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Monatsrückblick April 2009

Der April war lesetechnisch wieder relativ erfolgreich, trotz stressiger Zeiten. Es waren aber auch einige sehr dünne Bücher dabei. 8 Bücher wurden gelesen, mit insgesamt 2324 Seiten. Da fehlen aber noch ca. 650 Seiten aus der aktuellen Lektüre, die erst im nächsten Monat mit aufgeführt wird, da ich sie nicht mehr beenden konnte.
Die Rezensionen folgen mal wieder nach und nach.

Christopher Moore – Fool +

Nachdem ich mich an die äußerst derbe Wortwahl gewöhnt hatte, war das Vergnügen groß. Lohnt sich auf jeden Fall, auch ohne “King Lear” vorher zu lesen.

Sarah Kuttner – Mängelexemplar 0
War nicht schlecht, aber den Begeisterungsstürmen kann ich mich nicht anschließen.

Trudi Canavan – Die Rebellin +
Nachdem ich mich lange davor gedrückt hatte, wurde ich positiv überrascht. Die folgenden Teile werden auch demnächst gelesen.

Lian Hearn – Das Schwert in der Stille (Clan der Otori Bd. 1) ++

Sehr gute Fantasy der etwas anderen Art, im asiatischen Stil.

Liane Moriarty – Ein Geschenk des Himmels –
Nach 126 Seiten abgebrochen, ich wurde mit den Charakteren nicht warm.

Kate Saunders – Liebe macht lustig +
Ein Frauenroman mit verhältnismäßig viel Niveau. War eine sehr schöne Wochenendlektüre.

Petra Schier – Mord im Dirnenhaus +
Ein netter historischer Krimi, spielt in Köln. Lese ich immer wieder gerne wenn ich gerade aus der Ecke zurück komme.

William Shakespeare – Ein Sommernachtstraum ++

Kaum zu glauben, aber ich hatte viel Spaß bei der Lektüre.

Nick Hornby – How to be good

Katie hat eigentlich alles, was man sich wünschen kann. Einen erfolgreichen Mann, gesunde Kinder, einen Job den sie meistens gerne macht. Hinter der Fassade sieht es anders aus, das Leben mit ihrem Mann ist alles andere als einfach.

Bis dieser einen Wunderheiler aufsucht und plötzlich als „guter Mensch“ durchs Leben wandelt. Alle Unfreundlichkeit und das ihm eigene negative Denken sind verschwunden. Was in der Umgebung natürlich auf Befremden stößt, da man auch „zu gut“ sein kann, was leicht weltfremd wirkt. Plötzlich das Sonntagsessen auf der Straße verteilen zu wollen, stieß bei den Schwiegereltern doch eher auf Widerstand. Doch wie „gut“ sollte man sein? Sollte man sich lieber der Gesellschaft anpassen, oder versuchen etwas an den Missständen zu ändern? Auch wenn man damit nicht auf Verständnis trifft? Wie viel Macht hat jeder einzelne, schon mit kleinen Dingen die Welt zu verbessern?

Bisher hat mich noch jedes Buch von Nick Hornby gefesselt. Dieses war das erste, das eher geplätschert ist. Es war nicht schlecht, las sich leicht und irgendwie hatte ich doch immer noch mal umgeblättert. Aber der richtige Kick hat gefehlt, wie ihn seine anderen Bücher für mich hatten. Vielleicht lag es am Thema, mit dem ich mich nur schwer identifizieren konnte.

Dass er „Herr der Ringe“-Leser als dumm bezeichnet fand ich weniger passend, habe ich ihm aber verziehen. ;-)

Für mich bisher das schwächste Buch von Nick Hornby, aber immer noch ein gutes Buch, dass ich weiter empfehlen würde.

"Ein Sommernachtstraum"

Hätte mir vor einem Jahr jemand gesagt, dass ich mich bei einem Buch von William Shakespeare köstlich amüsieren würde, ich hätte ihm wohl einen Vogel gezeigt. Doch es ist geschehen, bei der Lektüre von “Ein Sommernachtstraum” habe ich mich das ein oder andere mal beim lachen erwischt.

