Olivier Adam – Keine Sorge, mir geht’s gut

Lilis Bruder verschwindet von einem auf den anderen Tag. Das einzige Lebenszeichen sind Postkarten, die er immer mal von den unterschiedlichsten Orten schickt. Eines Tages macht sich Lili auf, um ihren Bruder zu suchen. Die beiden waren sich sehr nahe, sein Verlust hat sie damals komplett aus der Bahn geworfen. Bis heute vermisst sie ihn sehr und hofft, ihn eines Tages wieder zu sehen.

„Keine Sorge, mir geht’s gut“ hat einen für mich sehr ungewohnten Schreibstil. Nicht nur die Sätze, auch die Kapitel sind oft sehr kurz. Im Gegensatz dazu gibt es ab und an eine halbe Seite lang Aufzählungen, die nicht wirklich zur Handlung beitragen. Damit hätte ich mich noch anfreunden können, aber leider hat die Auflösung des Rätsels, dass die ganze Handlung bestimmt, mich ziemlich unschlüssig zurück gelassen. Ich bin niemand, der abgeschlossene Handlungen braucht und kann mit zurückbleibenden Fragen ganz gut leben. Aber hier bleibt die allerwichtigste Frage ungelöst, man bekommt einen kleinen Brocken hingeworfen, mit dem man nicht wirklich etwas anfangen kann. Dann wäre es mir lieber gewesen, auch diesen Teil gar nicht zu erfahren. So blieb einfach nur ein großes Fragezeichen zurück. Und die Frage, warum ich jetzt überhaupt die Zeit investiert habe, dieses Buch zu lesen.

Leider nicht wirklich mein Buch, auch wenn es hoch gelobt und auch erfolgreich verfilmt wurde. Vielleicht wirklich einer der Fälle, in denen der Film besser als das Buch ist, wie es in verschiedenen Rezensionen heißt.

Keine Sorge, mir geht’s gut – Olivier Adam
187 Seiten, Piper
ISBN 9783492252430, 7,95 €

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