Anna Gavalda – Zusammen ist man weniger allein

zusammenwenigeralleine

Klappentext:

Philibert ist zwar ein historisches Genie, doch wenn er mit Menschen spricht, gerät er ins Stottern. Camille, magersüchtig und künstlerisch begabt, arbeitet in einer Putzkolonne, und Franck schuftet als Koch in einem Feinschmeckerlokal. Er liebt Frauen, Motorräder und seine Großmutter Paulette, die keine Lust aufs Altersheim hat. Vier grundverschiedene Menschen in einer verrückten Pariser Wohngemeinschaft, die sich lieben, streiten und versuchen, irgendwie zurecht zu kommen.

Meine Meinung:

Frédéric Beigbeder sagt über das Buch: “Dieser Roman ist wie “Die fabelhafte Welt der Amélie”, nur noch schöner.”
Und ich muss ihm Recht geben. Ich mag “Die fabelhafte Welt der Amélie” sehr gerne, ein toller Film. Genauso schön ist dieses Buch. Die Charaktere sind extrem, aber gerade das macht ihr Zusammenleben so interessant. Auch wenn sie überzeichnet sind, findet man sich doch immer wieder selbst in einem von ihnen. Die Dialoge sind locker und ehrlich. Die einzelnen Abschnitte sind oft sehr kurz. So bekommt man eine Situation immer wieder abwechselnd aus der Sicht der beteiligten Personen gezeigt, was mir sehr gut gefiel. Vorallem in den Gesprächen zwischen Camille und Franck. Philibert muss man einfach gerne haben, ebenso Paulette, eine Oma wie aus dem Bilderbuch. Alle vier haben gemeinsam, dass sie gerade gar nicht mehr mit dem Leben klar kommen. Mehr oder weniger bewusst, helfen sie sich gegenseitig, dies zu ändern.
Es ist einerseits leichte Lektüre, der Stil ist nicht wirklich umwerfend, was allerdings auch an der Übersetzung liegen kann. Andererseits gibt es doch einige Anregungen zum nachdenken. Das Buch hat mich noch eine Weile nach Abschluss beschäftigt. Die Charaktere sind mir während der Lektüre ans Herz gewachsen, ich habe sie nicht gerne zurück gelassen.

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