Alljährlich finden in Panem die Hungerspiele statt. Aus jedem der zwölf Distrikte werden je ein Mädchen und ein Junge gelost, die als Tribut an diesen Spielen teilnehmen müssen. Die 24 Teilnehmer haben nur ein Ziel: zu überleben. Erst wenn nur noch einer von ihnen übrig ist, hat das Spiel ein Ende. Als das Los auf ihre kleine Schwester Prim fällt, meldet sich Katniss freiwillig als Tribut. Zusammen mit Peeta, dem Jungen der ihren Distrikt vertreten muss, landet sie in der Arena. Aber hier zählt ihre Herkunft nicht mehr, auch sie werden sich irgendwann gegenüber stehen und nur einer von ihnen darf überleben. Doch dann rettet Peeta ihr das Leben. Katniss weiß nicht mehr, was Spiel und was Realität ist. Wem kann sie vertrauen?
„Tödliche Spiele“ war tödlich für meinen Zeitplan, einmal angefangen hätte ich es am liebsten am Stück verschlungen. Es hatte soviel mehr zu bieten, als ich erwartet hatte. Natürlich spielt der Kampf ums Überleben in der Arena eine große Rolle. Doch geht es dabei auch viel mehr um Freundschaft und Vertrauen, Zusammenhalt und auch ein wenig Liebe. Und darum wie schwierig all das ist, wenn das ganze Land dich und die anderen Teilnehmer lieber tot sehen möchte.
Beängstigend fand ich die Darstellung, wie die Hungerspiele als das große Medienspektakel des Jahres gefeiert wurden. Wie Menschen mit den Leben anderer spielen, nur um zu unterhalten und zu zeigen, welche Macht sie besitzen. Beängstigend, weil es nicht unmöglich scheint. Weil es so abgrundtief menschlich ist.
„Tödliche Spiele“ ist der erste Band der Reihe „Die Tribute von Panem“ und hat mich mit seiner unerwarteten Tiefe und seiner Spannung so begeistert, dass ich es kaum erwarten kann, demnächst den zweiten Band „Gefährliche Liebe“ zu lesen.
Die Tribute von Panem “Tödliche Spiele” – Suzanne Collins
414 Seiten, Oetinger
ISBN 9783789132186, 17,90 €
Hardcover





