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“Die Meisterin” folgt der Tradition

Schon die ersten beiden Bände aus der “Gilde der schwarzen Magier” von Trudi Canavan hatte ich vor Prüfungen gelesen. Jetzt darf mich auch der dritte Band, “Die Meisterin”, vor dem nächsten Test begleiten. Dafür eignen sich die Bücher sehr gut. Es ist angenehme Fantasy, man kann gut eintauchen und mal abschalten, aber ohne sein Gehirn all zu sehr zu belasten. Das muss einfach auch mal sein.

Als Gute-Nacht-Lektüre lese ich noch an “31 Songs” von Nick Hornby. Darin erzählt er über seine Erlebnisse mit Musik. Mal mit ganz bestimmten Stücken, mal allgemeiner mit Musikstilen. Auch wenn ich die meisten Lieder nicht kenne, macht es Spaß. Seine Einstellung ist sehr angenehm: es muss nicht immer große Kunst sein, es soll einem einfach nur gefallen.

Shane Jones – Thaddeus und der Februar

Thaddeus

Kaum einer mag ihn wirklich, den Februar. Der Winter dauert schon viel zu lange, der Frühling steht vor der Tür, kommt aber einfach nicht herein. Stellt euch vor, das ginge nicht nur einen Monat lang so, sondern schon über ein Jahr. So lange schon währt der Februar in der Stadt der Ballonfahrer, von der hier berichtet wird. Nicht nur Schneemassen bedecken Straßen und Häuser, auch eine tiefe Traurigkeit legt sich über die Bewohner. Doch einige wollen nicht einfach aufgeben, sie versuchen alles, den Februar zu vertreiben. Allen voran Thaddeus.

„Thaddeus und der Februar“ ist eine sehr vielschichtige Erzählung, deren wahres Ausmaß sich erst gegen Ende offenbart. Dann lösen sich auch viele Fragen auf, die vielleicht während des Lesens entstanden. Ich mag es, wenn ich den Anfang des Buches im Nachhinein noch einmal mit ganz anderen Augen betrachten kann. Das ein oder andere bleibt vielleicht auch ungeklärt, aber selbst der Autor sagt in einem Interview, dass er wohl nicht alles erklären kann, was er schrieb.

Man muss auch gar nicht jeden Satz analysieren. Die Geschichte ist voller fantastischer Bilder, in denen man versinken kann. Sie lassen einen nicht mehr los, taucht man irgendwann wieder auf, hat man das Gefühl ein zauberhaftes Märchen gesehen zu haben. Ja, gesehen, nicht gelesen. Das Kopfkino sprang sofort an, noch zwei Tage nach dem Lesen habe ich eine Unmenge an Bildern im Kopf, wenn ich an das Buch denke. Diese Bilder werden mich auch sicher noch eine ganze Weile begleiten.

Ein Blick unter den Schutzumschlag lohnt sich übrigens, auch der Einband selbst ist mit Abbildungen aus dem Buch versehen. Was nicht sofort auffällt: beide glitzern dezent, wie frisch gefallener Schnee. Überhaupt ist die Gestaltung des ganzen Buches wunderbar passend. Es gibt Seiten, auf denen findet sich nur ein einziger Satz. Besser hätte man die Atmosphäre der entsprechenden Szene nicht ausdrücken können. Man spürt, dass hier nicht einfach nur ein Text abgedruckt und verkauft wird, das gesamte Werk wurde mit viel Liebe zum Detail erstellt.

Erscheinen wird „Thaddeus und der Februar“ Anfang Februar. Vielen Dank an den Eichborn Verlag, der mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte. Um euch die Wartezeit ein wenig zu verkürzen, hier der Trailer zum Buch:

Jasper Fforde – Irgendwo ganz anders

irgendwofforde

„Irgendwo ganz anders“ ist der fünfte Teil der Thursday Next Reihe. Vierzehn Jahre sind seit dem vierten Band vergangen. Ihr Mann Landen weiß nicht, dass Thursday noch immer für Jurisfiktion in der Bücherwelt tätig ist. Sie geht angeblich ganz harmlos ihrer Arbeit in einer Teppichfirma nach. Ihr Sohn Friday ist mitten in der Pubertät und ihr Sorgenkind, eigentlich hätte er schon vor drei Jahren bei der Chrono Guard anfangen sollen, weigert sich allerdings bisher strikt. Tochter Tuesday treibt derweil sämtliche Mathematiker mit ihrer Intelligenz in die Verzweiflung, nach dem sie mal eben FermatsLetzterSatz gelöst hat, der eigentlich unlösbar ist. Auch in der Buchwelt geht es wieder hoch her, Thursday muss sich gleich mit zwei anderen Thursdays herum schlagen, die ihr nur äußerlich ziemlich ähnlich sind. Auch Goliath sorgt mal wieder für einige Unruhe in der Bücherwelt. Es gibt also wieder allerhand zu tun.

