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Lied-Marathon

“Das Lied der Dunkelheit” habe ich jetzt innerhalb von 48 Stunden durchgelesen, es waren ja nur ca. 800 Seiten. Jede Mahlzeit wurde um mindestens eine Stunde Lesezeit verlängert, lag ich im Bett wurde noch lange nicht geschlafen. Weil ich das Buch einfach nicht mehr beiseite legen konnte. Eine ausführlichere Rezension bekommt ihr demnächst.

Abgesehen von der “Name des Windes” von Patrick Rothfuss war es eines der besten Fantasy-Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Bei den beiden könnte ich mich nicht entscheiden, welches mir besser gefiel.

Die zwei haben auch dafür gesorgt, dass meine Fantasy-Flaute scheinbar ein Ende findet. Ich habe gerade wieder richtig Lust auf all die ungelesenen Fantasy-Bücher auf meinem SUB bekommen. Hoffentlich hält das eine Weile an, und wird nicht so schnell wieder durch mittelmäßige Bücher gebremst.

Erstmal wird die anstehende Prüfung mich etwas bremsen. Aber die Zeit vergeht schnell, danach stehen mir sieben Wochen mit viel Freizeit bevor. Also auch viel Lesezeit.

Jetzt geht er erst mal weiter mit “Gargoyle” von Andrew Davidson, dass ich kurz beiseite gelegt hatte.

Dicke Dunkelheit

Da ich seit gestern eine Woche Urlaub habe, wurde auch gleich die Urlaubslektüre begonnen. Ungeachtet der nicht geringen Anzahl ungelesener Bücher hatte ich mir “Das Lied der Dunkelheit” von Peter V. Brett als Urlaubsbuch gegönnt.

Gestern Abend habe ich damit angefangen, inzwischen bin ich auf Seite 320. Muss ich noch mehr dazu sagen? So bin ich ziemlich schnell durch die 800 Seiten durch, was meinen restlichen Vorhaben für den Urlaub nur gut tun kann. Sonst käme ich ja zu gar nichts mehr.

Was ich aber nicht ganz verstehe, ist das enorme Volumen des Buches. 800 Seiten sind für ein Fantasybuch normaler Durchschnitt, es sieht aber aus, als hätte es mindestens 1200 Seiten. Das macht das Lesen nicht wirklich einfacher, im Bett sogar fast unmöglich. In die Leselotte passt es auf Grund der Breite des Rückens auch nicht mehr rein. Warum macht man das? Meint der Verlag vielleicht, Fantasyleser brauchen dicke Schmöker? Oder wollen sie damit den Preis von 15,00 Euro rechtfertigen? Den zahle ich inzwischen für die meisten Fantasybücher, da sie statt als Taschenbuch in Broschur erscheinen. Dafür muss man mich nicht mit Muskelkater quälen.

Aber der Inhalt macht die erschwerten Lesebedingungen wirklich wett. Ich bin froh, mal wieder auf meinen Bauch gehört zu haben, der schon seit Wochen immer wieder meinte, ich solle das Buch unbedingt kaufen.

Autsch, da traf mich ein Stöckchen

LillyBerry hat Maren , Marcel und mich mit einem Stöckchen beehrt.

Die Regeln:

Der Beworfene muss die drei Fragen im Stöckchen beantworten, sich anschließend drei neue Fragen ausdenken und das Stöckchen an drei Personen seiner Wahl weiterwerfen, die dann die neu ausgedachten Fragen beantworten, sich ebenfalls drei Fragen ausdenken und dann weiterwerfen…

Also dann, hier meine Antworten:

1. Hast du ein Lieblingsbuch, das sonst keiner kennt?

“Keiner” sicher nicht, da ich einige Leute mit ähnlichem Büchergeschmack kenne, denen ich von solchen Funden natürlich auch gleich berichte. Ein Buch, von dem ich die Leute aber nur schwer überzeugen kann, wohl wegen des traurigen Themas, ist “Superhero” von Anthony McCarten. Ein sehr berührendes Buch, das man sich eigentlich nicht entgehen lassen sollte und eindeutig zu meinen Lieblingsbüchern gehört.

