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Viele viele neue Bücher …

Noch habe ich zwar nicht alle Vorschauen gesehen, aber es sind schon viele Titel dabei, die mich neugierig gemacht haben. Die gesamte Liste wäre zu lang, einige davon werden erfahrungsgemäß auch wieder gestrichen. Aber von manchen weiß ich schon, dass sie auf jeden Fall bei mir einziehen werden, die will ich euch nicht vorenthalten:

August 2009:

Tad Williams – Die Drachen der Tinkerfarm

Ein Jugendbuch, trotzdem freue ich mich sehr darauf. Nicht nur weil ich Drachen mag, auch weil Tad Williams mich vor Jahren mit der Osten Ard Saga zur Fantasy brachte.

September 2009:

Gordon Dahlquist – Das Dunkelbuch
Die Fortsetzung der „Glasbücher der Traumfresser“. Seltsam aber spannend.

Markus Heitz – Drachenkaiser

Die Fortsetzung zu „Mächte des Feuers“ und noch ein Drachenbuch von einem weiteren Lieblingsautoren.

Nick Hornby – Juliet, Naked

Hornby hat sich bei mir zum „kaufe ich als Hardcover“-Autoren entwickelt, es sei denn, das englische Taschenbuch lässt nicht so lange auf sich warten.

Oktober 2009:

Rebecca Gablé – Hiobs Brüder
Endlich wieder ein neuer historischer Roman von ihr, wieder englisches Mittelalter, aber unabhängig von der Warringham-Reihe.

Carlos Ruiz Zafon – Der dunkle Wächter

Ein Jugendbuch, da bin ich noch unschlüssig und warte die ersten Meinungen ab.

Diana Gabaldon – An Echo in the Bone
Band 7 der Highland Saga, endlich geht es weiter mit Claire und Jamie. Auf Deutsch noch nicht angekündigt, aber die letzten erschienen relativ zeitgleich mit dem englischen, daher hoffe ich mal, dass es wieder so ist.

Christoph Hardebusch – Die Werwölfe

„Die Trolle“ haben sehr viel Spaß gemacht, mal sehen, was er mit den Werwölfen angestellt hat.

George R. R. Martin – A dance with dragons
Der fünfte englische Band von “Das Lied von Eis und Feuer”. Die Übersetzung dauert sicher noch ein Weilchen, aber ich habe mich trotzdem sehr gefreut, dass es endlich weiter gehen soll. Nach nur drei Jahren Wartezeit. Diese Reihe ist es aber wert, ich hoffe nur, sie wird irgendwann auch beendet.

November 2009:

Bernhard Hennen – Elfenkönigin
Auch hier ein „Endlich!“, Band vier der Elfen-Reihe erscheint, nachdem er ja schon länger angekündigt war.

Dezember 2009:

Jasper Fforde – Irgendwo ganz anders
Und noch ein „Endlich!“, Band fünf Thursday Next Reihe! Diesmal in verhältnismäßig dezentem Blau, aber nach dem Pink von Band vier ist alles andere dezent. ;)

Ab und an kann ich mich auch beherrschen und warte auf das Taschenbuch, bei folgenden Titeln auf meiner Wunschliste hat das Warten bald ein Ende:

Tana French – Grabesgrün (Aug 09)
Falcones – Die Kathedrale des Meeres (Sept 09)
Matt Ruff – Bad Monkeys (Nov 09)
Elizabeth George – Am Ende war die Tat (Dez 09)
Jürgen Neffe – Darwin (Jan 10)
Ken Follett – Die Tore der Welt (Feb 10)

Lian Hearn – Der Pfad im Schnee / Clan der Otori II

„Der Pfad im Schnee“ ist der zweite Band der Reihe „Der Clan der Otori“. Takeo hatte keine Wahl, wollte er nicht getötet werden, musste er sich dem „Stamm“ anschließen, dessen Erbe er in sich trägt. Doch innerlich sträubt er sich noch immer gegen dieses Leben, schließlich ist er auch der Erbe der Otori-Ländereien. Als Lord Otori könnte er seinem Herzen gehorchen und Kaede heiraten, gemeinsam wären sie auch eine große politische Macht im Land, das momentan im Umbruch ist. Wie wird er sich entscheiden?
Kaede sieht sich mit einer Rolle konfrontiert, auf die sie nicht vorbereitet wurde. Die Erziehung von Töchtern und Söhnen ist sehr unterschiedlich, es gibt sogar eine besondere Männerschrift. Doch nun soll sie über Länderein herrschen, gleichzeitig aber den Männern gegenüber den gebotenen Gehorsam zeigen. Wie wird sie sich in dieser Rolle zu Recht finden?

