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Fantasydays in Düsseldorf

Vom 6. bis 8. November finden in Düsseldorf die Fantasydays statt. Leider kann ich dieses Jahr nicht daran teilnehmen, aber ich hoffe nächstes Jahr sieht das anders aus. Das Programm ist nämlich durchaus verlockend.

Neben vielen interessanten Workshops und Vorträgen gibt es auch allerhand tolle Lesungen. Wahrscheinlich würde man mich die ganzen drei Tage im Lesecafé finden. Unter anderem lesen dort Christoph Hardebusch, Bernhard Hennen, Boris Koch, Karl-Heinz Witzko, André Wiesler, Kai Meyer, Markus Heitz … kurz: allerhand tolle deutsche Fantasyautoren. Wenn Wolfgang Hohlbein liest, könnte ich mir mal den Rest des Events anschauen. ;-)

Ich beneide alle, die dieses Wochenende dort sein können und hoffe auf viele tolle Fotos und Eindrücke. Den ein oder anderen Bekannten von den Tolkienfesten hätte ich sicher auch dort treffen können, sehr schade, dass es dieses Fest nicht mehr gibt.

Vorerst begnüge ich mich dann mal mit den neuesten Werken von Markus Heitz und Bernhard Hennen, nächstes Jahr hoffe ich die Autoren auch  live erleben zu können.

Michel Birbaek – Was mich fertig macht ist nicht das Leben sondern die Tage dazwischen

wasmichfertigmacht

Tacheles ist auf Tour mit seiner Band. Die kennt zwar kaum jemand, und das Geld aus den Auftritten reicht gerade mal um den nächsten Auftritt zu finanzieren, aber was soll’s. Der Spaß zählt, außerdem lässt sich nirgendwo so gut saufen wie auf Tour. Sein ganzes Leben besteht eigentlich nur aus Sex, Drugs & Rock ‚n’ Roll. Wobei das mit den Frauen nicht so ganz einfach ist. Mit der besten Freundin schläft er zwar, liebt sie aber nicht. Die Frau die er liebt schläft mit ihm, lässt ihn dann aber hängen. Daran sollte man was ändern.

„Was mich fertig macht …“ ist das Erstlingswerk von Birbaek, ich habe es erst nach den beiden Nachfolgern „Wenn das Leben ein Strand ist, sind Frauen das Mehr“ und „Beziehungswaise“ gelesen. Sein Erstling kam für mich lange nicht an die nachfolgenden Bücher heran, ich hatte das Gefühl, als müsse er sich hier noch etwas warm schreiben. Die erste Hälfte kam mir ziemlich oberflächlich vor, die zweite war dann schon mehr so, wie ich es von ihm gewohnt war. Den schnodderigen und direkten Schreibstil hat er von Anfang an drauf, die Themen bekamen aber erst später etwas Tiefe.

In diesem Buch werden zwei Themen angeschnitten, die er in seinen späteren Werken wieder aufgreift und ausführlicher ausarbeitet: kann oder sollte man mit seiner besten Freundin eine Beziehung eingehen und den Abschied von Menschen, die einem nahe stehen.

Alles in allem kam es mir ein wenig so vor, als hätte er hier noch geübt. Das Buch ist schon gut, aber nicht noch nicht sehr gut, wie die folgenden Werke. Interessant finde ich, dass anscheinend doch einiges autobiographisches darin vorkommt. Hoffentlich klappt es mit der Leserunde zu „Nele&Paul“, ich hätte einige Fragen an ihn.

Wer von „Was mich fertig macht …“ nicht wirklich begeistert war, sollte „Wenn das Leben …“ oder „Beziehungswaise“ trotzdem noch eine Chance geben, er steigert sich wirklich enorm.

Monatsrückblick Oktober 2009

Dunkle Ereignisse werfen ihre Schatten voraus … Na gut, ganz so tragisch ist es nicht. Aber an meiner Lektüre des letzten Monats sieht man eindeutig, dass ich mit dem Lernen für die Prüfung angefangen habe. Es waren nicht besonders viele Bücher und vor allem leichte Lektüre. Neben “Grundlagen der Volkswirtschaftslehre”, “Rechtssichere Werbung” und ähnlich spannenden Werken brauche ich Popcornliteratur. Genug gefaselt, hier die Ausbeute für Oktober. Verlinkungen spare ich mir in Zukunft, dafür hat der Blog ja jetzt die tolle Suchfunktion. ;-)


Isabel Abedi – Lucian ++
Ein wunderschöner mystischer Jugendroman, rund um die Liebe.

Rebecca Gablé – Hiobs Brüder ++

Historischer Roman, der nach 200 Seiten so fesselnd wurde wie alle ihre Bücher.

Christoph Hardebusch – Die Werwölfe +
Klassischer Horror vor historischem Hintergrund, hat mal wieder sehr viel Spaß gemacht.

Kai Meyer – Arkadien erwacht ++

Spannender Jugendroman, der von den dunklen Geheimnissen der Cosa Nostra handelt.

Terry Pratchett – Nation +++
Kein Scheibenweltroman, trotzdem sehr guter und nachdenklich stimmender Roman.