2. Besitzt du einen SUB und wenn ja, macht dir seine Größe Sorgen?

Ja, ich besitze einen SUB. Mein selbstgestecktes Ziel ist, ihn nicht über 100 wachsen zu lassen. Der momentane Stand von 94 ungelesenen Büchern lässt mich allerdings daran zweifeln, dass ich diese Grenze noch lange einhalten kann.

Sorgen macht mir die Menge an ungelesenen Büchern nicht. Ganz im Gegenteil, ich genieße es nach einem Buch das nächste auszusuchen. Und in meinem SUB steckt für fast jede Gemütslage das richtige Buch.
Es sind nur so viele Bücher, die ich am liebsten alle sofort lesen würde. Leider habe ich gerade viel zu wenig Zeit zum Lesen. Das baut schon mal ein wenig Druck auf. Aber die Bücher werden ja nicht schlecht, und irgendwann kommt für jedes von ihnen der richtige Zeitpunkt.

3. Hast du dir schon einmal gewünscht, einem Buchcharakter möglichst ähnlich zu werden?

Nein. Die ein oder andere Charaktereigenschaft bewundere ich natürlich schon einmal bei Buchcharakteren, genauso aber auch bei Menschen im realen Leben. Wie echte Menschen haben aber auch die Buchcharaktere immer Seiten, die ich nicht mit ihnen teilen möchte. Von daher bleibe auch ich lieber wie ich bin, mit einigen guten und einigen weniger guten Eigenschaften.

Meine Fragen an euch:

1. Gibt es ein Buch, von dem Du Dir nicht viel erwartet hattest, das Dich dann aber doch überrascht hat?
2. Kannst Du behaupten, von einem Autor alle veröffentlichten Titel gelesen zu haben?
3. Welches Buch hat Dich das letzte Mal eine Nacht durchlesen lassen?

Da so ein Stöckchen auch ins Auge gehen kann, lasse ich es liegen. Wer möchte, bediene sich.

Neil Gaiman – Coraline

Coraline zieht mit ihren Eltern in eine neue Wohnung. Als sie an einem Regentag nicht weiter die Umgebung erkunden kann, nimmt sie sich die Wohnung genauer vor. Dabei findet sie eine Tür, hinter der nur eine Backsteinmauer zu finden ist. Doch kurz darauf verwandelt sich diese in den Zugang zu einer verborgenen Welt. Diese ist der ihr bekannten sehr ähnlich, doch auch wieder ganz anders. Hier wartet ihre „andere Mutter“ auf sie. Ein seltsames Wesen mit angenähten Knöpfen statt Augen. Sie verspricht Coraline alles, was sie sich schon immer gewünscht hat, und will sie gar nicht mehr gehen lassen. Findet Coraline den Weg zurück in ihre Welt?

„Coraline“ ist ein Kinder- und Jugendbuch und hat schon einige Preise gewonnen. Zu Recht meiner Meinung nach. Es fängt ganz behaglich an, anfangs fragte ich mich noch, was denn an dem Buch so gruselig sein soll. Doch die Spannung steigert sich immer mehr, gegen Ende habe ich tatsächlich zweimal die Luft angehalten, weil es mich so mitgerissen hat. Auch der Gruselfaktor steigt mit jeder Seite an. Wenn man das Buch dann auch noch am späten Abend liest, ganz alleine in der Wohnung, hinterlässt es schon ein wenig Angst. Wer die letzten Seiten gelesen hat, weiß wovor. Plötzlich hört man überall leichte Kratzgeräusche oder ein Poltern. Dummerweise musste ich anschließend noch Wäsche auf dem Speicher aufhängen, so schnell hatte ich das noch nie erledigt.

Auch Erwachsene werden ihren Spaß mit Neil Gaimans „Coraline“ haben, ich kann es für ein paar gemütliche Lesestunden mit leichtem Gruseleffekt sehr empfehlen. Da es nicht sehr viele Seiten hat, liest es sich schnell am Stück. Einmal angefangen, möchte man es auch nicht mehr zur Seite legen.

