Archiv für 31. August 2010

Der Garou und das Taschenbuch

Fast täglich finden Leser über die Suchanfrage “Garou Taschenbuch” auf meinen Blog. Für all diese Suchenden schreibe ich diesen Blogeintrag. Ich habe selbst keine Informationen über den Erscheinungstermin der Taschenbuchausgabe und habe auch nicht beim Verlag nachgefragt. Das wäre jetzt auch noch eine absolut unnötige Frage. Das Hardcover ist erst vor wenigen Monaten erschienen. Bis zum Erscheinen des entsprechenden Taschenbuchs dauert es normalerweise mindestens ein Jahr, eher anderthalb. Ab und zu sogar länger, wenn ich mich nicht täusche, gab es “Glennkill” ziemlich lange nur als gebundene Ausgabe.

Ich kann verstehen, wenn jemandem die gebundene Ausgabe zu teuer ist. Wer nicht abwarten kann, sollte einfach mal in der örtlichen Bibliothek vorbei schauen. Oder lasst es euch schenken. Noch besser, schenkt es jemandem, von dem ihr es euch dann ausleihen könnt, so habt ihr gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. ;)

Kurzfassung: ohne Gewähr, aber das Taschenbuch zu “Garou” kommt bestimmt nicht vor dem Sommer 2011.

Aber meine Rezension dazu findet ihr jetzt schon hier.

[Leserkompass] Erstes Resumé

Erfolgreich durch 325 Rezensionen gelesen, meine Favoriten habe ich dem Lovelybooks Team auch schon mitgeteilt und warte jetzt gespannt auf die Shortlist. Mal sehen, was meine Jurykollegen als Favoriten gewählt haben.

Eines kann ich euch jetzt schon sagen: ich hätte nicht mit so vielen sehr guten Rezensionen gerechnet. Die Auswahl fiel mir wirklich schwer, eine ganze Reihe der Teilnehmer hätte es verdient zu gewinnen. Leider durften wir pro Kategorie nur einen Favoriten benennen.

Bei einer solchen Menge an guten Rezensionen wurde ich dann auch schnell wählerisch. Wer nur den Klappentext abgeschrieben hat, statt den Inhalt selbst zusammen zu fassen, fiel raus. Das stört mich in einem Blog nicht wirklich, aber mit einer eigenen Inhaltsangabe wird eine Rezension doch gleich wieder ein Stückchen besser.

Was mich wirklich schockiert hat, waren Rezensionen die Spoiler enthielten. Eine Rezension soll über ein Buch informieren, neugierig machen. Aber doch nicht verraten wie es ausgeht, dann muss es doch niemand mehr lesen. Wo ist denn da bitte der Sinn?

Der letzte Punkt, den ich als Auswahlkriterium hatte, ist Geschmackssache. Ich persönlich mag kurze Inhaltsangaben lieber als ellenlange, nach denen ich das Buch nicht mehr lesen muss. Andere mögen es da eher ausführlich. Deshalb besteht so eine Jury ja auch aus mehreren Personen, zusammen dürften wir ein breites Spektrum abdecken.

Wer auch ein wenig in den eingereichten Rezensionen stöbern will, bitte hier entlang.

Die Welt geht wieder unter

Das Wetter lässt einen zwar zeitweise auch an den Weltungergang glauben, für August ist es viel zu kalt und zu nass. Aber ich meinte mit der Überschrift meine neue Lektüre. Mit “Alterra II Im Reich der Königin” von Maxime Chattam stelle ich mich mal wieder dem Ende der Welt, wie wir sie kennen. Die Erde wehrt sich gegen ihre Besatzer und Zerstörer, (fast) alle Erwachsenen verschwinden bei einem Unwetter, nur wer jung genug war blieb übrig. Ein paar Ausnahmen gibt es allerdings bei den Erwachsenen, die entweder mutierten oder den Verstand verloren. Sie jagen die Kinder, wo immer sie ihrer habhaft werden können. Hinter all dem scheint eine geheimnisvolle Königin zu stehen. Drei Kinder begeben sich auf die Suche nach ihr.

Die ersten Seiten sind schon wieder sehr spannend. Nach nur wenigen Erklärungen für alle, die Band 1 nicht mehr so gut in Erinnerung haben, kommt es  zur ersten Begegnung mit dem Torvadderon, einem unheimlichen Schattenwesen, dass auf der Jagd nach einem der Jungen ist.

