Old School
3. Juli 2010 von Emily
Kennt ihr das Phänomen, dass man etwas ganz anderes tun sollte und statt dessen doch sehr viel liest? Wenn sich das Wetter nur noch auf dem schattigen Balkon ertragen lässt, passiert das sogar noch häufiger. Natürlich könnte ich dort auch meine Skripte lesen. Aber die habe ich schon so oft durchgearbeitet, dass die Anziehungskraft extrem nachgelassen hat.
Statt dessen habe ich mit einem Buch begonnen, das ich sowieso nur auf dem Balkon (oder im Lesesessel) lesen würde, nicht wie andere beim Essen. Dieses Werk ist nämlich schon fast dreißig Jahre alt und will natürlich geschont werden. Es kam auf wirren Wegen, die ein Forum, eine Geburtstagsfeier und einen Bloggerstammtisch enthalten, zu mir. Gelobt sei Web 2.0.
Sonst wäre mir nämlich ein tolles Buch entgangen, von dem ich vorher noch nie gehört hatte. Kennt ihr “Framstag Sam” von Paul van Herck? Laut Ausleihursprung Science Fiction die ziemlich old school ist.
Sam verabredet sich mit seiner Traumfrau für Framstag um acht Uhr. Doch wann ist Framstag? Er braucht einige Leben und eine Zeitmaschine um dieses Rätsel zu lösen. Nebenbei schreibt er auch noch ein sehr bekanntes Buch, dass die Welt verändert. Oder verändert hat. Oder doch verändern wird? Zeitreisenverwirrung. Obwohl ich bisher wenig Science Fiction gelesen habe und eigentlich dachte, das sei nicht wirklich mein Genre, lässt es mich gerade gar nicht mehr los. Ich muss es weit weg legen, damit ich erst weiter lese, wenn ich zumindest eine Runde Skripte hinter mir habe. “Der Lustmolch” von Christopher Moore ist bei der nächsten Mahlzeit wieder an der Reihe.