Auf den Animationsfilm freue ich mich schon. Auch weil der Regisseur zuvor unter anderem „Nightmare Before Christmas“ inszeniert hat und auch Tim Burton als Produzent am Film beteiligt ist. Den beiden traue ich zu, die schaurige Atmosphäre des Buches passend auf die Leinwand zu übertragen. In Deutschland startet der Film am 30. Juni.

Edit: Der deutsche Filmstart wurde auf den 13.08.2009 verschoben.

Süßer Gewinn

LillyBerry hatte in ihrem Blog zur Sommer Blogparade aufgerufen, an der ich ebenfalls teilgenommen habe. Unter allen Teilnehmern wurde eine süße Leseklammer verlost. Obwohl mir das Losglück normalerweise selten hold ist, meinte sie es diesmal gut mit mir.
Als ich gestern den Briefkasten öffnete, lag ein großer Umschlag darin. Bestellt hatte ich nichts. Ein kurzer Blick auf den Umschlag löste das Rätsel, ein Klebestreifen mit Erdbeermotiv verriet den Inhalt: die Leseklammer war angekommen!

Das Bild stammt von Rehkönigin, in deren klitzekleinem Mädchenshop auf Dawanda ähnliche Klammern und anderes selbst kreiertes erstanden werden kann.

Die Klammer musste auch nicht alleine auf Reisen gehen, LillyBerry hat ihr noch eine schöne selbst gestaltete Karte zur Begleitung mitgegeben. Beide werden in meine Lesezeichensammlung einziehen, die Klammer ist mal ein etwas anderes Lesezeichen. Was sie den meisten anderen voraus hat: sie rutscht nicht aus dem Buch heraus! Weshalb sie mich wohl ziemlich oft begleiten wird.

Vielen Dank an LillyBerry, nicht nur für den Gewinn, auch für die Mühe die sie sich mit der Blogparade und der Auswertung dazu gemacht hat.

Wühltische sind Teufelswerk

Mein Einkaufskorb war so angenehm leer, nur ein wenig Obst und Wurst, was man eben frisch zum Wochenende braucht. Da begegnet ER mir. Ein frisch bestückter Wühltisch mit Mängelexemplaren.
Oben auf, fast schon nach mir rufend, Kai Meyers “Herrin der Lüge”. Das steht schon lange auf meiner “Noch-lesen”-Liste, sowas lässt man nicht liegen. Wenn es dort so tolle Bücher gibt, verbergen die Tiefen vielleicht noch mehr Schätze?
Es gibt übrigens nichts schlimmeres, als Bücher-Wühltische mit Bücherstapeln. Die bleiben nie lange im Stapel und fliegen schnell kunterbunt und mit Eselsohren durcheinander. Außerdem kann man so schlecht verborgene Raritäten suchen. Aber ich habe mich trotzdem auf die Ausgrabung eingelassen.
Zwei weitere Bücher durften dann auch noch ins Körbchen wandern, Arnaldur Indridasons “Todeshauch” und “Ortsgespräch” von Florian Illies.

Damit stehen hier jetzt 91 ungelesene Bücher. Stoff für ein Jahr, sollte mir mal das Geld zum Bücherkauf ausgehen. Wahrscheinlich würde ich aber eher hungern und in Lumpen gehen, als keine Bücher mehr zu kaufen. ;-)

Simon Beckett – Die Chemie des Todes

David Hunter kommt aus der Großstadt, lässt sich dann aber als Landarzt in einem kleinen Dorf nieder. Nach ein paar Jahren hat es mit der Beschaulichkeit allerdings ein Ende, eine Reihe grausamer Morde geschehen. Damit holt ihn seine Vergangenheit wieder ein, der Mörder kommt ihm näher als ihm lieb ist.