Es ist eigentlich unmöglich, die Handlung dieses Buches kurz wieder zu geben, es passiert viel zu viel. Wie schon die vorherigen Bände strotzt auch dieses nur vor schrägen Einfällen und tollen Ideen. Gegen Ende wird es mal kurzzeitig verwirrend, die vielen Thursdays bleiben natürlich nicht alle in ihrer zugedachten Rolle. Sehr gelungen fand ich die Idee, der alternativen Bücher der Thursday Next Reihe und die Erklärung, warum wir sie so nicht kennen. Auch Anspielungen auf politische Geschehnisse kommen vor, allerdings so allgemein gehalten, dass sie auch noch in einigen Jahren verständlich sind.

Ich könnte mal wieder stundenlang schwärmen, aber das liest dann ja niemand mehr. Wer nichts gegen wirklich schräge Handlungen hat und bereit ist, sich auf eine ganz andere Welt einzulassen, der sollte einfach mal den ersten Band der Reihe, „Der Fall Jane Eyre“, lesen. Es ist empfehlenswert, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Ich habe mich bisher bei jedem Band köstlich amüsiert und freue mich schon auf die Fortsetzung.

Kampf dem Februar

Ja, ich weiß, dafür ist es eigentlich noch etwas zu früh. Er hat ja noch nicht einmal angefangen. Nachdem ich heute morgen von Schneefall begrüßt wurde, hatte ich aber richtig Lust auf “Thaddeus und der Februar” von Shane Jones. Eine Geschichte über einen Februar, der gar nicht enden will und eine ganze Stadt mit Kälte und Traurigkeit überzieht. Doch die Stadtbewohner geben nicht auf, sie sagen dem Februar den Krieg an, allen voran Thaddeus.

Dass ich es schon zu Ende gelesen habe, sagt wohl einiges aus. Es ist aber auch wirklich ein relativ kurzes Buch. Dafür voller Bilder und Geschichten, die mich sehr beeindruckt haben und noch eine Weile begleiten werden. Für eine ausführliche Meinung müssen sich all diese Gedanken erst mal ein wenig sortieren, die liefere ich euch aber so schnell wie möglich.

Bis dahin schon mal vielen Dank an den Eichborn Verlag, der mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Sonst wäre mir dieses fantastische Leseerlebnis vielleicht entgangen.

Ein interessantes Interview mit dem sehr sympathisch wirkenden Autor findet ihr auf der Homepage zum Buch.

Hier noch der Trailer für alle Neugierigen. Vor der Lektüre vielleicht etwas verwirrend, danach einfach nur toll, weil er die Handlung so wunderbar zusammenfasst.

Erscheinen wird das Buch übrigens Anfang Februar, wann sonst könnte es passender sein?

Jahresrückblick und Statistik 2009

Das Jahr ist vorbei, es wird mal wieder Zeit für die Bilanz. Insgesamt habe ich weniger gelesen als 2008, das war aber schon vorher klar, da auch weniger Zeit zur Verfügung stand. Trotzdem habe ich es geschafft im Urlaub meinen “gelesene-Seiten-pro-Monat-Rekord” zu brechen, im August habe ich tatsächlich 5926 Seiten gelesen. Da hatte ich wohl Nachholbedarf. Wie üblich bin ich querbeet durch verschiedenste Genres gehüpft, von jedem meiner Lieblingsautoren war mindestens ein Buch dabei. Es gab aber auch viele andere sehr schöne Bücher. Insgesamt bin ich mit der Bilanz zufrieden.

Bücher gelesen insgesamt: 82

Seiten gelesen insgesamt: 31.638

Ø Bücher pro Monat : 6,83

Ø Seiten pro Buch: 385,83

Ø Seiten pro Monat: 2.636,5

Ø Seiten pro Tag: 86,68


Für die ganz Neugierigen hier noch eine Auflistung aller 2009 gelesenen Titel, alphabetisch nach Autor sortiert:

Abedi, Isabel – Lucian

Adams, Douglas – Das Restaurant am Ende des Universums (Anhalter II)

Adams, Douglas – Per Anhalter durch die Galaxis

Beckett, Simon – Die Chemie des Todes

Birbæk, Michel – Beziehungswaise

Birbæk, Michel – Was mich fertig macht ist nicht das Leben sondern die Tage dazwischen

