Stephen Clarke – Ich bin ein Pariser (Merde actually)
26. November 2006 von Emily

“Ich bin ein Pariser” ist die Fortsetzung zu “Ein Engländer in Paris” (“A Year in the merde”)
Kurzbeschreibung:
Ein Engländer in Paris versucht nach dem ersten Jahr und einigen Kulturschocks immer noch, den Franzosen den Fünf-Uhr-Tee schmackhaft zu machen und eine elegante Französin für die “amour èternel” zu finden. Beides gestaltet sich kompliziert, und Paul West hat zunehmend den Verdacht, dass die Franzosen auf einem anderen Planeten leben. Immerzu reden sie sich auf ihren Lebensstil heraus, trinken die ganze Nacht Champagner und behaupten, so einen klaren Kopf zu behalten. Dabei drücken sie sich schon nüchtern völlig unverständlich aus, was daran liegt, dass alle bis zum 18. Lebensjahr Philosphieunterricht haben. Und weil die Franzosen glauben, alles müsse sich um die Liebe drehen, und die wiederum besonders ernst nehmen, kommt Paul ganz schön in die Bredouille. Das ganz andere Buch über französisches Savoir-vivre.
Meine Meinung:
Im Gegensatz zum ersten Teil dreht sich hier viel mehr um die Liebe und viel zu selten um die restliche französische Lebensart. Es gibt ein paar Ausnahmen, so lernt man zum Beispiel die Eigenarten französischer Bauarbeiter kenne oder das Ministère de la Francophonie, das Ministerium zum Schutz der französischen Sprache. Ich wusste zum Beispiel vorher nicht, das “Sandwich” ein französisches Wort ist
Diese Teile sind auch mit dem vom ersten Teil bekannten Humor geschrieben und haben mir sehr gut gefallen. Aber sie sind zu selten vertreten, der Rest des Buches dreht sich um l’amour. Es war trotz allem eine nette Lektüre zwischendurch, aber an den ersten Teil kam es für mich bei weitem nicht heran.


