Über Vampire lese ich eigentlich ja sehr gerne ab und an mal ein Buch. Die Chroniken der Vampire von Anne Rice habe ich zum Teil zwei Mal gelesen, auch die eher an Blade erinnernden Vampire von Markus Heitz gefallen mir ganz gut. Momentan traue ich mich allerdings kaum, mir spontan ein Vampirbuch zu kaufen. Auch wenn der Klappentext etwas anderes verspricht, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, einen Nackenbeißer (Schnulzenroman) zu erwischen, in dem die (natürlich furchtbar gut aussehenden) männlichen Protagonisten einfach längere Eckzähne und eine spezielle Ernährungsweise verpasst bekamen. Oder man stößt auf eher für die jugendliche Zielgruppe gedachte Romane mit glitzernden Vampirboys.
Auf Empfehlung habe ich mich dann doch mal wieder an einen Vampirroman getraut, ich lese jetzt “Blutzoll” von Tanya Huff. Es ist der erste Band einer mehrteiligen Reihe, die inzwischen auch zu der TV-Serie Blood-Ties verarbeitet wurde. Die ersten Seiten sind vielversprechend. Düster, die Hauptcharaktere alles andere als perfekt, Nebencharaktere haben bisher nie lange überlebt. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.



Da bin ich mal gespannt, wie du das Buch findest. Ich hab Band 1 gelesen, aber weitere Bände – obwohl sie z.T. hier stehen – nie angepackt. Irgendwie fand ich nämlich “Blutzoll” ganz nett, aber wirklich angefixt hat mich das Buch dann doch nicht. Dazu hat allerdings zum Teil auch die fehlerhafte Edition von Feder&Schwert beigetragen. Falls du die Lyx-Ausgabe liest, würde mich sehr interessieren, ob die besser ist!
@irina: Ich habe auch die Ausgabe von Feder & Schwert, allerdings die 3. veränderte Auflage. Hatte mich schon gewundert, seit wann bei belletristischen Titeln Änderungen vorgenommen werden. Hattest Du die 1. Auflage? Was war daran fehlerhaft? Die Übersetzung?
Ich habe auch die 3. veränderte Neuauflage von 2004 gelesen.
Ich meine, mich an wahnsinnig viele Tipp-/Rechtschreibfehler und unsaubere Formulierungen zu erinnern, aber ich kanns gar nicht mehr mit Sicherheit sagen, weil das schon so lange her ist. In jedem Fall hab ich gedanklich “schlecht editiert” abgespeichert.
@irina: Nachdem ich jetzt ein paar Seiten mehr gelesen habe, weiß ich was Du meinst. Da ist bei der Übersetzung so einiges schief gelaufen. Sehr schade.
Tanya Huffs “Vicki Nelson”-Reihe gehört zu meinen Lieblingen. Die Plots sind meistens nicht so toll und es gibt Sachen, die weit besser geschrieben sind, aber die Figuren sind toll und ich liebe Tanya Huffs merkwürdigen Humor.
Schade, dass “Blood Ties” nach einer Staffel abgebrochen wurde und von der deutschen Synchro so verhunzt wurde.
Hast du es eigentlich mal mit Patricia Briggs versucht? Eine moderen Werwolf/Vampir-Reihe, die sich aber fernab der unerträglichen Vampir-Nackenbeißer-Schwemme einordnet. (Tatsächlich gibt es mehr von der Sorte, aber da der Schnulzkram sich besser verkauft, vermarkten die Verlage einfach alles auf dieser Schiene, so dass die Unterschiede von außen kaum mehr erkennbar sind, was ich sehr schade finde).
@Pandora: Von Patricia Briggs habe ich noch nichts gelesen, kommt aber gleich auf die Wunschliste. Vielen Dank!
Spontankäufe tätige ich in dem Genre wirklich nicht mehr, aber es gibt ja zum Glück genug Leser, die einem Tipps geben können. Dein Blog ist da auch ein guter Anlaufpunkt.
Die Mercy-Thompson-Serie von Patricia Briggs kann ich dir auch wärmstens empfehlen, Emily. Falls du dich dafür interessierst, ich hab vor kurzem Band 4 rezensiert.
Nachtrag: Vampire spielen allerdings bei Briggs nur eine untergeordnete Rolle, im Vordergrund stehen die Werwölfe bzw. Mercy selbst, die eine (Kojoten-)Walkerin ist.
@irina: Ich mag auch Werwuffis
Ich wollte es nur vorsichtshalber mal erwähnt haben, weils ja eigentlich um klassische Vampire ging!
@irina: Danke für die Warnung
Kurzes Fazit: Gefiel mir gut, die nächsten Bände werden bei Gelegenheit auch noch gelesen. Ausführlicher demnächst.