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Eoin Colfer – Artemis Fowl and the Time Paradox

“Artemis Fowl und das Zeitparadox” ist der sechste Band der Reihe, in dem wir Artemis auch gleich in doppelter Dosis bekommen.

Artemis Mutter ist todkrank. Das einzige Heilmittel wird mit Hilfe einer Lemurenart hergestellt. Fatalerweise hat Artemis vor einigen Jahren nicht unerheblich dazu beigetragen, dass eben diese Lemurenart ausstarb. Artemis bleibt nichts anderes übrig als in die Vergangenheit zu reisen, und sich selbst an dieser Tat zu hindern. Holly Short begleitet ihn auf dieser abenteuerlichen Reise. In der Vergangenheit treffen sie nicht nur auf den jüngeren Artemis, auch andere alte Bekannte, zu der Zeit noch Unbekannte, finden sich ein.

Wer die ersten fünf Bände mochte, wird auch hier nicht enttäuscht werden. Besonders gut gefiel mir, wie Artemis sich im Laufe der Zeit entwickelt hat. Das wird in diesem Band besonders deutlich, wenn er auf sein jüngeres Ich trifft, das doch wesentlich skrupelloser ist als der ältere Artemis. Auch Mulch Diggums Fans kommen hier wieder auf ihre Kosten, ich mag den seltsamen Zwerg ja auch sehr gerne.

In meiner Ausgabe bekommt Holly Short noch eine Extra-Geschichte, in der berichtet wird wie sie es schaffte, als erster weiblicher Officer unter Commander Julius Root zu dienen. Eine sehr schöne Zusatzgeschichte die mir gut gefiel, auch weil man hier einiges mehr über Commander Root und die Beziehung zwischen Holly und ihm erfährt.

Wer mit „Artemis Fowl and the Lost Colony“ nicht ganz glücklich war, kann sich hier wieder auf einen eher typischen Artemis-Band freuen.

Hinter die Kulissen schauen

Bisher haben mich Bio- und Monographien nicht wirklich gereizt. Als ich in den Vorschauen eine Monographie zu J. R. R. Tolkien entdeckte, hat sie mich doch neugierig gemacht. Heute habe ich angefangen sie zu lesen, erstaunlicherweise ist sie alles andere als trocken und langweilig. Es macht richtig Spaß, Tolkien auf seinem Lebensweg zu folgen und auch die ein oder andere Begebenheit zu entdecken, die Spuren im Herrn der Ringe hinterlassen hat.

Das Buch ist aus der Reihe rororo Monographien, die noch einige interessante Persönlichkeiten zu bieten hat. Das wird sicher nicht die letzte Monographie sein, die in mein Bücherregal wandert.

Fast geschafft

Ab morgen Mittag habe ich endlich wieder mehr Zeit für meine Bücher. Mein SUB wächst und gedeiht, ich kann mich kaum entscheiden, womit ich anfangen soll.

“Heaven” von Christoph Marzi wartet unter anderem, seit heute ist auch noch “Rattentanz” von Michael Tietz hier eingezogen. Nach “Ausgebrannt” hat mich das Thema interessiert, was würde passieren, wenn wir von heute auf morgen ohne Strom wären?
Außerdem ist aus der Reihe rororo Monographien der Titel “J.R.R. Tolkien” seit heute in meinem Besitz. Da es das einzige wirklich handliche neue Buch ist, darf es mich nächste Woche zum Friseur begleiten.

Durch die letzte Woche hat mich “Die Novizin” von Trudi Canavan begleitet. Als englisches Buch war mir “Gargoyle” in den letzten Tagen zu schwere Kost. Sonea hatte mich schon vor der letzten Prüfung erfolgreich abgelenkt, so auch diesmal. Ein leichter Schmökerroman, mit dem man gerne mal der realen Welt den Rücken kehrt.

Ernst Peter Fischer – Der kleine Darwin (Alles, was man über Evolution wissen sollte)

In „Der kleine Darwin“ gibt Ernst Peter Fischer einen Überblick über die Theorie der Evolution. Er erläutert ihre Entstehung, die Zweifel die an ihre gehegt wurden, die Bestätigung durch die moderne Wissenschaft und lässt auch alternative Ideen nicht unbeachtet.

