Archive for 11. Oktober 2011

Vorgeschmack auf “Saeculum”

Wer “Erebos” gelesen hat und nicht mehr zur Seite legen konnte, kann sich freuen. Bald kommt Nachschub, am 2. November erscheint “Saeculum” von Ursula Poznanski im Loewe Verlag.

Ich bin schon sehr gespannt was uns erwartet. “Saeculum” spielt in der Rollenspiel-Szene, die mir nicht ganz fremd ist. Ein Rollenspiel mitten im Wald läuft anders als erwartet. Plötzlich wird aus dem Spiel bitterer Ernst. Der Trailer macht Lust auf mehr, lange müssen wir ja zum Glück nicht mehr warten.


“Saeculum”
Ursula Poznanski

Loewe Verlag, ISBN 9783785570289
14,95 €

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Frankfurter Buchmesse 2011

Übermorgen ist es schon wieder so weit, die Frankfurter Buchmesse öffnet ihre Pforten. Vom 12. bis zum 16. Oktober trifft sich die Bücherwelt in Frankfurt am Main. Samstag und Sonntag besteht dann auch für Nicht-Fachbesucher die Möglichkeit, einen Tag mitten im Trubel rund um unsere Lieblinge zu verbringen.

Längst ist nicht mehr nur das gedruckte Buch dort zu finden, E-Book-Leser und Hörbuch-Hörer werden ebenso fündig wie die Bücherwürmer, die lieber Papier in Händen halten.

Ehrengast ist dieses Jahr Island. Dessen Literatur mir eigentlich nur im Krimibereich immer wieder positiv auffällt. Mal sehen, ob ich meinen Horizont erweitern und andere interessante Autoren finden kann.

Fahrt ihr zur Buchmesse? Welche Veranstaltungen stehen auf eurem Terminplan? Ich werde am Freitag dort sein und auf jeden Fall am Twittagessen (@buchgefluester) teilnehmen. Ist noch jemand von euch dabei?

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John Niven las in Würzburg

Kaum zu glauben, aber wahr: John Niven las in Würzburg, mit Unterstützung des Ex-Muff-Potter-Sängers Thorsten „Nagel“ Nagelschmidt, aus seinem neuesten Werk “Gott bewahre!”. Warum kaum zu glauben? Weil ich eine solche Buchvorstellung nicht in dieser doch recht katholischen Stadt erwartet hätte. Das Cairo Würzburg machte es aber möglich und der Besuch hat sich gelohnt, es war ein toller Abend!

John Niven brachte sich deutschsprachige Unterstützung mit, weil er, nach eigener Aussage, weder Deutsch noch Englisch spricht. Sondern Schottisch. Womit auch des Englischen Mächtige ab und an Probleme haben. So lasen die beiden im Wechsel mal auf Deutsch, mal auf Schottisch, Passagen aus dem Buch. Die meiste Zeit gab sich Mr. Niven aber wirklich Mühe und man konnte ihn gut verstehen.

Gut verstanden haben sich auch die beiden Herren, die nicht zum ersten Mal gemeinsam auf Lesetour waren. Das machte die Lesung sehr locker und brachte den ein oder anderen zusätzlichen Lacher mit sich. Nagel sorgte zwischendurch für musikalische Untermalung, um uns eine Stelle aus dem Buch zu demonstrieren, in der “I believe I can fly” auf der Panflöte im Aufzug dudelte. Ja, er packte stolz seine noch recht frisch erworbene Panflöte aus und spielte “I believe I can  fly”. Glaube ich zumindest, so wirklich erkennen konnte man es nur mit etwas Phantasie. Als John dann noch erzählte, wie unglaublich happy Nagel in Köln aus dem Geschäft kam und sein neuestes Instrument vorzeigte, lachten wir Tränen.