Endlich kenne ich auch die Vorlage, die schon in so manch anderem Buch verarbeitet wurde. So kam mir die Szene mit den Schauspielern, die die Rollen verteilen, so bekannt vor. Jetzt weiß ich auch wieder woher, aus Terry Pratchetts “Lords und Ladies”. Was mich wiederum daran erinnert, dass ich die Hexenreihe von ihm endlich mal weiter lesen könnte.

Schade fand ich, dass in meiner Ausgabe (Hamburger Leseheft) Puck zu Droll wurde. Das habe ich erst nach dem Lesen herausgefunden, bei den Namen werden doch ganz unterschiedliche Assoziationen geweckt. Das Droll kein Troll sein soll war mir klar, aber ich habe wohl zuviele Bücher von Christoph Hardebusch gelesen und bekam die Bilder eines Trolls kaum aus dem Kopf.

Da es mir gerade soviel Spaß macht, habe ich mir als nächsten Shakespeare “Viel Lärm um nichts” bestellt. Da die Stücke so schön handlich sind, eignen sie sich auch perfekt als “Handtaschenlektüre” für unterwegs.

Neuigkeiten von Tad Williams

Der Newsletter der Hobbit Presse enthielt tolle Neuigkeiten. Der dritte Band der Shadowmarch Trilogie soll im Herbst 2010 erscheinen.

Schon im August 2009 soll der erste Band einer neuen Reihe von Tad Williams erscheinen, “Die Drachen der Tinkerfarm“. Als Drachenliebhaberin bin ich schon sehr gespannt auf das Buch. Aber kann mir bitte mal jemand erklären, warum Paolini, der auf der “meiner Meinung nach nicht unbedingt lesenswerten Fantasyautoren”-Liste nur einen Punkt vor Hohlbein liegt, einen Kommentar über einen der Meister der Fantasy abgibt und das noch als Werbung verwendet wird? Würde ich Tad Williams nicht schon seit über zehn Jahren lesen, hätte mich dieser Kommentar von dem Buch abgehalten. Wie mich schon einmal beinahe ein Kommentar Hohlbeins von den Elfen abgehalten hätte. Lasst doch George R. R. Martin oder Robin Hobb oder was weiß ich wen etwas dazu sagen. Aber bitte nicht gehypte Jünglinge, deren Werke vielleicht in zwanzig Jahren mal mit dem kommentierten vergleichbar sind. (Das war eine rein subjektive Meinung, mit der ich niemandem auf die Füße treten möchte. Jedem das seine.)

Genug aufgeregt, weiter zu noch mehr guten Nachrichten. Die Osten Ard Saga wird wieder aufgelegt! Im Frühjahr 2011 soll der erste Band, “Drachenbeinthron”, erscheinen. Alle die diese fantastische Reihe noch nicht gelesen haben, bekommen damit auch wieder eine Chance, ohne die momentan unglaublichen Preise zahlen zu müssen. Meine Ausgabe von 1996 werde ich weiterhin hüten und niemals hergeben, auch wenn ich gerade ein gutes Geschäft damit machen würde.

Zum Schluss noch kurz zu einem anderen Meister: J. R. R. Tolkien. Sollte jemand zufällig die wunderbar illustrierte Ausgabe des kleinen Hobbits zuviel haben, sie würde sich bestimmt gut in meiner kleinen Sammlung machen. Sie wäre auch nicht alleine, der Hobbit ist schon in zwei anderen Versionen hier zu Hause. Neben den “Kinder Húrins”, einer Ausgabe des “Silmarillions” die fast so alt ist wie ich und drei verschiedenen Ausgaben des “Herrn der Ringe”. Die rücken gerne noch ein wenig zusammen, um ein weiteres Werk mit Illustrationen von Allan Lee als Nachbar begrüßen zu dürfen.

Endlich meins!