Im ersten Teil berichtet er knapp über Darwins Leben und die Bedeutung, die die Gesellschaft und die damalige Wissenschaft für die Veröffentlichung des Buches „Über die Entstehung der Arten“ hatte. Damit lassen sich Darwins Gedanken leicht nachvollziehen und besser im zeitlichen Kontext einordnen.

Im zweiten Teil erläutert Fischer einige Schlüsselbegriffe aus Darwins Evolutionstheorie. Aber nicht nur aus Darwins Sicht, auch wie sie heute, mit dem Wissen um molekularbiologische Vorgänge, verstanden werden können.

Im dritten Teil werden verschiedene Begriffe zueinander abgegrenzt, zum Beispiel Darwinismus zu Lamarckismus, während sich der vierte Teil mit dem Menschen beschäftigt. Wie konnte der heutige Mensch entstehen, welche Faktoren waren dafür maßgeblich, welche Einflüsse sorgten dafür, dass wir uns vom Affen entfernten.

Bei all den Erklärungen besteht Fischer nicht auf einer einzigen Theorie, die die wahre ist, er zeigt immer wieder Alternativen auf. Er macht deutlich, dass auch andere Denkansätze ihre Berechtigung haben und nicht falsch sein müssen. Das gefiel mir sehr gut an dieser Einführung in die Evolution. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist, dass nicht nur die historischen Grundlagen bearbeitet werden, auch moderne Ansätze, wie zum Beispiel die Epigenetik, werden erwähnt und erläutert.

Über ein wenig naturwissenschaftliche Grundbildung sollte man wahrscheinlich vor der Lektüre verfügen, da hier doch viel Wissen auf wenigen Seiten zusammengefasst ist. Fischer erläutert zwar jedes Fremdwort, aber eher knapp. Selbst ich musste manche Absätze noch ein zweites Mal lesen, obwohl ich Biologie studiert habe. Das sollte interessierte Leser aber nicht abschrecken, man kann unbekannte Ausdrücke ja auch jederzeit nachschlagen. Der Schreibstil an sich ist angenehm locker, man hat nicht das Gefühl, ein Lehrbuch zu lesen.

Da geht noch was rein – meine Bücherregale

Lilly hat mich angesteckt, nachdem sie von Melli inspiriert wurde. Die beiden haben ihre Bücherregale im Bild festgehalten. Anscheinend haben wir alle das gleiche Regalmodell.

Ich war allerdings zu faul, jedes Fach einzeln zu fotografieren. Dafür bekommt ihr aber auch alle Regale zu sehen.

Im Vorzeigeregal muss ich demnächst wohl auch zweireihig stellen, noch konnte ich es vermeiden:

Dafür stapelt es sich in meinem Regal für ungelesene Bücher:

Auch in kleinen Ecken ist Platz für ein Bücherregal:

Der Rest tummelt sich im inzwischen ziemlich betagten Ivarregal, das mich schon durch etliche Wohnungen begleitet hat:

Nicht zu sehen sind etliche Bücher, die in Kartons im Schrank liegen.

Michel Birbaek – Beziehungswaise

Tess und Lasse sind seit sieben Jahren ein Paar. Sie lieben sich, das steht außer Frage. Aber ist es noch „die“ Liebe? Im Bett lief schon eine Weile nichts mehr, sind sie vielleicht nur noch gute Freunde? Was sollen sie tun, wenn dem wirklich ist? Sich trennen, obwohl man sich noch liebt? Zusammen bleiben, obwohl doch etwas Wichtiges fehlt?

Diese Fragen beschäftigen den Comedian Lasse in Michael Birbaeks „Beziehungswaise“. Zu den Beziehungsproblemen kommen noch Sorgen um den Job, in dem es schon mal besser lief. Auch seinem Vater geht es gesundheitlich nicht gut. Lasse erkennt, dass er sein Leben nicht einfach weiter laufen lassen kann, er muss es wieder zurück in die Bahn bringen. Doch erst muss er sich entscheiden, welche Bahn das sein soll.

„Beziehungswaise“ ist ein Liebesroman, aber einer der ganz anderen Art. Kitsch sucht man hier vergeblich, starke Gefühle findet man auf jeder Seite. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, ein Däne im Kölner Karneval muss schon einiges ertragen.