„Die Chemie des Todes“ ist eines der wenigen Bücher, die auf der Bestsellerliste stehen und mir auch gut gefallen. David Hunter ist ein angenehmer Charakter, mit dem man schnell warm wird. Die Spannung ist vor allem in der zweiten Hälfte des Buches enorm hoch, ich kann nur raten diesen Teil erst zu lesen, wenn man ein paar Stunden Zeit hat. Nicht nur mir ging es so, dass man das Buch dann einfach nicht mehr weglegen kann und die Seiten nur so verschlingt, um zu erfahren wie es weiter geht. Wer überlebt? Wer ist der Mörder?

Auch der Mitratefaktor gefiel mir sehr gut, ich möchte einfach miträtseln können und nicht am Ende vor eine Lösung gestellt werden, auf die man als Leser nicht kommen konnte. Hier gibt es einige Hinweise auf die Identität des Mörders, aber auch einige falsche Spuren. So dass man am Ende vielleicht eine Ahnung hat, aber doch nicht sicher sein kann, ob sie stimmt.

„Die Chemie des Todes“ ist ein sehr gelungener Thriller, ich bin gespannt auf die schon erschienenen Fortsetzungen, „Kalte Asche“ und „Leichenblässe“.

Vom Gargoyle-Fieber erfasst

Jetzt hat es mich auch erwischt, “Gargoyle” von Andrew Davidson ist bei mir eingezogen und wurde auch gleich angefangen. Beim Essen! (Für alle die noch nicht die Beiträge auf Literaturschock zu dem Buch gelesen haben: die ersten einhundert Seiten müssen extrem lecker sein. Detaillierte Beschreibungen des Zustandes eines Verbrennungsopfers.) Bisher war es aber noch nicht grausig.

Nur die Schrift und das Druckbild sind wirklich grausig, ich hätte mir eine Lupe dazu bestellen sollen. Oder eben doch ein paar Euro mehr ausgeben, hatte mich für die günstigste Ausgabe entschieden, 6,10 Euro sind doch ein verlockender Preis. Allerdings sieht man den meisten englischen Büchern auch an, wo gespart wird. Das ist so eines, bei dem man es sehr deutlich sieht.

Lesbar ist es aber doch, und es liest sich auch schnell und flüssig. Ich freue mich schon auf die nächsten Tage mit diesem Buch, das schon so viel gelobt wurde.

Am Mehr herrscht Nebel

Zumindest an meinem Mehr. ;) Neben “Wenn das Leben ein Strand ist, sind Frauen das Mehr” von Birbaek lese ich jetzt noch einen schönen, klassischen Krimi. “Inspektor Jury lichtet den Nebel” von Martha Grimes ist ein Kriminalroman, in dem der Fall noch die Haupthandlung inne hat. Gerne lese ich auch mal ein wenig in das Privatleben der Ermittler rein, aber nur in Maßen. Hier stimmt alles, und ich darf fleißig miträtseln, wer denn nun der Täter ist.

Es geht ans Mehr

Nicht vertippt und nicht verlesen. Heute morgen habe ich mit “Wenn das Leben ein Strand ist, sind Frauen das Mehr” von Michel Birbaek angefangen. Nach fünfzig Seiten konnte ich mich nur mühsam wieder davon losreißen. Ich mag seinen Schreibstil und den manchmal etwas derben Humor einfach. Sowieso tendiere ich bei “Liebesromanen” momentan zu denen, die von Männern verfasst wurden. Frauen schreiben mir einfach oft etwas zu kitschig und rosarot über Gefühle.

Die Chancen stehen gut, dass ich es schnell durchgelesen habe. Am Mittwoch wird nämlich auch endlich “Gargoyle” von Andrew Davidson bei mir einziehen. Sonst werde ich einfach wieder parallel lesen, ist ja sowieso Standard bei mir.

Über “Gargoyle” stolpere ich seit einer Empfehlung der Forenleitung von Literaturschock ständig, nicht nur im Forum, auch in verschiedenen Bücherblogs. Wie soll man sich da beherrschen?

Ähnlich geht es mir mit “Das Lied der Dunkelheit” von Peter Brett. Das habe ich mir selbst demnächst als Urlaubslektüre versprochen.