Lange bin ich um das Buch herum geschlichen. Der Preist ist ja doch nicht ohne. Aus Erfahrung weiß ich aber auch, dass ich bei dem Verlag Jahre auf eine Taschenbuchausgabe warten kann. Also hatte ich es mir selbst als Belohnung versprochen, wenn ich meine Prüfungen ordentlich bestehe. Mit den Ergebnissen bin ich mehr als zufrieden, daher durfte es jetzt endlich bei mir einziehen: “Der Name des Windes” von Patrick Rothfuss.

Dafür unterbreche ich auch gleich meine aktuelle Lektüre, den neuesten Artemis Fowl Band. Auch wenn ich mich gerade wieder gut eingelesen hatte, ich muss eindeutig öfter auf Englisch lesen, war doch aus der Übung. Vince Eberts “Denken sie selbst” bleibt aber weiterhin Bettlektüre. Dafür ist das neue Buch zu unhandlich, außerdem ist “Denken sie selbst” nicht so spannend, dass ich in Gefahr geriete, die halbe Nacht durch zu lesen.

Alan Weisman – Die Welt ohne uns

weltohneuns

Der Klappentext verspricht einen Ausflug in eine Welt, aus der der Mensch von einem auf den anderen Tag verschwunden ist. Wie würde die Natur sich die vom Menschen untertan gemachten Gebiete zurück erobern? Wie lange würde es dauern, bis jede Spur von uns getilgt ist?

Thema des Buches ist aber eher, wie der Mensch die Erde bisher verändert hat. Die erste Enttäuschung war damit schon vorprogrammiert. Ich ging einfach mit einer falschen Vorstellung an das Buch heran. Erwartet hatte ich einen mehr oder weniger chronologischen Bericht, was in der Zeit nach uns mit unseren Hinterlassenschaften und der Welt geschehen würde.

Nachdem ich mich damit abgefunden und auf das eigentliche Thema eingestellt hatte, war es eine Weile sogar recht spannend. Alan Weisman hat wirklich gründlich recherchiert und sehr viele Fachleute haben ihr Wissen beigetragen. Das ganze war mir allerdings etwas zu ungeordnet. Die Kapitel folgten in keiner mir erkennbaren Ordnung aufeinander. Am Ende jedes Kapitels wurde leicht krampfhaft dann doch immer wieder kurz die Frage behandelt, wie es in diesem Bereich aussehen könnte, wenn wir verschwinden würden.

Nach zweihundert Seiten war es mir zuviel des bunt zusammen gewürfelten Wissens. Ich zweifele nicht an Weismans Recherche, aber bei so vielen Tatsachen werde ich dann doch wieder vorsichtig mit dem glauben. Es gibt sowieso niemanden der wirklich weiß, was sein wird. Ebenso gibt es viele Bereiche, in denen wir bis heute nicht wissen was war. Was mir dank dieses Buch noch mal bewusst wurde, vorher aber eigentlich auch schon klar war, ist dass es so unendlich viele Dinge gibt, die bei der Entwicklung der Erde eine Rolle spielen, ob mit oder ohne uns, dass ein Mensch gar nicht in der Lage ist, alle Eventualitäten zu erfassen. Das war aber wohl auch nicht Weismans Ziel. Soweit ich das aus den 200 Seiten herauslesen konnte, nach denen ich das Buch abgebrochen habe.

Es darf erstmal noch bei mir bleiben, vielleicht lese ich irgendwann auch noch die letzten 150 Seiten. Aber wirklich überzeugt hat es mich nicht.

Urlaubsausbeute

Eigentlich hatte ich mich ja gefreut auf der Zugfahrt viel Zeit zum Lesen zu haben und damit den SUB etwas zu erleichtern. Außerdem habe ich ja noch ein ausgeliehenes Buch wieder zu seinem Besitzer gebracht. Der SUB ist trotzdem nicht kleiner geworden.

Kein Wunder, wenn man ein Buch zurück bringt, dafür aber zwei in die Hand gedrückt bekommt, weil man sie unbedingt lesen müsse. Daher liegen jetzt hier “Die entführte Prinzessin” von Karen Duve und “Denken sie selbst!” von Vince Ebert.

