihen. Wenn dabei ein Unschuldiger in die Schusslinie gerät, stört ihn das nicht wirklich. Wer wird den anderen schneller töten? Die Vampire Bourbon Kid oder doch umgekehrt? Welche Rolle spielt der geheimnisvolle Mondstein dabei? Und welche Namen stehen als nächste im Buch des Todes?

„Das Buch ohne Staben“ ist die Fortsetzung zu „Das Buch ohne Namen“. Den ersten Teil hatte ich nicht gelesen, was dem Spaß auch keinen Abbruch tat. Die wichtigsten Geschehnisse aus dem ersten Band werden nebenbei erwähnt. Außerdem geht es doch sowieso hauptsächlich ums Gemetzel.

Vor dem Buch wird gewarnt, jeder der es liest riskiert sein Leben. Ich würde eher empfindliche Leser vor dem Buch warnen. Das Blut fliest in Strömen, Körperteile fliegen, es wird ohne Gnade getötet. Die Szenen sind dermaßen übertrieben dargestellt, dass ich mich dabei köstlich amüsieren konnte. Wer „From Dusk Till Dawn“ oder ähnliche Werke von Quentin Tarantino kennt, hat eine Vorstellung davon, was hier zwischen den Buchdeckeln steckt.

Schon „Das Buch ohne Namen“ hat die Leser in zwei Lager geteilt, entweder sie liebten es, oder sie hassten es. Auch wenn mir das vielleicht zu denken geben sollte, ich mag diesen Stil. „Das Buch ohne Staben“ ist herrlich trashiger Splatter, den man nicht so ernst nehmen sollte, sondern einfach nur den gut geschriebenen derb schwarzen Humor genießen. Und sich freuen, dass man nicht in Santa Mondega lebt.

Vielen Dank an den Bastei Lübbe Verlag, der das Buch mit einer tollen Marketingaktion beworben und vielen Bloggern Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt hat.

Das Buch ohne Staben – Anonymus
442 Seiten, Bastei Lübbe
ISBN 9783785760314, 16,99 €

9 Kommentare

  • Antworten Papiergeflüster » Blog Archiv » Gewinnt “Das Buch ohne Staben” wenn ihr euch traut 30. September 2010 von 18:38

    […] Meine Rezension zum Buch findet ihr hier. […]

  • Antworten Katrin von Saiten 3. Oktober 2010 von 14:56

    Und was mich am meisten freut: Du lebst noch 😉

    • Antworten Emily 3. Oktober 2010 von 22:10

      @Katrin: Danke schön, dass das tatsächlich jemanden kümmert 😉

  • Antworten Katrin von Saiten 4. Oktober 2010 von 14:44

    Aber natürlich! Außerdem musste ich ja gucken wie das bei dir abläuft, damit ich es demnächst vom SUB befreien kann 😀

    • Antworten Emily 4. Oktober 2010 von 20:02

      @Katrin: Wie fies, ich bin Dein Versuchskaninchen? 😉

  • Antworten Katrin von Saiten 6. Oktober 2010 von 22:48

    Aber neeeeeeeeeeeeeeein 😀

    Übrigens ist mir die Lust auf das Buch schon insofern wieder vergangen, als dass ich schon wieder begründet Werwölfe und Vampire und “son Kram” darin vermuten muss… *seufz* Vielleicht nervt mich das ja dann zu Tode 🙂

    • Antworten Emily 7. Oktober 2010 von 08:13

      @Katrin: es sind “echte” Vampire und Werwölfe. Keine Edwards und Jakobs 😉 Nerven die Dich auch? Ich mag nur die Zuckerversionen nicht. 😉

  • Antworten Michael Petrikowski 2. April 2011 von 18:56

    Wegen der anschaulich beschriebenen Splatter-Szenen gehören sowohl das Buch als auch das Hörbuch in den Index jugendgefährdend eingestufter Medien. Die Bundesprüfstelle hat das Werk anscheinend noch nicht gesichtet.

    • Antworten Emily 5. April 2011 von 21:25

      @Michael: Da gibt es wesentlich schlimmere Bücher, die solche Szenen nicht mit soviel Ironie beschreiben. Steht “Das Schweigen der Lämmer” auf dem Index? Oder “ES”?

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