Belletristik Besprechungen

Anna Gavalda – Ein geschenkter Tag

31. Juli 2010

Drei Geschwister sind gemeinsam auf dem Weg zu einer Familienhochzeit. Dort angekommen erfahren sie, dass ihr Bruder, der vierte im Bunde, nicht kommen kann. Also beschließen sie spontan die Hochzeit einfach Hochzeit sein zu lassen und fahren zu ihm. In Rückblicken erfährt man einiges aus ihrer Kindheit und über die ganz verschiedenen, teilweise aber doch sehr ähnlichen Charaktere der vier. Sie verbringen einen Tag in trauter Viersamkeit, lassen ihre Kindheit noch einmal aufleben, genießen das Beisammensein und die Pause vom Alltag.

„Ein geschenkter Tag“ ist wieder einmal eine wunderschöne Geschichte mit der typischen Gavalda-Wohlfühl-Atmosphäre. Es macht soviel Spaß mit den Geschwistern unterwegs zu sein, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Man möchte ebenso wie sie auf der Wiese liegen und einfach mal vom Alltag aufatmen. Die frechen Kommentare der erzählenden Schwester, zum Beispiel zur biederen Schwägerin, lockern das Buch immer wieder auf, so dass man auch an ernsteren Stellen das Lächeln nicht vergisst. Leider ist es mit 140 Seiten auch ein eher kurzes Vergnügen. Das mir aber soviel Lust auf mehr gemacht hat, dass ich mir gleich zwei weitere Bücher von Anna Gavalda besorgt habe.

Ein Rundum-Wohlfühl-Buch, das ich von Anfang bis Ende mit einem Lächeln auf den Lippen las. Nicht nur die Lavendelfelder auf dem Cover vermitteln eine traumhafte Sommeratmosphäre. Wer „Zusammen ist man weniger allein“ und „Alles Glück kommt nie“ mochte, wird sicher auch dieses Buch genießen.

Ein geschenkter Tag – Anna Gavalda
144 Seiten, Hanser Verlag
ISBN 9783446234895, 12,90 €
Hardcover

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