Die Fortsetzung von „Das Schwert in der Stille“ ist ebenso gelungen, wieder werden wunderbare Bilder einer mir ganz fremden Welt gezeichnet. In diesem Band wird sehr auf die Rollenverteilung der Geschlechter eingegangen, vor allem bezüglich der Rolle der Frauen. Kaede ist ein sehr überzeugender Charakter, der hier ebenso als Hauptcharakter auftritt wie auch Takeo. Beide haben Schwierigkeiten mit den ihnen vorgegebenen Plätzen im Leben und versuchen sich die ihnen passenden selbst zu schaffen. Was nicht so einfach ist, wenn die mächtigsten Männer des Landes nicht damit einverstanden sind.

Auf den dritten Band „Der Glanz des Mondes“ freue ich mich schon sehr, es ist immer wieder schön, in diese asiatische Welt abzutauchen. Auch die Spannung kommt in den Büchern nicht zu kurz, sie sind eine gut gelungene Mischung, die sehr gut unterhält.

Freude und Skepsis vereint

Nach zehn Anläufen habe ich es geschafft, “Artemis Fowl and the Time Paradox” ist gelesen. Am Buch lag es wirklich nicht, das hat soviel Spaß gemacht wie alle Bände davor auch. Ausführlicher Bericht folgt.

Im Nachwort berichtet Eoin Colfer, dass sein nächstes Projekt kein neuer Artemis Fowl Band ist (den es aber auch geben wird), sondern der sechste Band zu Douglas Adams “Per Anhalter durch die Galaxis”. Angekündigt ist er für Herbst 2009 (im Original).
Diese Nachricht las ich mit zwiespältigen Gefühlen. Ja, es ist sehr traurig, dass Douglas Adams so früh starb und nicht mehr wirklich geniale Bücher schreiben konnte. Aber nein, Colfer ist einfach nicht Douglas Adams. Colfer schreibt auch gut, aber doch ganz anders. Mir ist bisher kaum ein Autor begegnet, der dermaßen skurrile und gleichzeitig intelligente Bücher schrieb oder schreibt wie Douglas Adams. Eher könnte ich mir noch vorstellen, dass Jasper Fforde oder Christopher Moore eine Fortsetzung schreiben. Ich bin gespannt was bei diesem Experiment heraus kommt, aber eher skeptisch.

Jetzt geht es erstmal mit einem Krimi weiter, “Milchgeld” von Volker Klüpfel und Michael Kobr ist der erste Band der Reihe um Kommissar Kluftinger. Auf Literaturschock haben viele so begeistert darüber berichtet, dass ich es jetzt auch endlich lesen wollte.

Untreues Wesen

Eine Zählung ergab, dass ich inzwischen neun andere Bücher gelesen habe, seit ich mit dem neuesten Artemis Fowl Band (“and the Time Paradox”) angefangen habe. An der Qualität des Buches liegt es nicht, dass mir ständig etwas dazwischen kommt.

Zum Teil waren es Bücher, auf die ich schon lange gewartet hatte und es keinen Tag mehr länger aushielt. Ein Buch musst zu einem bestimmten Termin gelesen sein. Andere waren einfach handlicher und durften mich begleiten, während Artemis auf dem Küchentisch warten musste.

Inzwischen fehlen nur noch einhundert Seiten, die werde ich dieses Wochenende lesen. Auch wenn ich es schon wieder nicht geschafft habe, bei dem einen Buch zu bleiben. Frisch bei mir eingezogen und sofort angeknabbert: “Größter anzunehmender Glücksfall” von David Foenkinos. Sein Sprachstil macht einfach Spaß, schon “Das erotische Potential meiner Frau” hatte mich begeistert, nachdem ich mich mal dazu durchgerungen hatte. Der Titel war doch eher abschreckend.

Zu gerne hätte ich auch sofort in Douglas Adams reingelesen. Es gibt gerade einen schönen Sonderband mit “Per Anhalter durch die Galaxis” und “Das Restaurant am Ende des Universums” von Heyne. Da ich die Bände damals nur ausgeliehen und ich nach zehn Jahren Lust auf einen Reread hatte, ist er bei mir eingezogen.

Ein Tauschbuch lag dann auch noch im Briefkasten, “Großmama packt aus” von Irene Dische. Bei dem war ich mir immer unsicher, ob es mir gefallen wird. Demnächst wird es getestet.

Patrick Rothfuss – Der Name des Windes

„Der Name des Windes“, die Königsmörder Chronik (erster Tag) erzählt Kvothes Geschichte, der jetzt als Wirt eine Taverne betreibt. Doch so ruhig war sein Leben nicht immer, ganz im Gegenteil. Schon jung war er auf sich selbst gestellt, und hat sich all das was er hat, hart erkämpfen müssen. Zum Beispiel auch die Möglichkeit, an der Universität zu studieren um Arkanist zu werden. Sein großes musikalisches Talent hilft ihm, über die Runden zu kommen. Doch er hat viele Feinde, die ihm das Leben schwer machen und sogar nehmen wollen. Aber auch einige Freunde, die versuchen ihn vor den größten Torheiten zu bewahren.