Birbæk, Michel – Wenn das Leben ein Strand ist, sind Frauen das Mehr

Brett, Peter V. – Das Lied der Dunkelheit

Brown, Rita Mae – Die kluge Katze baut vor

Canavan, Trudi – Die Novizin

Canavan, Trudi – Die Rebellin

Cashore, Kristin – Die Beschenkte

Colfer, Eoin – Artemis Fowl and the Time Paradox

Dahl, Arne – Rosenrot

Dahl, Arne – Tiefer Schmerz

Dahl, Arne – Ungeschoren

Damhaug, Torkil – Die Bärenkralle

Davidson, Andrew – The Gargoyle

Dische, Irene – Großmama packt aus

Ebert, Vince – Denken sie selbst

Eliassen, Ruben – Phenomena

Eschbach, Andreas – Ausgebrannt

Fforde, Jasper – Der Fall Jane Eyre (Thursday Next I)

Fforde, Jasper – Irgendwo ganz anders (Thursday Next V)

Finn, Thomas – Der letzte Paladin (Die Wächter von Astaria I)

Fischer, Ernst Peter – Der kleine Darwin

Foenkinos, David – Größter anzunehmender Glücksfall

Fry, Stephen – Der Sterne Tennisbälle

Gabaldon, Diana – Echo der Hoffnung (Highland-Saga VII)

Gablé, Rebecca – Hiobs Brüder

Gaiman, Neil – Coraline

Geier, Fabian – J. R. R. Tolkien (Monographie)

George, Elizabeth – Doch die Sünde ist Scharlachrot

Glattauer, Daniel – Gut gegen Nordwind

Grimes, Martha – Inspektor Jury lichtet den Nebel

Groff, Lauren – Die Monster von Templeton

Hardebusch, Christoph – Die Werwölfe

Hearn, Lian – Das Schwert in der Stille (Der Clan der Otori I)

Hearn, Lian – Der Pfad im Schnee (Der Clan der Otori II)

Heitz, Markus – Drachenkaiser

Heitz, Markus – Gerechter Zorn (Die Albae I)

Hennen, Bernhard – Elfenlied

Hornby, Nick – All you can read

Hornby, Nick – How to be good

Hornby, Nick – Juliet, Naked

Hornby, Nick – Mein Leben als Leser

Illies, Florian – Ortsgespräch

Irlenkäuser, Olaf – Das Buch der Bücher

Kay, Guy Gavriel – Die Fürsten des Nordens

Kerkeling, Hape – Ich bin dann mal weg

Klüpfel, Volker/Kobr, Michael – Milchgeld

Kuttner, Sarah – Mängelexemplar

Lodato, Victor – Mathilda Savitch

Mann, Thomas – Die Buddenbrooks

Marzi, Christoph – Heaven, Stadt der Feen

Meyer, Kai – Arkadien erwacht

Moore, Christopher – Fool

Moriarty, Liane – Ein Geschenk des Himmels

Nicholls, David – Zwei an einem Tag

Plaschka, Oliver – Fairwater oder die Spiegel des Herrn Bartholomew

Pratchett, Terry – Nation

Rath, Hans – Man tut was man kann

Rausch, Roman – Das Caffeehaus

Regener, Sven – Neu Vahr Süd

Reider, Katja – Rosalie liebt Trüffel

Röhrig, Tilman – Caravaggios Geheimnis

Rothfuss, Patrick – Der Name des Windes (Königsmörder Chronik Tag I)

Ruff, Matt – Bad Monkeys

Sansom, C. J. – Der Anwalt des Königs

Saunders, Kate – Liebe macht lustig

Schier, Petra – Mord im Dirnenhaus

Schwingenheuer, Eva – Burka

Sebold, Alice – In meinem Himmel

Shakespeare, William – Ein Sommernachtstraum

Shakespeare, William – König Lear

Shakespeare, William – Viel Lärm um nichts

Tietz, Markus – Rattentanz

Townsend, Sue – Das Intimleben des Adrian Mole 13 ¾

Updike, John – Die Hexen von Eastwick

Weisman, Alan – Die Welt ohne uns

Williams, Tad – Die Drachen der Tinkerfarm

Zusak, Markus – Die Bücherdiebin

Monatsrückblick Dezember 2009

Der Monatsrückblick ist diesmal schnell geschrieben. Es waren gerade mal drei Bücher mit zusammen 1801 Seiten. Der schlechteste Monat dieses Jahr, aber Weihnachten fordert eben auch seinen Tribut. Dafür waren es drei sehr gute Bücher.

Diana Gabaldon – Echo der Hoffnung ++

Teil 7 der Highland-Saga und wieder einfach nur schön.

Jasper Fforde – Irgendwo ganz anders +

Teil 5 der Thursday-Next-Reihe, wie die Bänder vorher herrlich schräg und lustig.

Irene Dische – Großmama packt aus ++

Wunderbare Familiengeschichte, mit vielen Höhen und Tiefen.