Wenn man dann noch unbedingt bei dem gemeinen Laden vorbei muss, der nur Mängelexemplare verkauft, ist die Wahrscheinlichkeit auch ziemlich hoch, dass man ein oder zwei neue Bücher mit nach Hause bringt. Diesmal waren es zwei, “Mord im Dirnenhaus” von Petra Schier und “Die Chemie des Todes” von Simone Beckett. Ersteres habe ich aber inzwischen schon gelesen, das bekam das SUB-Regal gar nicht zu sehen.
Mit nur zwei gekauften Büchern habe ich mich auch noch sehr gut beherrscht. Die Versuchung war groß.

“Das Schwert in der Stille” von Lian Hearn habe ich während der Zugfahrten auch gelesen, der zweite und dritte Band werden sicher nicht mehr lange auf dem SUB bleiben. Erstmal geht es jetzt aber mit dem neuen Artemis Fowl Band weiter.

Damit meine Bücher in Zukunft besser geschützt sind, habe ich mir noch folgendes Täschchen gegönnt:

Da mich fast jedes Buch in Versuchung führt, passt es ganz gut. ;-)

Oliver Plaschka – Fairwater

„Fairwater oder die Spiegel des Herrn Bartholomew“ ist ein fantastischer Roman, dessen Handlung sich allerdings kaum beschreiben lässt, ohne zuviel zu verraten. Fairwater ist eine fiktive amerikanische Kleinstadt, mit unzähligen Flüssen und Brücken. Die Reporterin Gloria kehrt nach vielen Jahren in die Stadt zurück, um der Beerdigung eines früheren Freundes beizuwohnen. Schnell entwickelt die Stadt eine unglaubliche Anziehung, nicht nur auf Grund der Story die sie hier wittert. Es kam nämlich zu einigen mysteriösen Mordfällen, als Gloria versucht diesen auf den Grund zu gehen, wird sie von verschiedenen Parteien verfolgt und auch bedroht.

Doch das ist nur der erste Teil des Buches, der ein wenig wie ein Mystery-Thriller wirkt. Jedes Kapitel ist eine ganz eigene Geschichte mit ebenso eigenem Stil. Das zweite Kapitel würde ich dem Genre Horror zuordnen, auch ein Science Fiction Kapitel ist vorhanden. Alle erzählen Teile der Geschichte aus der Sicht verschiedener Personen. Wobei manchmal mehrere Personen auch ein und dieselbe Person sind. Man weiß nie sicher, was von dem gerade gelesenen Realität ist und was Wahn. Wenn eines sicher ist, dann das Fairwater der psychischen Gesundheit nicht wirklich gut tut, woran auch diverse Chemikalien im Flusswasser nicht unschuldig sein dürften.

Das faszinierende ist, dass man dieses Buch auf verschiedene Weise lesen, die Geschichte auf verschiedensten Wegen angehen kann. Auch am Ende wird man nicht zu einer bestimmten Lösung gedrängt, es gibt verschiedene Möglichkeiten. Aus diesem Grund muss man aber auch sehr viel mitdenken. Man bekommt nur wenig Handlung einfach serviert, das meiste muss man sich Stück für Stück erarbeiten, mit dem bereits gelesenen in Verbindung bringen und auch mal gesponnene Theorien wieder aufdröseln und neu spinnen. Dazu braucht man einiges an Aufmerksamkeit, es ist kein Schmöker den man gemütlich nebenbei liest. Aber gerade das macht das Buch auch zu etwas ganz besonderem.

Oliver Plaschka hat mit diesem Buch den Deutschen Phantastik Preis 2009 gewonnen, meiner Meinung nach auch verdient, es ist ein fantastisches Buch. Man sieht auch der Aufmachung an, wie viel Hingabe in diesem Werk steckt. Jedes Kapitel beginnt mit einer Illustration, die man sich am Ende des Kapitels noch mal anschauen sollte, da viele kleine Ausblicke auf die Handlung darin zu finden sind.

Wer nicht auf Realismus in einem Roman besteht, und sich auch gerne mal die Zeit nimmt sich eine Geschichte zu erarbeiten, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen.

