Monströse Satiren der guten alten Klassiker sind gerade sehr in Mode. Mit “Heidi und die Monster” hatte ich einen ersten Versuch gewagt und wurde positiv überrascht. Das Cover war zwar grausam, der Inhalt aber durchaus fesselnd.
“Werther und der Werwolf” von Wolf G. Heimrath und Johann Wolfgang von Goethe hat ein wesentlich ansprechenderes Cover vorzuweisen, schlägt aber in die gleiche Kerbe wie “Heidi und die Monster” oder auch “Sissi die Vampirjägerin”. Der Text der “Leiden des jungen Werther” wird stellenweise original zitiert. Von der für “Nicht-Klassikleser” ungewohnten Sprache sollte man sich nicht abschrecken lassen, man findet sich schnell hinein und merkt bald nicht mehr viel davon.
Hier leidet der junge Werther jedoch etwas anders, als man es kennt. Kurz bevor er Lotte kennen lernt, wird er von einem schwarzen Hund gebissen. Als er sich gerade auf einem Ball amüsiert, bricht ein Unwetter los. Zum Glück alleine auf der Terrasse, bemerkt er, dass er statt Händen zwei haarige Klauen sein eigen nennt! Was ist mit ihm geschehen?
Die ersten Seiten versprechen Spaß bei der Lektüre, ich freue mich drauf. Allerdings würde ich zu gerne wissen, wer hinter dem Pseudonym Wolf G. Heimrath oder auch Peter H. Geißen steckt. So unendlich groß ist die deutsche Fantasy-Szene doch gar nicht, wer könnte es sein? Hat jemand einen Tipp für mich?