John Niven war sehr entspannt und hatte sichtlich Spaß an dem Abend. Mir kam auch noch nicht unter, dass ein Autor bei einer Lesung sein Publikum fotografierte. Aber eigentlich ist das ja nur gerecht, er wird ja auch das ein oder andere Mal fotografiert. Zum Beispiel von Hazamel. Leider war es so dunkel, dass es nicht leicht war, ein gutes Foto zu bekommen. Macht aber gar nichts, es war einer der Abende, die einem auch so noch lange in Erinnerung bleiben.

© Hazamelistan links John Niven, rechts Nagel

Herzlichen Dank an das Würzblog, bei dem ich die Karten für die Lesung gewonnen hatte. Die Ziehung der Gewinner führte eine Glücksfee durch, die genau so auch in einem Buch von Niven auftauchen könnte. Schaut es euch an, dann wisst ihr was ich meine. ;)

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Sebastian Fitzek – Der Augenjäger

Der wahnsinnige Mörder aus „Der Augensammler“ wurde entlarvt, ist aber auf der Flucht. Zorbach wurde das gleiche Ultimatum gestellt, wie den anderen Opfern zuvor auch. Denn nun hat der Augensammler seine Ex-Frau ermordet und seinen Sohn entführt. 45 Stunden und 7 Minuten bleiben Alexander Zorbach, um seinen Sohn zu finden. Doch es gibt mehr als nur einen Wahnsinnigen. Schon mehrere junge Frauen wurden grausamst verstümmelt und missbraucht, sie alle nahmen sich selbst das Leben, nachdem „Der Augenjäger“ sie frei ließ. Ist er vielleicht sogar Arzt? Die Entfernung der Augenlider erfolgte erschreckend professionell. Bald stellt sich heraus, dass der Augenjäger und der Augensammler scheinbar zusammen arbeiten. Welcher Zusammenhang besteht zwischen den beiden?

„Der Augenjäger“ beginnt dort, wo „Der Augensammler“ aufhört. Man kann ihn ohne den Vorgänger lesen, alles Wichtige wird erwähnt. Danach kann man sich „Der Augensammler“ allerdings sparen, wer also kein Buch von Sebastian Fitzek verpassen möchte, sollte lieber erst „Der Augensammler“ lesen. Was ich auf jeden Fall empfehlen würde, weil mich beide Bücher extrem fesselten.

Die Fortsetzung ist sogar noch spannender als „Der Augensammler“. Von der ersten Seite an packt das Buch den Leser und lässt ihn nicht mehr los. Zwei anfangs noch unterschiedliche Handlungen kommen sich immer näher, um zu guter Letzt in einem großartigen Finale zu gipfeln. Die eine oder andere Überraschung hat Sebastian Fitzek auch wieder für seine Leser parat.

Wie schon im „Augensammler“, lässt der Autor nebenbei viel über die Lebensweise und die Erfahrungen blinder Menschen in den Text einfließen. Dieses Wissen hat er sich in vielen und ausführlichen Gesprächen mit sehbehinderten Menschen angeeignet. Damit liefert das Buch nicht nur Unterhaltung, man „sieht“ die Welt derer, sie sie nicht sehen können, anschließend mit anderen Augen.

Anfangs hatte ich meine Zweifel, ob der hohe Spannungslevel bis zum Ende gehalten werden kann. Er kann und er konnte sich sogar noch steigern, schneller als ich mich versah waren schon die letzten Seiten erreicht, ohne auch nur eine Seite Langeweile dazwischen.

Wer mal wieder einen richtig spannenden Thriller sucht und nicht all zu zart besaitet ist, kann hier getrost zugreifen. Wenn man beim Thema Augen sehr empfindlich ist, sollte man Vorsicht walten lassen.

Der Augenjäger – Sebastian Fitzek

428 Seiten, Droemer

ISBN 9783426198810, 19,99

Hardcover

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Anne Hertz + Jan Sievers in Würzburg

Die Sommerpause ist eindeutig vorbei, in Würzburg jagt gerade eine Veranstaltung die nächste. Leider oft unter der Woche, so entgeht mir die ein oder andere. Aber vielleicht schaut ihr ja mal vorbei. Im Bronnbach Künstlerkeller gibt es eine ganz besondere Lesung, inklusive Musik.

