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Sergej Lukianenko – Wächter des Zwielichts

WaechterZwielicht

Inhalt:

“Wächter des Zwielichts” ist nach “Wächter der Nacht” und “Wächter des Tages” der dritte Band der Wächter Reihe von Lukianenko, die mit “Wächter der Ewigkeit” im Mai abgeschlossen wird.
“Wächter des Zwielichts” handelt davon, ob es möglich ist aus Menschen Andere zu machen. Wenn ja, ist es sinnvoll? Warum gibt es sowohl Menschen als auch Andere? Warum gibt es die Wachen?

Meine Meinung:

Nachdem mir “Wächter des Tages” nicht mehr ganz so gut gefiel wie “Wächter der Nacht”, haben die “Wächter des Zwielichts” erstmal ein paar Wochen auf meinem SUB verbracht. Jetzt habe ich sie gelesen, und habe wieder Lust auf den vierten Band bekommen, denn die “Wächter des Zwielichts” kamen wieder an “Wächter der Nacht” heran. Das einzige was fehlt, ist eben das Gefühl was ganz neues zu lesen. Kein Wunder beim dritten Band. ;-) Im zweiten Band hatten mich die komplexen Intrigen gestört, ich wusste gar nicht mehr wem ich jetzt was glauben soll. Das war in diesem Band wieder anders, es gab auch einen deutlichen roten Faden durch die drei Geschichten. Etwas gestört hat mich Antons Entwicklung, da hat doch garantiert Geser seine Finger im Spiel. Gut gefällt mir, dass immer wieder Personen aus den ersten beiden Bänden auftauchen und wichtige Rollen spielen. Jetzt bin ich sehr gespannt, wer die Wächter der Ewigkeit sind.

Anthony McCarten – Superhero

Superhero

Donald Delpe ist 14 Jahre alt, mit den typischen Wünschen eines Jungen in diesem Alter. Doch er hat wesentlich weniger Zeit, diese Wünsche wahr werden zu lassen, als die meisten anderen, er hat Leukämie. Zusammen mit dem Therapeuten Adrian versuchen seine Eltern ihn davon zu überzeugen, dass er kämpfen muss. Seine Wünsche und Gefühle drückt Donald aus, in dem er Comics von seinem selbst erfunden, unsterblichen Superhelden MiracleMan zeichnet. Ihn lässt er all das erleben, von dem er glaubt, es selbst nicht mehr erfahren zu können. Sein größter Wunsch ist es, den Sex kennen zu lernen. Auf der Suche nach dessen Erfüllung, lernt er die Liebe kennen.

Ein absolut beeindruckendes Buch, schonungslos ehrlich, eine emotionale Achterbahn. Trotz des ernsten Themas ist es kein durchweg trauriges Buch. Natürlich gibt es auch diese Stellen, und die haben mich alles andere als kalt gelassen. Aber genauso gibt es fröhliche Passagen, mutmachende, das Leben bejahende. Man begleitet Donald auf seinem Weg, oder besser gesagt während seines Kampfes. Die Comics, die er wie eine Art Tagebuch zeichnet, sind in Textform beschrieben. Sie lockern das ganze Buch immer wieder auf. Genauso wie Donalds freche Art, der kein Blatt vor den Mund nimmt.
Ein weiterer Hauptcharakter ist der Therapeut Adrian, der durch Donald auch sein eigenes Leben aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten lernt.
Schonungslos werden die Folgen und Nebenwirkungen der Chemotherapie und der Bestrahlungen beschrieben. Donald sieht seine Situation sehr realistisch, schockt seine Umgebung gerne, in dem er ausspricht, was die anderen versuchen zu verdrängen.
Trotz all dieser traurigen Situationen handelt das Buch nicht vom Sterben, sondern vom Leben. Es beschäftigt mich immer noch, einige Tage nach der Lektüre, und wird das auch sicher noch eine Weile tun.