Christoph Hardebusch – Sturmwelten II. Unter schwarzen Segeln

Wie so oft bei einer Fortsetzung ist es unmöglich, etwas über den Inhalt zu sagen ohne zu verraten, wer den ersten Band alles überlebt.  Also bitte auch hier wieder: einfach am Ende weiterlesen, wer den ersten Band nicht kennt. Oder einfach gleich den ersten lesen. ;)

Das schwarze Schiff ist ihnen zwar entkommen, aber die Sklaven sind befreit. Zusammen mit Roxane bringt Jaquento sie nach Lessan, wo sie hoffentlich die Möglichkeit bekommen, wieder in ihre Heimat zurück zu kehren. Roxane stellt sich dem Urteil der Obrigkeit, obwohl sie sich bewusst ist, dass sie das wahrscheinlich nicht nur ihre Offizierspatent kosten wird. Dass auch Jaquento der Strick droht, war ihr allerdings nicht bewusst. Sinao lernt von Manoel ihre Fähigkeiten zu nutzen, die die beiden auch schneller brauchen, als sie gedacht hätten. Mit Admiral Thyrane taucht eine neue Figur auf, die versuchen soll zu klären, was in der Sturmwelt vor sich geht. Thaynric möchte wissen, was das geheimnisvolle Schiff geladen hat, hinter dem anscheinend einige Parteien her sind. Währenddessen zettelt Franigo mehr oder weniger unfreiwillig einen Aufstand an, der die Verhältnisse in Hiscadi ins Wanken bringt. Es ist allerhand in Bewegung in den Sturmwelten. Wo wird all dies hinführen?

„Unter schwarzen Segeln“ ist ein typischer zweiter Band einer Trilogie. Hauptsächlich werden die Fäden des ersten Bandes weiter gesponnen, vieles wird erklärt, zum Abschluss kommt aber kaum etwas. Umso größer ist jetzt die Spannung auf den dritten Band „Jenseits der Drachenküste“, wo sich wohl endgültig alles zusammen fügen wird.

Viele Charaktere entwickeln sich in diesem Zwischenband ein ganzes Stück weiter. Franigo blieb mir zum Beispiel im ersten Band relativ fremd, jetzt verstehe ich ihn und seinen Zweck wesentlich besser. Auch das Magiesystem wird näher erläutert, ebenso einige politische Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Nationen. Ein paar neu eingeführte Personen erweitern das Spektrum um interessante Sichtweisen und sorgen für einiges an Abwechslung.

Wem der erste Band gefiel, der wird hier eine gelungene Fortsetzung finden, die dem Beginn der Reihe in nichts nach steht.

Mit der Sturmwelten-Trilogie ist Christoph Hardebusch fantastische Piraten-Fantasy gelungen, von der ich mich immer wieder gerne auf die Meere entführen lasse. Die vielen verschiedenen Charaktere dürften wohl für jeden etwas bieten, mein Liebling ist eindeutig Jaquento mit seinem ganz besonderen „Haustier“, der Echse Sinosh.

Der dritte und abschließende Band „Jenseits der Drachenküste“ erschien im August 2010.

Unter schwarzen Segeln, Sturmwelten II – Christoph Hardebusch

528 Seiten, Heyne

ISBN 9783453523975, 13,00 €

Zuglektüre zwischendurch

Hauptlektüre ist noch immer “Das Flüstern der Nacht” von Peter V. Brett. An 1000 Seiten hat man eben doch ein Weilchen, zumindest wenn man nicht nur lesen kann. Neben den üblichen Pflichten wartet immer noch ein Teil der 325 Leserrezensionen darauf, gesichtet zu werden.

Da ich gestern zwei Stunden im Zug verbracht habe, kommt zur “gelesen-Liste” jetzt auch Anna Gavaldas “Ich habe sie geliebt” dazu. Nette Zwischendurchlektüre, für den Zug sehr gut geeignet, aber kein Muss.

Im Bus und bei Terminen mit Wartezeit begleitet mich momentan “Wie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft” von Bas Kast. Ein Buch darüber, wie sehr die Intuition unsere Entscheidungen beeinflusst und ob es vielleicht manchmal sogar sinnvoller ist, Entscheidungen dem Bauch zu überlassen. Sehr angenehm lesbar geschrieben, wer sich für das Theme interessiert, sollte mal einen Blick hinein werfen.