WUNSCHKONZERT, der neue Roman von Wiebke Lorentz und Frauke Scheunemann alias ANNE HERTZ, spielt in der Musikbranche und dreht sich um A & R-Managerin Stella, die sich zwischen ihrem Kollegen Martin und dem attraktiven Sänger Tim entscheiden muss: Die 32-Jährige Stella ist Dauersingle und hat nur einen wahren Freund: ihren Stoffhasen Möhrchen. Dafür hat sie Karriere bei einer Plattenfirma gemacht. Als die verkauft wird, gerät ihr durchorganisiertes Leben in Schieflage: Der neue Chef ist undurchschaubar und ein Konkurrent will ihren Job. Noch dazu werden Stella und ihre Kollegen zu einem Teambuilding-Seminar verdonnert, bei dem sie in der wilden Natur Bäume besteigen und Strategieaufgaben lösen müssen. Eins ist klar: Stellas Leben ist gerade kein Wunschkonzert! Es sei denn, sie ergattert den Dirigentenstab …

Für ihren neuen Roman haben sich die kreativen Hamburger Autorinnen etwas Besonderes einfallen lassen: den Song zum Roman!

Der Hamburger Sänger und Songwriter JAN SIEVERS war von der Idee so be­geistert, dass er den Schwestern die Songs seines Albums „abgeliebt“ zur Ver­fü­gung gestellt hat. Die Single „Was ist dann Liebe?“ (VÖ 04.10.) hat Jan exklusiv zusammen mit Wiebke Lorenz neu eingesungen: http://www.lesungen.tv

Anne Hertz und Jan Sievers & Band präsentieren jetzt gemeinsam dieses einzigartige cross-mediale Projekt!

13. Oktober 2011, ׀20.00 Uhr ׀ Bronnbach Künstlerkeller׀ Bronnbacher Gasse 43 ׀ 97070 Würzburg

Eintritt: 9,- € , Tickets gibt es unter anderem in der Tourist-Info im Falkenhaus.

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Monatsrückblick September 2011

Gelesen:

- Zoë Beck – Der frühe Tod

Mein erster Krimi von Frau Beck, hat mich leider etwas enttäuscht. Die Vorgänger wurden sehr gut besprochen, “Der frühe Tod” empfand ich eher als guten Durchschnitt, aber nichts besonderes.

- Veronika Peters – Das Meer in Gold und Grau

Wunderschöner Roman, nach dem man am liebsten sofort ein bestimmtes Hotel suchen würde. Über das suchen des richtigen Weges und das finden, wo man es nicht vermutet hätte.

- Joy Fielding – Herzstoß

Ein typischer Fielding, spannend und mit unerwartetem Ende. Thriller für alle, die es weniger blutig und brutal mögen.

- Nele Neuhaus – Tiefe Wunden

Ein Taunus-Krimi mit sympathischem Ermittler-Duo. In der Mitte hatte er für mich ein paar Längen, trotzdem spannend und ein origineller Fall mit historischem Bezug, der nachdenklich werden lässt.

- Maxime Chattam – Der Krieg der Kinder, Alterra III

Abschluss der Alterra Reihe, wirkt leider an vielen Stellen etwas gehetzt. Der Stoff hätte wohl noch einen vierten Band hergegeben. Nicht ganz so schön wie die ersten beiden Bände, aber für alle Leser der Reihe trotzdem ein Muss.

- Flix – Der Swimmingpool des kleinen Mannes

Fortsetzung des “Heldentage”-Tagebuchs von Flix. Skizziert ebenso witzig wie treffend das ganz normale Leben.

Gehört:

- Lauren Oliver – Wenn Du stirbst, zieht Dein ganzes Leben an Dir vorbei, sagen sie

Fesselndes Jugendbuch, über die Erkenntnisse, was kleine Dinge bewirken können. Und was wirklich wichtig ist im Leben.

- Alan Bradley – Mord im Gurkenbeet, Flavie de Luce I

Sehr unterhaltsamer Jugend-Krimi, mit einer ganz eigenen Ermittlerin.

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