Leichte Lektüre sollte man hier nicht erwarten, gerade die Kapitel über Lasses Vater sind trotz allen Humors eher schwere Kost. Das Buch ließ mich in einer seltsamen Mischung aus Wohlgefühl aber auch Schwermut zurück.
Dieses Buch gehörte in diesem Jahr zu meinen Lesehighlights, ich werde es sicher noch oft weiter empfehlen und selbst die anderen Bücher des Autors lesen.

What kind of reader are you?

Heute hatte ich dann mal zuviel Zeit, und ließ mich zu einem kleinen Test verführen, den ich auf Libromanie fand. Wenn es um Bücher geht, werde ich doch schwach.

Das Ergebnis ist nicht wirklich überraschend, nur der Book Snob Balken gibt mir etwas zu denken.

What Kind of Reader Are You?
Your Result: Dedicated Reader
 

You are always trying to find the time to get back to your book. You are convinced that the world would be a much better place if only everyone read more.

Literate Good Citizen
 
Obsessive-Compulsive Bookworm
 
Book Snob
 
Fad Reader
 
Non-Reader
 
What Kind of Reader Are You?
Quiz Created on GoToQuiz

Tad Williams im Live-Stream Interview

Laut Newsletter der Hobbit Presse wird Tad Williams in einem Live-Streaming Ingerview Fragen zu “Die Drachen der Tinkerfarm” beantworten. Termin des Interviews ist voraussichtlich der 30. August 2009.

Auf der Homepage findet ihr auch eine Leseprobe zum ersten Band seiner neuen Fantasyreihe. Das Buch soll am 31. August 2009 erscheinen. Ich freue mich schon sehr darauf.

Ein weiteres Buch von Tad Williams wird bei Klett-Cotta neu aufgelegt, “Traumjäger und Goldpfote”. Keine klassische Fantasy, eher ein phantastischer Katzenroman, sehr lesenswert. Einen Erscheinungstermin gibt es dafür aber noch nicht.

Ich finde es wirklich toll, das Klett-Cotta sich auch der älteren Werke Tad-Williams annimmt, wie zum Beispiel auch der Osten-Ard-Sage, die sie neu auflegen. Es sind wunderbare Bücher, bei denen es sehr schade wäre, wenn sie vergessen würden.

Deutscher Phantastik Preis

Alljährlich wird der Deutsche Phantastik Preis verliehen. Das besondere daran ist, dass wir Leser die Preisträger bestimmten dürfen. Noch bis zum 31.08.2009 läuft die Hauptrunde, in verschiedenen Kategorien könnt ihr die, eurer Meinung nach, Besten auswählen.

Bevor ich meine Meinung abgebe, muss ich mich mit einigen Nominierten noch näher auseinander setzen. Nur unter “Bester internationaler Roman” ist mein Favorit schon klar, Patrick Rothfuss wurde mit “Der Name des Windes” nominiert.

Der Preis wird im Oktober in Frankfurt auf der Buchmesse-Con verliehen. Dieses Jahr werde ich es wieder nicht zur Verleihung schaffen, aber irgendwann muss ich das unbedingt nachholen.

Was mich fertig macht …

Heute Abend habe ich ein kleines Buch dazwischen geschoben, da ich mal wieder ganz gemütlich ein paar Stunden schmökern wollte. Der Titel lässt die Kürze des Buches kaum erahnen, da er mit “Was mich fertig macht ist nicht das Leben sondern die Tage dazwischen” alles andere als kurz geraten ist.

Michel Birbaek scheint eine Vorliebe für überlange und leicht seltsame Titel zu haben, zumindest bei seinen früheren Werken. Dieses hier ist sein erstes Buch, das zweite ist “Wenn Männer der Strand sind, sind Frauen das Mehr”. Beim nächsten Buch wurde der Titel mit “Beziehungswaise” dann wesentlich kürzer und prägnanter, sein neuestes Werk bleibt mit “Nele & Paul” auf dem neuen, kurzen, Weg.

“Nele und Paul” ist dann auch das einzige Buch, welches mir von Birbaek noch fehlt. Mal sehen, ob ich auf die Taschenbuchausgabe warten kann oder ob ich doch irgendwann schwach werde. Ich mag seinen direkten und manchmal rotzfrechen Schreibstil einfach, er nimmt kein Blatt vor den Mund. Trauer und Freude liegen hier so nah beinander wie im wirklichen Leben.