[Leserkompass] Die Rezensionen anderer…

Bis letzte Nacht 0.00 Uhr konntet ihr noch eure Rezensionen einreichen, jetzt ist es für euch vorbei. Für uns Jurymitglieder fängt der Spaß erst an. Ihr wart fleißig und habt 325 Rezensionen eingereicht. Es wird nicht leicht, die besten heraus zu finden. Aber ich freue mich darauf. Und lege mir gleich Stift und Zettel für all die Bücherwünsche parat, die dank eurer Empfehlungen dazu kommen werden.

Wer auch mal reinschnuppern will, hier findet ihr alle eingereichten Rezensionen. Demnächst gibt es dann die Shortlist der Bloggerjury, in der wir euch unsere Favoriten präsentieren.

Suzanne Collins – Die Tribute von Panem – Gefährliche Liebe

Wer den ersten Band noch nicht gelesen hat, sollte lieber den Inhalt überspringen, weil es nicht möglich ist etwas darüber zu sagen, ohne das Ende des ersten Bandes zu verraten.

Katniss und Peeta denken sie haben es geschafft, das Kapitol wurde überlistet, als tragisches Liebespaar durften sie beide die Hungerspiele überleben. Was sie nicht ahnen, ihr Handeln hat in manchen Distrikten Widerstandsgruppen ins Leben gerufen, die sich gegen das Kapitol auflehnen wollen. Nicht nur Katniss selbst ist in Gefahr, auch alle die ihr lieb sind stehen kurz davor, von der Regierung ermordet zu werden. Doch dann denkt sich das Kapitol eine Rache aus, mit der niemand gerechnet hat. Zu den nächsten Hungerspielen müssen Katniss und Peeta wieder zusammen in die Arena. Zusammen mit anderen Siegern der letzten Jahre. Und diesmal soll wirklich nur einer von ihnen lebend heraus kommen, wenn überhaupt.

„Gefährliche Liebe“ ist der zweite Band der „Tribute von Panem“. Den Titel finde ich ziemlich unglücklich gewählt, da er meiner Meinung nach zu kitschig klingt und damit den Inhalt des Buches gar nicht trifft. Im Original lautet er „Catching Fire“, was in mehrerer Hinsicht sehr viel passender ist. Dieser Band ist noch um einiges härter als der erste. Das Kapitol geht ohne Gnade gegen seine Gegner ins Feld, schonungslos wird gemordet und jeder beseitigt, der im Weg stehen könnte.

Schon der erste Band „Tödliche Spiele“ war so spannend, dass ich ihn kaum weg legen konnte. „Gefährliche Liebe“ war sogar noch spannender. Kaum kommen Katniss und Peeta in der Arena an, weiß man kaum mehr wer Freund oder Feind ist. Bis zur letzten Seite steigert sich die Spannung immer weiter, um den Leser zu guter Letzt mit einem dicken Kloß im Hals zurück zu lassen. Erst der dritte Band wird hoffentlich die ersehnte Auflösung bringenIm August erscheint er auf Englisch (“Mockinjay”), auf Deutsch ist er mit dem Titel “Flammender Zorn” für März 2011 angekündigt.

Eine mehr als gelungene Fortsetzung, nach deren Lektüre ich erst mal eine kurze Pause brauchte, weil sie mich so sehr mitnahm. Wer sich bisher vom Titel abschrecken ließ, der täuscht. „Die Tribute von Panem“ bieten wesentlich mehr Handlungstiefe und Stoff zum nachdenken als die meisten All-Ager und gehören für mich zu den Jahreshighlights 2010. Empfehlenswert für alle zwischen 14 und 144.

Gefährliche Liebe, Die Tribute von Panem II – Suzanne Collins
400 Seiten, Oetinger
ISBN 9783789132193, 17,95 €
Hardcover

Verführerische Dunkelziffer

Nach dem Ausflug in die Sturmwelt hatte ich Lust auf einen Krimi. Wie gut, dass “Dunkelziffer” von Arne Dahl noch auf dem SUB lag. Arne Dahl ist im Krimibereich mein absoluter Lieblingsautor, da konnte also nicht viel schief gehen.