Hilfreich war für mich das Nachlesen der autorenbegleiteten Leserunde auf www.leserunden.de, wo Oliver Plaschka einige hilfreiche Tipps gibt aber auch immer wieder betont, dass es keine „falsche“ Lesart gibt, er hat bewusst versucht verschiedene möglich zu machen.

Positiv überrascht

Nachdem ich mich ja lange Zeit vor Trudi Canavans Trilogie gedrückt habe, muss ich jetzt zugeben, dass sie mir richtig Spaß macht. So manche Rezension hatte mich zu der Überzeugung gebracht, dass es ziemlich schwache Fantasy sein müsse. Irrtum. Es ist ganz nette Fantasy, nicht unbedingt weltbewegend, aber mit sympathischen Charakteren. Der ein oder andere Kritikpunkt existiert schon, aber ich genieße die Lektüre gerade und begebe mich immer wieder gerne zu Sonea, den Dieben und der Gilde.

Da ich an Ostern kurz auf Reisen gehe, stehe ich wieder vor der Qual der Wahl, welche Bücher mich begleiten dürfen. Immerhin stehen sechs Stunden Zugfahrt an. Und vielleicht noch das ein oder andere Stündchen in der Sonne. Momenten stehen “Die Hexen von Eastwick” von John Updike ziemlich weit oben in der Rangliste, als Alternative Arne Dahls “Rosenrot”. Oder vielleicht der neue und noch immer nicht gelesene Artemis Fowl? Oder doch was historisches? Naomi Noviks Reihe um Temeraire wollte ich auch mal weiter lesen. Oh weh, das wird wieder schwer. Oder die Tasche, weil ich mich nicht entscheiden konnte und zuviele Bücher mitnehme.

Sarah Kuttner – Mängelexemplar

Karo steht mitten im Leben, als ihr dieses plötzlich ein Bein stellt. Gerade noch war sie die toughe und lustige Karo, die zwar gerne mal unnötig explodiert, sonst aber eigentlich ganz normal ist. Dann verliert sie ihren Job und ihre Beziehung geht in die Brüche. Plötzlich kommen lange vergrabene Gefühle hoch und bahnen sich ihren Weg, der in eine Depression und Panikattacken führt. Karo muss einsehen, dass sie krank ist und Hilfe braucht. Die sie selbstverständlich auch bekommt, nach einiger Rangelei mit ihren Gefühlen bekommt sie auch das Leben erstmal wieder in den Griff.

Von Sarah Kuttner hatte ich mir nicht besonders viel erhofft, von dem Thema des Buches umso mehr. So ging ich gespannt an das Buch heran, bekam aber was man eben bekommt wenn man Gut und Schlecht mixt, etwas Durchschnittliches.

Das Buch liest sich ganz gut und schnell weg, der Stil ist ok. Nicht wirklich überragend, aber auch nicht so, dass man es am liebsten weg legen würde. Die Handlung fängt ganz gut an, allerdings bleibt das Thema „Depression“ recht oberflächlich. Als Karo in ihrem Bekanntenkreis davon erzählt, stößt sie nur auf Verständnis, niemand hat ein Problem damit. Niemand weiß plötzlich nicht mehr, wie er mit ihr umgehen sollte. Die wichtigsten Menschen sind sofort voller Verständnis 24 Stunden am Tag für sie da und helfen ihr durch die schwierige Zeit hindurch. Ich würde gerne mal wissen, wer wirklich soviel Glück und nur so tolle Freunde hat. Für meinen Geschmack wird auch die Hilfe durch Tabletten zu sehr geschönt, wirft man ein paar Pillen ein bekommt man schon alles wieder in den Griff.

Es war ein typisches „gelesen und vergessen“ Buch, das nur wenig Spuren bei mir hinterlassen hat. Die zweite Hälfte glich auch eher einem Frauenroman, statt der Depression waren die neuen Männer das Thema. Ich bin froh, dass ich es nur ausgeliehen und nicht gekauft hatte. Als Taschenbuch für 8,95 Euro wäre es in Ordnung gewesen, aber 14,95 Euro für ca. 250 Seiten durchschnittlicher Lektüre? Da kommt einem doch der Verdacht, dass hier Geld mit dem Namen der Autorin gemacht werden soll.