Viele seiner Abenteuer werden in diesem Band nur angedeutet und erst in den folgenden ausführlicher erzählt. Hier liest man über Kvothes Jugendjahre und seine Zeit an der Universität. Was gerne mal zu Vergleichen mit Harry Potter geführt hat, die aber dermaßen weit hergeholt sind, dass man sie am besten gleich wieder vergisst. Dieses Buch hat nichts mit Harry Potter gemeinsam. Ich würde es eher auf eine Ebene mit Robin Hobbs „Weitseher Saga“ oder auch G. R. R. Martins „Das Lied von Eis und Feuer“ stellen. Sowohl vom gekonnten Aufbau her, als auch von der anspruchsvollen Sprache.

Patrick Rothfuss schafft eine wunderbare Atmosphäre, in der man das Gefühl hat, sich zusammen mit den Protagonisten in der Gaststube zu befinden. Die Wärme des Feuers zu spüren, den Duft des Eintopfs zu riechen und das raue Holz der Theke unter den Händen zu fühlen. Das und die ausführliche Charakterzeichnungen sind es, die für mich die Qualität dieses Buches ausmachen.

Die Welt an sich ist eine klassische Fantasy-Welt mit mittelalterlichem Vorbild. Eine interessante Idee fand ich die Form der Magie, für die man hier kein magisches Potential braucht, sondern Intelligenz und Wissen.

Kleinere Sprachmerkwürdigkeiten, die ich auf die Übersetzung schiebe, habe ich hier gerne verziehen, da der Rest des Buches sehr stimmig war. Aber Wörter wie Gully und Straßenverkehr gehören nicht wirklich in einen Fantasy-Roman, auch „Ladys first“ wirkte leicht unpassend.

Lange bin ich um dieses Buch herum geschlichen, bereue aber nicht, es mir dann doch gegönnt zu haben. Patrick Rothfuss gehört ab sofort zu den Autoren, deren Bücher ich mir im Hardcover leiste. Den zweiten Band auch sicher so schnell wie möglich nach Erscheinen, worauf ich schon jetzt ungeduldig warte.

Im Bereich der Fantasy war „Der Name des Windes“ seit langem mal wieder ein richtiges Highlight für mich.

Monatsrückblick Mai 2009

Das war ein ziemlich ertragreicher Lesemonat, sowohl qualitativ als auch quantitativ. Es waren einige sehr gute Bücher dabei. Insgesamt wurden 3763 Seiten gelesen, ich frage mich gerade, wann ich das geschafft habe.
Der nächste Monat wird sicher wieder ruhiger, da ich langsam mal an die Prüfungsvorbereitung denken sollte. Rezensionen folgen wie immer nach und nach.

Lian Hearn – Der Pfad im Schnee (Clan der Otori II) +

Fabelhafte Fantasy im asiatischen Stil, ganz anders aber richtig gut.

Patrick Rothfuss – Der Name des Windes (Königsmörder Chronik Tag 1) ++
Klassische Fantasy, so gut wie schon lange kein anderes Buch mehr. Lesehighlight und Buchtipp für jeden Fantasyleser.

Simon Beckett – Die Chemie des Todes ++

Die letzten 150 Seiten konnt ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, sehr spannend mit tollen Charakteren.

Vince Ebert – Denken sie selbst 0
Abgebrochen, war einfach nicht mein Humor.

Neil Gaiman – Coraline ++
Wunderschöne gruselige Geschichte, auf deren Verfilmung ich mich jetzt noch mehr freue.

William Shakespeare – Viel Lärmen um nichts +
Was sich liebt, das neckt sich. Schöne Liebeskomödie mit den üblichen Irrungen und Wirrungen.

Markus Heitz – Die Legenden der Albae “Gerechter Zorn” +

Nicht ganz so gut wie ich es bisher von Heitz gewohnt war, aber immer noch gute Fantasy.

Michel Birbaek – Beziehungswaise ++

Eine Trennung der ganz anderen Art. Große Gefühle ohne Kitsch, dafür mit erstaunlichem Tiefgang.

Ernst Peter Fischer – Der kleine Darwin ++

Untertitel: Alles was man über Evolution wissen sollte. Trifft es sehr gut, tolle Zusammenfassung von Darwins Theorie mit Bezug auf die damalige Zeit und dem Zusammenhang mit heutigen Erkenntnissen. Informativ aber verständlich geschrieben.