Ging es auch nicht, nur für meinen Arbeitseifer war es tödlich. Eigentlich hatte ich mir für gestern ja noch einiges vorgenommen. Die letzten 200 Seiten der Sturmwelten sollten auch Lesegenuss genug für einen Tag gewesen sein. Von wegen. Kaum hatte ich mit “Dunkelziffer” angefangen, bannte es mich in seinem dunklen Sog und ich las die ersten 330 Seiten mal eben weg. An fleißig sein war da natürlich nicht mehr zu denken. Mit Mühe und Not konnte ich mich lange genug losreißen, um der Waschmaschine und dem Geschirrspüler Arbeit zu geben. Das Ende des Buches habe ich heute Morgen gelesen. Ein Krimi der einen atemlos immer weiter lesen lässt, ohne Rücksicht auf die Umwelt.

Wenn ich die Arbeit von gestern Abend nachgeholt habe, eine kleine Pause brauche ich nach dem Buch sowieso, geht es weiter mit “Das Flüstern der Nacht” von Peter V. Brett, der Fortsetzung zu “Das Lied der Dunkelheit”. Da das Buch 1000 Seiten hat, werde ich damit wohl eine Weile beschäftigt sein und kann hier nur wieder über transportable Zwischenlektüren berichten.

Schneller lesen

Die Möglichkeit schneller zu lesen, hat mich schon lange gereizt. Nicht um einen Roman pro Tag verschlingen zu können. Bücher möchte ich gerne in Ruhe genießen können. Dabei geht es für mich nicht nur um die Aufnahme und das Verständnis von Text. Ich will mich in die Geschichte hineinziehen lassen und voll und ganz in ihr versinken. Aber neben den Büchern gibt es genug Texte zu lesen, seien es Zeitungsberichte oder Artikel im Internet, bei denen es schon ganz praktisch wäre, die Masse schneller und besser bewältigen zu können. Dann bleibt mehr Zeit für die Bücher. Daher habe ich mich sehr gefreut, als mir das Buch “Schneller lesen – Besser verstehen” von Wolfgang Schmitz als Leseexemplar angeboten wurde. Vielen Dank dafür an dieser Stelle.

Natürlich kann man das schnellere Lesen und bessere Textverständnis auch in einem Kurs lernen. Vielleicht wäre das sogar effektiver. Für mich persönlich ist aber die Version als Buch mit eigener Zeiteinteilung besser geeignet. Im Urlaub habe ich jetzt endlich auch die Zeit, mich intensiver mit dem Buch zu befassen.

Bisher habe ich nur das erste Kapitel gelesen, aber schon da festgestellt, an welchen Stellen ich mein Leseverhalten noch trainieren sollte. Die drei Haupt-Lesefehler sind laut Autor das Subvokalisieren, also unterschwelliges Mitsprechen. Das tue ich eigentlich kaum noch, nur bei schwierigen Sachtexten. So schnell wie ich lese könnte ich gar nicht reden. ;) Aber den zweiten Hauptfehler, die Regression (Zurückspringen im Text) beobachte ich ziemlich häufig bei mir. Der dritte Fehler, ein zu enger Blickfokus, kann noch verbessert werden, auch wenn ich meistens nicht Wort für Wort lese sondern Wortblöcke aufnehme.

Die ersten Tests ergaben, dass ich schon schneller lese als der Durchschnitt. Das ist aber auch kein Wunder, da ich täglich lese und meist relativ viel. Es ist aber noch einiges an Potential vorhanden. Mal sehen, ob ich es schaffe, das mit Hilfe des Buches besser zu nutzen.

Vampir Nachschub

Vampirmäßig war es auf meinem SUB bisher eher ruhig. “Nosferas” von Ulrike Schweikert war das einzige Vampirbuch dort. Das hat sich jetzt geändert. Erst fand ich vier Bücher von Tanya Huff als Mängelexemplar. Den ersten Band der Reihe, “Blutzoll”, hatte ich dieses Jahr erst gelesen. Jetzt sind auch die folgenden Bände bei mir eingezogen.

Als ob das noch nicht genügend Vampire wären, hat mir eine Freundin noch sämtliche Bände der Sookie Stackhouse Reihe vermacht, weil ihre Regale überfüllt sind. Meine Regale freuen sich über die neuen Bewohner, vielen Dank!

Damit habe ich jetzt genug Stoff für einen eigenen, kleinen Vampir-SUB. ;)